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Monumenta Wormatiensia : Annalen und Chroniken
Entstehung
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607
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1483. 607

gescheen; doch ist daran nit vil gelegen. Aber vor dem bischove undbelcken», als jetzgemelt ist, sollen die rathern geen als die jhenen, die ge-leit in der stat geben. Dazuschen blibt der gantz houff der ruter haltenvor dem münster und so das Te deum laudamus usz ist und die fursten hernusz der kirchcn geen und widder uff die pfert sitzen, ryt man in die her- ib erg. Darnach geet man zum tisch in des bischofs sale, der pflicht denrate zuladen und auch der von Spier heubtlute.

[40] Item uff den tag des inrydens sol der rate swern dem hischovcnach lute der nuwen rachtung den nuwcn eyt, darin diser bischove uns ge-lingen hat durch syn gcwalt und listikeit. Got wolle es bessern. io

Den «rafften hat der rate gut zyt vor dem inryden sagen lassen, dassie sich auch rüsten mit irem harnasch und klcydung, deszghch auch die«linstknecht nach irem vermögen. Also haben sich die zunfft alle gemeynhchgerust nach vermögen iglich zunfft in irer kleidung und mit irem pannir, sosie sterckest mochten. So haben sich die knecht gerust, das ethch trugen Mbuchssen b undg]ene, etlich helmbarten, etlich swert, die waren zusamen ge-stalte igli c h rott( deszghch die zymerknecht mit iren exten auch zusamengeordent und uff den tag des inrydens sammelt sich die zunfft vor der Montz,deszghch auch die knecht und uff die gesalzt stunde gingen die knecht alleordenlich ye zwen und zwen miteinander und hatten einen heubtman, der »was vil in krigszleuffen gewest und kont die knecht wol orden, das sie eyntantz und eyn redlin machten. Darzu hat man ine eynen pucker bestalt miteyner pfiffen und am sontag vor dem tag des inrydens waren die knechtauch vor die Montz bescheyden sie zu monstern d , da deten sie einen tantzund lissen sich sehen. Darzu schanckt inen der rate den wyne und off den I»tag des inrydens waren die knecht in die furstat geordent von MentzerP f °rt an bisz an sant Martins pforten [41] und stunden mit iren werhen ufle yner syten ye eyner an dem andern; so waren die zunfft auch geordentnacheinander zugeen iglich mit irem pannir, als sie pflegen nacheinanderzugeen mit iren kertzen, bisz an sant Martins pforten, da teylten sie sich und .sostunden zu beyden syten ye eyner hart an dem andern durch die Kemmcrergasz bisz für das munster gar ordenlich in irem glantz hämisch und klcy-dung, also das der gantz gezeug der ruter must durch sie ryten und hattender rate und die erber gemeyn vil costens sich zurusten dem bischove undder stat zueren. Aber es wart nit wol belont des bischofs halber. Die Hzunfft gingen nach dem inryden mit iren bannirn ordenlich in ire huser,da waren etlich geordent im harnasch zubliben tage und nacht und zu-huden hisz die hern widder weg kamen. Die andern deten sich usz.Die zyt waren auch die pforten ussen und innen mit weppener undd'e° torn und letzen bestalt. Es hatte auch der rate lassen in etlich uort huser in den gassen buchssen füren, das wart den hern kont und hattendes eyn grossen verdriesz und undanck; darumb so noit were solch be-stellung zuthun, soff man es heymlich halten und volbringen. Aber uff diso

») U. b. am Rande. b ) b. hineinkorric/iert. °) g. hineinkorrigiert. J ) sie

•■ "i. an Handr. e) pforton — weppener und die am Rande 41