1625. 631
Auf diese Vorschläge des AimcJiusses machte der Math G eg envor sc hlä ge i
6 lütter durch den Biscliof alier im Namen des Kaisers geirählt, die in W.sesshaft und mit bürgerlichen pflichten verwant sein. Der Sclm/theiss soll lebens-länglich sein. Das Blutgericht gehurt Bürgermeister und Ruth ohne eins Schnltlieissenzuthun. Wegen der Besoldung: ist vorhin ein stifftung und letzter will von einer llang abgestorbenen person gemacht, die den gemeynen erarium nit Derart; davonwerden die ratspersonen besoldet.
Dr. Peutinger spricht als ein guter stettman, sie sollten dem Bischof dasaecht abkaufen, wie er im Streit der Stadt Kempten mit dem Abt es daliin gebracht,itass die von Kempten dem abbt für solich oberkeit jerlich 2(X) gülden geben '. 10Aber der Biscliof wolle nielii. Wegen des Adels: das ir euch solbs zum ott'termalhören lassen habt, das die bischoff den adell ausz Worms vertriben, dardurch er diestat und die oberkeit dester bas zu seinen banden bringen niocht etc. Wo nu deradell wider in stat und das regiment kerne, mocht der bischoff vor inen die statnit so leichtlich als biszhere geschehen in beschwerung bringen . . . wurd die burger- 15schallt desto forderlicher pleiben und so leichtlich nit befediget werden , dan siehotten ir freundsehatft auff dem lande . . . Darzu wurden die hantwereker und ge-•ueyns leut derselben edeln nit wenig gemessen und wurd also zwuschen dem adell"nd den burgern ein gute freuntschafft erwachsen und die stat bey gutem fridenpleiben . . . Das solle nicld dahin ausgelegt werden, als ob der jetzige Kath übel re- aogiert hätte, sie wären bei k. mt. und der gantzen Versandung nit anders geacht undSehalten, dan das sie wie daptferen frommen erbaren leuten gepurt gehandelt undwoll regiert hetten, so plieben sie auch im regiment und hetten inen die k. mt. inlusichtigung der furgeschlagenen mittel . . . den namen geschlechter selbs geschopfft,dan sie die rete hotten solcher erbarkeit keyn namen können oder wollen geben. v:<
Er (Peutinger) und Dr. Lamparter weren gut stetman und auch die andernJuithe hätten tick unpartheisch gehalten. Man könne den, Bisclwf niclit ganz aus demRegiment verdrängen. Die Donation Friedrichs III. wäre unhaltbar. Nehmt dalier■'■Mittel an, sonst sagt k. Mt. der Gemeinde, ihr wollet den Frieden niclit. Darzuw "l ich euch nit bergen und in gutem truwen anzeigen, das die gesanten eins an»ischott's uns ein buch angezeigt, das inen durch eynen burger zu Worms villeicht*°*|der stat W. cantzley komen ist, darin clerlich stet, was oberkeit der bischoffzu W. haben soll. Daruinb üben herren! sehent zu, wie ewer bucher und der statneymlichkait verwart wird.
_ Die bischöflichen Gesamlten beriefen sich auf die Urkunde Friedriclis IL zu 85'tavenna*.
~'3. Sept. Vorgeschlagene Artikel der Commissarien,: Die 12 von der ritterschafft,"o zu W. einkonimen, sollen steuerfrei sein; wo sie aber etwas kauften, das vor in"er stat stewer geschriben ist, davon sollen sie steuern.
. Am Schutiheiseengerickt sollen alle Fälle bis tu 40 Gulden inappellabel sein; bei 40wlicrn Summen soll an das Reichskammergericht appellirt werden. Der Zoll de. ge-tort dem Bischof. Die Lehen sollen vom' Bischof empfangen werden. Des spitalls»allMm bey sant Linharts pforten sollen Bürger und Fremde aufgenommen werden,'■ocli die, Bürger sollen den Vorzug haben.
■ v Et soll auch hinfur zu ewigen leiten ein ider bischoff zu W. denselben von u,ko.it «leranioiil, der lirmung mitteilen und inen die in keyn wegk ferrer fur-
Oegenvorechläge der Stadt: Wegen der Steuer fre i h e it der lütter wollen sie es!, '™dlen wissen wie'in, Strassburq, nämlich, sie sollen Steuer und Ungehl zalilen, aberAachens, Hütens und XunfthaÜens frei sein. M
Die Appellationssumme soll HO Gulden sein., . Wegen der Lehen auf dem Schultlieissenamt sagen, sie: es seyen vill schult-«Uszen verschiner zeit solicher beschwerde halben verdorben und etlich ausz der
at gezogen, damit sie des vertragen pleiben., Wegen des Einreitens verlangen sie, dass nicht über 100 Pferde in die Stadt u
ommen und das der aidt auff dem bischoff liehen sale wie von alter herkomen undnit an der stegen geschehe.
D , 4 ' ()kt - m Ciprian von Serenteins k. mt. hoffcantzlers herberg zu Augspurg.le Wormser wollen die Mittel annehmen mit Berücksichtigung ihrer Einreden: Es
' Vgl. Baumann, Geschichte des AUgäue II, -iSiff. 1 Jan. (M9. ÜB. II, «0
'■ ***• Böhmer-Ficker nr. 1985.