608 Der Einritt des Bischofs Johannes von Dftlberg in Worms.
zyt beduchl den rate, es were noit, nacli dem man in Unwillen was mit demliiseliove von des eydsz wegen als obgcmelt.
Ilem nach dem inryden schanckt der bischove den zunfften 2 fuderwins und 2 oclisen, das sie byeinander essen, und schickt auch nach allen.', zunfftmeistern und liesz ine dancken [42] und entschuldigt sich vor ine, dieirrung, die zusehen dem rate und ime entstanden, were er nit ursach sunderder rate, wolt ime nit tun, das sicli gehurt, und erbäte sich vil guts gegenden zunfftmeistern. Das verstünde der rate nit in gutem von ime sunder uffmeynung, das er gern parthylicheit gemacht bette zuschon rate und gemeyn.
i» Aber die erber gemeyn hilt sich alles zum rate gehorsamlich und wost wolan wem der gebreche was, dann der rat hat sin frunde geschickt in allezunfft und die irrung zuerkennen geben.
Ilem was auch gehotten durch den marckmeister alle gassen zufegen,mist uszzufuren, wasser in den husern, stallung, haw, haber, stroe, bett-
ir> gewant, brotkauff zuversehen", das vihe heyni zubehalten, alle kerebo undwagen uff den vihemart zustellen, die dorff so ir pfert und kie uff die Bürger-wyde triben, dorfften nit durch die stat tryben den tag.
Item 2 fuder guts wyns kauff't der rate zu verschencken den furslenund hern, neinlich '/> fuder wins dem bischove und 25 malter habern und
w den andern furslen den wyne, nemlich dem pfaltzgravcn 1 ame wins in[laschen, dem bischove von Spier in sin herberg (i firlel, dem Dutschmeisterin sin herberg 4 firtel und den graven 2 firtel und etlichen dapffern rittcrund knechten nach gestalt der Sachen. Darzu hatte der rate eyn silbernhecher bestalt, cost by 70 gülden, den schanckt er auch dem bischove 1 .
m [43/ Item bäte der bischove eyn tanlz zumachen, das geschach auch
im Tantzhuse, darzu der rate gäbe licht; so gab der bischoff kertzen von hofeund trinck und Zucker den frauwen. Es was auch das Tantzhuse ver-Bchrenckt und mit etlichen thurhutern im harnesch versehen, das kein gfi'drenge geschee.
so Item zu der schenck obgcmelt, die der bischove den zunfften dete, gn.b
der rate den zunfften und den knechten in iglich zunfft gehorten auch eynstuwer, iglichcr zunfft nach dem sie vil lute und knecht hatt, nemlich dengrossen zunfften iglicher 10 <tl. heller und den andern G oder 8 <U>. nach deinsie lute und knecht hatten; dann dem rate beducht gut sin die knecht by
81 den meistern essen umb mynner costen, auch umb des willen, das die lutebyeinander und die knecht zuchtig weren.
Item in dissem jare hatte der rate die becker gestrafft und 300 <U>. helle'von ine zu pene genommen darumb das sie nit recht gebachen hatten u»des rats ordenung, wiewol sie furmals offt waren gutlich ermant der clagc,
4i) die zunfTtmeister und gemeyn von ine deten. Dieselben 300 tt. gingen ullmit den schencken und stuwer den zunfften geschach.
[44] Dise hernachgeschriben haben sich gerust zu ryden dem rade zueren und hat der rate iglichem geben landisch tucli 2Va cle zu einem
n ) wussor in den ]i. — hrotkiinff znverselien am Handr.
4i ' 8. <i. p. 896, !'//'•