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Monumenta Wormatiensia : Annalen und Chroniken
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622
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622 Letzter Streit der Stadt mit der Pfaffheit.

sein, das dan die pfaflicit der Stadt und burgerschaft darumb billich kerungund erstattung thun.

10. Das die rnule und die bach, darüber der stift zu sant Paul bysz-anher geherscht, further gemeiner Stadt und dem gemeinen nutz zugeeigt

a werden.

11. Nach dem ein bischoff zu Worms zoll wege kaufhausz gelt undanders in der stadl Worms fallen gehabt hat, das soll abthan sein.

12. Die funftzig gülden, so ein ersamer radt dem dhomprobst vonwegen der zweyer zunft metzler und becker biesz anher jerlich gegeben hat,

io soll auch ab und further nit gegeben noch gereicht werden.

13. Das dhomcapitell sollen ire vermeinte gerechtigkeit des newenspittals zum heiligen Geist abthun a und dieselbig" Verwaltung allein zu derweltlichen oberkeit dieser Stadt stehn 0 .

Antwurt gemeiner pfafheit zu Worms uf beschwerung gemeiner Stadt2a. April u und burgerschaft daselbst uf sambstag nach quasimodogeniti anno etc. 25übergeben:

Wiewol die artickel angezogener beschwerung gemeiner pfafheit undsonderlichen personen zu merglichem nachtheil reichen, so hat doch ein ge-meyn pfafheit eynem ersamen radt und gantzer gemeyn zugefallen und zu20 gut die ytzigen schweren lauf betracht und gibt antwurt wie nachvolgt:

1. Uf den ersten artickel das wort gotes und evangelium betreffen ant-wort gemeine pfafheit, das sie an dem selben artickel nie kein abschew ge-tragen, mögen auch noch leiden, das solchs geschehe.

2. Uf den zweiten pfarher und diener pfarkirchen belangen, dwil es25 ein ersamer radt und gemeyne vor gut ansieht, so wollen es ein pfafheit nit

widderfechten.

3. Uf den dritten, dwil der selbig von allen mieszbruchen und cere-monien der kirchen in gemein lautet, beghert ein pfafheit die selben miesz-breuch und ceremonien zu erkleren speeificiren und benennen, so will ein

so pfaffheit eins ersamen radts und gemeinde gefallens die underlassen, diehurerey betreffen wollen sich die pfafheit nach eyns ersamen radts und ge-meyn wolgefallens halten.

•4. Uf den vierden die jungst rachtung betreffen sagen die von derpfafheit, das solch rachtung nit in iren handen sonder in verwarung unsers

35 gnedigsten herren von Worms sey, so vil aber Inhalt desselbigcn artickelsein gemeyne d pfafheit berurten, wollen sie daruf wie beghert verzeihen.

5. Uf den fünften Verzeihung aller gnaden und frieheiten, die einbischof und gemeyne pfafheit widder dieser Stadt oberkeit und herligkeit demheiligen reich zu nachtheil von bapsten konigen und keisern erlangt und er-

40 haben etc., sagen die von der pfafheit, das sie eynen bischof [4] nit zwingenkünden, so vil aber sie berurt, wollen sie dem volg thun.

a ) IIa. oberschoen. ll ) Hs. der dioselbig. e ) IIa. zuHelieon. d ) -"*

gemeynde.