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Monumenta Wormatiensia : Annalen und Chroniken
Entstehung
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599
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1483. 599

wann mir die gemeyn swerl, so wil ich thun, was uch liep ist." Daruffsagten unser frunde, der eyt uff dem Sperwerzagel were erberglich und viljare herkommen, so Lette aucli die gemeyn nye gesworen, man gebe auchdie zolle und wann darinn irrung geschee, were dem rate nit liep. Alsosagt der bisehoff: „Wir wollen mec davon reden." Auch baten unser ifrunde, [asj das er ulT sant Martins tag den rate wolt besetzen und die stattmit rate und gericht zum besten versehen, und als sin gnade ein tag gesatzt»at, lutc der gcmelten rachtung den eyt vom rate «meinen, des tags woltder rate warten, aber der gemeyn were der rate nit mechtig zusweren; eshielt auch die rachtung nit inne, so were man auch darumb nit veranlast ge- 10west, der rate kont auch die gemeyn des nit dringen nach verwantnusz dem>'iehe und eyde und glubde der rate alle jare dete der statt, gemeyn undburger by iren fryhcilen gewonheiten und alten herkommen zu hanthaben.Daruff sagt der bisehoff: „Was geet das das riebe an; hütet ir uch zu mir,weic uch das beste; dan wann wir einander getruwe weren und zusamen uhielten, so weren wir yderman starck gnug; so wolt ich uch auch gegendem pfaltzgraven uwer wort zum besten thun, das er uch gnedig were."Antworten unser frunde wie vor und baten alles gnade und gaben gut wort.Aber der bisehoff meint alles, das ime die gemeyn auch sweren solt, dann81 und sin pfaffheit weren nit sicher und dräuten ine. Das wart auch ver- aoantwurt, das solichs nit geschee; ob aber ymant sinen gnaden solichs fur-hrecht, der dete es umb keins guten willen. Aber der bisehoff meynt yc,es were wäre, das ettlich usz der gemeyn gedräut betten, darumb wolt ersicher sin. Zulest sagt doch der bisehoff: „Ich wil sehen, ob ich uwerburger, die gefangen sin, ledig machen möge, so ich dann nehst gein Worms askomme, wollen wir wyter reden."

[26J Also was der tag den eyt zuthun gesatzt uff samstag vor Martini.Uli' denselben nach mittag zu zwo uren hat der ingesessen rate den eyt ge-than nach lute des gutlichen entscheidts in bysin dry vom cappittel und funff°der sechs edelman des bischoffs frunde, und stabt der bisehoff selbs dem aur »te den eyt und als der rate den eyt gedat, meynt der bisehoff, das imeAndreas der statschriber auch sweren solt; der antwurt, er dorfft es nit thunnach lute siner verschribung dem rate übergeben inhalten, das er keinemher n zu dinst oder verbuntlich sin solt; so hielt es auch die rachtung nit'nne; so were er auch nit des rats l . Also liesz es der bisehoff darby und xssa gt, er wost wol, woe es geschriben stunde, das ime der schryber swerens °lt und mag sin, es stee geschriben in dem Wormszer rechtbuch im letstenca Ppittel.

In der gutlichen teyding von des eyds wegen als obgemclt wurden diso'»eynunge hernachgeschriben vorgehalten: «o

-, „ * Sei der Rathsbesatsung im J. 1492 wurde dieser Streit erneuert. Der Vilcar«8 Bixclwfg, her Andre Pellendorffer doctor und dhumherr verlangte, «MS Adam,'''■'' <m Stelle des verstm-benen Stadtschreibers Andreas getreten war, auch schwörens ""«; das wurde abaelehnt mit Hinweis auf das Prä Judiz im Jahre 1483, s. Eidbucli■vol. 86, A>>. «

S. Nor.