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Monumenta Wormatiensia : Annalen und Chroniken
Entstehung
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623
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1525. 623

G. Uf den sechsten zins und gulten betreffen sagen gemeyne pfafheit,das sie den selbigen einem ersamen radt und gemeinde zugefallen zulassenwollen.

7. Uf den siebenden die zins und gulten uf seelmessen jargezeit vigi-hen amplen und dergleichen belangen, dweil ein ersamer radt und gemeinde 5solchs also haben vor gut angesehen, wollen ein pfafheit den auch zulassenund begeren, das ein ersamer radt und gemeinde specificir, ob sie die zinsUnd gulten auszwendig der Stadt gefeilig auch gemeindt haben wollen, danetlich jargezeit und liecht uf keiser konig fursten und andere gestift sein.

8. Uf den achten aller mönch pfaffen und nonnen auszsterbens be- iotreffen sagen ein gemeine" pfafheit, das solcher artickel in irem gewalt nitsteht. Was aber ein radt und gemeinde an beiden oberkeiten babsten keisernKonig fursten hern und ander, so kloster zuvcrwalten und pfrunden zuverliehenhaben, erlangen, mögen ein pfafheit für sich leiden.

9. Uf den neunden erstlich den bann und interdict betreffen antwurt ugeineyn pfafheit, das sie und ire furfaren nit änderst gegen gemeiner Stadtuan mit recht, wie sich der zeit gepurt hat, zu handthabung irer frieheitund gerechtigkeit müssen handeln, das sie sich uf ergangen handlung auchurteil und recht darüber gesprochen ziehen, darzu seindt solch irrung undz weitracht mit der pfafheit merglichcn nachtheil vertragen und hingelegt, 20auch alle furderung verziehen und begeben. Der zugerichten vhede halbeSa gen die pfafheit uf ire höchste pflicht, das sie zu keiner vhede wedder rathenoch dhat ye geben, sonder der selbigen grossen schaden mit sampt ge-meiner stadt wie augenscheinlich am tag leyt, gelitten, dweil aber ein ge-meine 1 ' pfafheit sich des unschuldig weisz und uf ander artickel über ire [5] 25w olvermögen sich begeben haben, verhoffen eyn pfafheit, ein ersamer radt^'t sampt der erbaren gemeyne werden solches bedencken und diesen artickel

e y irer warhaftigen entschuldigung bleiben lassen.

10. Uf den zehenden die muln und die bach belangen sagen pfafheit,as solcher den stift sanet Pauls in Sonderheit antrifl und sagen dechan und 30a P'tel desselbigen Stiftes, das solch muln und bach sampt andern des stifts

Suttern etlichen burgern und andern umb jerliche gulten verpflicht; so sie

an die mulen und bach übergeben musten, kunten sie die verschribne gulten

bezalen, zeygen auch do bey an, das sie mit 0 eym ersamen radt der

m uln und bach halben in freuntlicher bereddung eins briefs gestanden, 35

arinn erbitten sie sich nochmals gegen einem erbarn radt und gemeyne

er e rbarkeit zuerzeigen; wo aber ye solchs nit stadt habben, wollten sie

Vß s ersamen radts und gemeynde begere wilfaren.

,. 11. Uf den eilften die zoll wage kauf haus gelt und anders, so eyn

ischof in der stadt Wormbs fallen gehabt betreffen, antwurt gemeyn pfaf- 40

eit . das derselb eynen bischof und nit sie belangt, so vil aber an inen

°hen sie eyns ersamen radts und gemeynde nit widderfechten.

. 12. Uf den zwölften funftzig gülden eynem dhomprobst zustendig be-

S en , lassen eyn gemeyne pfafheit beschechen, dann derselbig sie nit anghet.

*) II». gemeinde. b ) lh. gemeinde. °) Ha. nit.

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