596 t> er Einritt des Bischofs Johannes von Dalberg in Worms.
[19] und das capittel damit bitte, das sie uff eltlich mittel gedencken, die zur
gutlicheil dienen, was dann der rate mit eren und on abbrucli irer fryheit
7. Okt. und gerechtikeit thun mag, wil der rate gutwillig sin. Actum 3 a post
Remigii. Daruff hat der rate sin frunde zum bischoff geschickt, die sin gut-
6 lieh von ime gescheiden mit Worten, aber die werck waren ferre davon.
u. okt. Darnach uff donerstag ist dem rate ein tagbrieff kommen von unserin
aj.oki. liern von Spier, der tag kurtz angesatzl nemlich uff mitwoch nach Luce
ewangeliste und ist der rate dannoch ungeschickt gewest mit sinen roten
und zusetzen und hat darumb zu dem bischoff von Spier geschickt und ine
in bitten lassen den tag zu erstrecken acht oder viertzehen tag; das bat er nitzusagen wollen und ettlich ursach ander gescheffde sich doch darinn gegenunserm gnedigen herrn von Worms gearbeit lute der schrifft deszhalb usz-gangen, aber der rate mocht kein erstreckung des tags erlangen 1 , dann eswas die meynung, so des bischoffs sach uszgerachl wurden, so wolt dan der
is pfaltzgrave auch an den rate. Darumb ylten sie, das der rate nit hilff sucht.
Also hat der rate zwo botschaffl uszgesant gein Kranckfurt ein, goyn Spire
Straszpurg Bacsel die ander 2 , sie bitten ine solichen iren tag helffen zu
leisten ine zu raten oder sieb als zusetze gebruchen lassen, wie dann in
13. okt. irem und ander der stette frunde rate finden werde. In des uff montag nach
so Dionisii ist unser herr von Worms herkommen, dem bat man den wyne ge-
n okt. sehenckt. Darnach uff dinstag fru hat das capittel f-jo] sin frunde uff den
Durgerhove gesant, die haben anbracht, wie sie die sach gern gute sehen
und begerten den geineyncn eydt, so die burger dem rate sweren und auch
den eyt, so der rate dem bischoff meynt zuthun. Also hat ine der rate den
js burgereyt lassen lesen, die ir burgerrecht uffholen 3 mit erbietlen ine desein abschrifft zugehen. Man hat ime auch den eyt geben der rate ineyidzuthun dem bischoff zum inryden; damit sin sie weg gangen wyler an denbischoff zusuchen. Darnach haben sie widder zum rate geschickt und be-gert abschrifft des gemelten hurgereydls; die hat ine der rate geben. Also
:io haben sie allerhanl mittel in dem eyde gesucht und angeben als her nachgeschriben sin allerhandt meynung, das da mit die irrung hingelegt wurde,aber unverfänglich, dann dem rate gehurt nit nachzulassen nach des bischollsmeynung und besorgt abbrach dem rieh und auch der statt. Es wart auchgefordert, das die geineyn dem bischoff sweren soll., dwil es aber nit also
39 ' Am Vi. Okt. (Udenheim uff sontag nach s. Dyonisien tag 148.'!) lehnte Bischof
Ludwig von Speier das Gesuch der Wormser um "Erstreckung des Tages «l>, weil ''"'•'■'
nur mü Einwilligun/j beider Partheien anginge. Und haben daruff dem . . . liern vonWorms/, geschriben, gebetten und geraten uffschlag solicha tags zu lyden und soim das gefallen wolle oynen andern tag uff montag nach a.lierheyligen tag '"'"
4n nennet gehabt, was der Bischof von Worms abgeschlagen htdjc. Diese abschlägiff 1Antwort iat vom selben Tat) (zu Heidelberg) datirt; Dalberg motivirt ex mit, Geschäflen,die er an jenem entrechten Tag im Auftrag den Pfalzgrafen zu erledigen hobt'. /''''liti/j'e dem Domkapittel werde es gelingen, die Wormser zur Annahme des neuen WHzu bewegen. Er vertraue auf die, Gütlichkeit. Band nr. 1923. Originalschreiben. Am
<r, Kl Okt. baten die Wormser den Speirer Bischof nochmals um Verschiebung. Co]» 11 '"'Band nr. li)23. 2 Vgl. ]>. 68 dieser lls. eine Ergänzung: Item in des bat der rat
sin frunde uszgeschickt nemlich herr Marx Wngentrybor goyn Straizpurg und BftMlauch zu den von Spire und her ('laus Duehkaulf und Johann Wollfgin geyn l'YaneK-furt etc. a x. o. p. 840.