1483. 597
herkommen was, wolt es der rate zuvoran nit andern; so wolt es auch diegemeyn nit thun. Und als sich diu dinge verzogen und man dry oder viertage hat geteydingt, wart die gemeyn murmulen und hette der gemeyn mangern gewost, was es were, das man solang tagleysl und kein rachtungmocht funden werde und was es betudet. Do der rate das vername, liesz 5er gebott machen in alle zunffl und beschide alle zunfftmeister darzu usziglicher zunfft zwen die redelichsten, [il] darzu alle die den rate beseszenhatten ye zu zyten, in den rate und gab ine den handel zuerkennen, denfurter an die zunffl zubringen. Do das geschach, gaben alle zunfft demrate antwurt, sie solten dem biseboff thun, was man ime pflichtig were und 10»er l'ryheit und alter herkommen und gerechtikeit nichts übergeben, sieWelten lybe und gut by den rate stellen. Das hört der rate gern. Do derhisehoff vermerekt, das er nit folge hatte und sinen eyt nit erlangen moeht,do liesz er von der gemeyn und namc sich uff das male nit mee an, dasdie gemeyn ime sweren solt, und schickt nach den trefflichsten im rate, nach uettüchen allein, nach ettlichen selbander odder selbdrit und gäbe ine gutw °rt, wie sie so hart weren und ime so übel getruweten, er begert inekeinen abbrach zuthunde an irer fryheit recht und herkommen und bäte sie,•las sie der meynung ein als hernachgeschriben steet uffnemen. Daruff gabendieselben rathern wyszlich antwurt, es stunde nit allein an ine sunder am Mra te und an der gemeyn, so weren sie dem heiligen rieh gewant; darzuhetten sie gelobt und gesworn die statt und gemeyn by altem herkommenz u hanthaben, baten sin gnade sich gutwillig und gnediglich zubewysen,der rate wolt ime doch gern thun, was man ime thun solt. Do nun kein"littel mocht funden werden in dem eyde, ryt der bischoff mit Unwillen weg »und schickten sich beyde teyl zum rechtage gein Spicr für obman und zu-setze nach lute des anlasz und was alle irrung, das der bischoff nit woltzulassen in dem eyde das wort unser fryen statt Worms, dan er woltuit > ßa] das der rate gegen ime sagt: Unser statt oder frystatt, sustgontt er dem rate wol also zusagen und zuschriben an allen enden auch ngegen ime, uszgenommen im eyde. Er wolt auch nit, das Worms ein frystatt were gegen ime. Doch liesz er nach, das es ein gefryet statt werean er nit gantz fry. Da man nu gein Spier zu dem rechtag käme mit derstette frunde Basel Straszpurg Spier und Franckfurt, wart geratslagt, ob manm dem anlasz bliben odder understeen solt darusz zukommen mit recht, als 35d 'e Juristen meynten, oder ob man gutlich teydingen solt. Do wart an ratehmden, das man dem anlasz gnug thun solt und sich zum rechten schicken.Also do man in das recht käme und das recht angefangen was, suchten°ßman und zusetze gutlicheit; die wart funden nach lute der brieff darüberund allermcynst irrung was umb die wort unser fryenstat und umb das 40schirmen und hanthaben. Also käme es zulest uff den eyt in der rachtunggeschriben; der bischoff meynt auch, der rat solt ime sweren an der stegenöffentlich; das wart abgeteydingt; der rate hette es gern besser gesehen,^her es mocht nit anders sin, dann gewall wort gebrucht und drauwort.So was der pfaltzgravo mit dem bischoff daran und widder den rate; der «hisehoff was by allen fursten vast wol gehört und verdient und halte by ime