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Monumenta Wormatiensia : Annalen und Chroniken
Entstehung
Seite
598
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598 Dur Einritt des Bischofs Johannes von Dalberg in Worms.

der forsten rete widder den rate nemlich des pfaltzgravcn, bischoff von Mentz,

marggraven [23] von Baden und Wirteinberg und darzu alle gelerte undtreffelich ritterschafft im lande; auch zwivelt dem rate an dem obman, dembischoff von Spier, dann er hat glich sach mit der statt Spier, so hatten wir• von nymant kein hilft' noch bystant, die gemelten stette frunde forchten* sichalsz ser als wir 1 und uff alle gelegenhcit rieten sie uff ir eyde, das die rach-tung und eyt uns wol anzunemen were, dann wir übergeben nichts unddeten es mit eren, und als sich der rate darinn hart hielt, wurden der stettefrunde unwillig und sagten, wolt ir nit folgen, so hette ir uns wol doheim ge-10 lassen. Darzu erbott sich der bischoff uns brieff und siegel zugeben, das eruns keinen intrag thun wolt oder durch den eyt mee gerechtikeit zu unsund der statt nit zuhan, auch das er uns nit besweren wolt mit reysenSchätzung oder ander dinstbarkeit; aber wir funden an rate, das wir derbrieff nit nemen solten, dann sie geben anzeuge, das der bischoff solich ge-i5 rechtikeit zu uns haben mocht, des wir nit gesteen. Do nu solichs zu Spieran rate der stette frunde und ander unser frunde, der sere wenig bewertwas, funden wart, schickten der stette frunde ir botschafft von Spier geinWorms in unsern rate, da die zunfft auch versamelt waren 2 , und hieltendie rachtung furo. Also wart solich rachtung durch pt4j gemeyn rate ufl-au genommen in der gutlicheit in hoffen me willens zu erlangen dan mit dumrechtigen. Aber es holff nit, wiewol unsern frunden der bischoff zugesagthat, so wir uns gutlich bewysen, so wolt er uns auch vil guts thun. Alsnu der stette frunde und wir heym kamen vom tage zu Spier 3 , finge derpfaltzgrave Unwillen und Ungnade an und über vier tage darnach wurden25 uns die unsern gefangen und uns des pfaltzgravcn gleit versagt, das dieunsern nit Webern dorfften, und als wir unser frunde zu dem pfaltzgravcnschickten, konten unser frunde nit zuverhorung kommen und rieffen denbischoff an, der was cantzler und gewaltig im hoffe; aber er sagt unsernfrunden, er wolt uns nichts guts thun sunder widder uns sin, wir liessenau dan die gemeyn ime auch sweren; daruff redden unser frunde und sprachen:„Gnedigcr herr! wir meynten, wir weren gantz gerächt." Sagt der bischoff:„Neyn! die gemeyn sol mir auch sweren, so ist der eyt und rate, als manuff dem Sperwerzagel b4 dut, als on mynen willen, den wil ich auch nitlyden. So geschieht mir auch durch uwer burger intrag in myn zollen; aber

35 «) Jh. fochten. h ) IIa, Suarbezale, aber s. 599, 2.

1 s. Zorn p. 193. 2 Am 23. Okt. schrieben die Geschickten in Speier an den

Math in Worms: Ist die sachc soforre kommen, das man urteil geben sol, ob dermacht wir von uwer wiszhoit han zurecht gnug sy; inn des han obman und zusetzegutlicheit gesucht, die haben wir nit wollen oder mögen uffnemen und doch ÜB

4U besten das uch furbringen wollen. Darumb so wollet von stunt alt und nuwe reteund zunfftmeister auch alle die yo den rate besessen han, darzu die treffelichistenzwen oder dry usz iglicher zunfft versammeln, so wollen wir etlich usz uns zu uchkommen, so tag so nacht ylen, damit die sachen verhandelt werden. Bannnr. 1923. " Am 22. Okt. befahl der Itath dem meinster Petern, Claus Duchkaun

4s und Henchen Steffan nach Beendigung des Tags in Speier sich nach Heidelberg zumPfalzgrafen zuverfügen und ihm das Geschehene anzuzeigen mit der Bitte, der Stadtgnädig zu sein. Band nr. 1923. * Auch Sparwenzagel genannt, s. o. p. 315, -'•