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Monumenta Wormatiensia : Annalen und Chroniken
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592
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592 Der Einritt des Bischofs Johannes von Dalherg in Worms.

ingeritten, gutlich oder allein oder durch bcyderteyl frunde vertragen, das mandes obmans nit dorffte, und als sin gnade gerett hette, die dinge zustellenan die gerneyn und ob der genanten einer usz den altmeistern dorfft uffsinen eyt sagen [10], das solicher eydt also gescheen were etc., das wolt der

5 rate uffnemen. Sprach der bischoff: „Ich han es gerett, aber es was mynnieynung nit, das ist wol zugedencken, das ich ein solich Sache nit an diegemeyn stellen kan oder uff uwern eydt, dann ob uwer einer das swure,were als eyn buwer im Odcnwalde dem andern ein eyt lyhet." Die smehe-wort und Verachtung must der rate auch lyden, darzu sagt er auch: „Ich

10 wil uch darzu bringen, das ir mir den eyt nach mynem willen swerenmüsset, das solt ir mit uwerm grossen schaden innen werden, dann ichwil in die statt kommen, wann ich wil und ich han all die jhenen die mirdarzu helffen".

[11] Und do der biscboff ye nit von dem obmann und usztrag steen

is wolt, böte der rate das recht uff die obgenanten, die sie zu obman furgebenund besunder und folliger uff den pfaltzgraven erkennen zu lassen, were desobmans halb das vollichst genugsam gebotte gethan hette, das wolt derbischoff auch nit uffnemen und gebracht üppig drawort; das brachten desratsfrundo auch an rate. Also do es nit anders sin mocht, name der rate

20 den bischoff von Spier uff zu einem obman, dann der rate besorgt grosserUngnade und duret ine der coste und rustung des bischoffs und siner frundeund der statt und burger, sust hette der rate den obman nit uffgenommen,so were das inryden underwegen bliben, das etlich des rats beducht bessersin dann in solichen anlasz zugeen; aber es was das mynner teyl im rate.

25 Do das dem bischoff anbracht wart, das der rate den obman uffgenommenhette, do was es siecht und slug die glock zwey ure nach mitternacht. Darunsagt der bischoff: „Wir wollen nu gut frunde sin und wollen miteinanderessen und tantzen und ich wil mich schicken zum inryden; aber es ist spedc,ich besorg es möge vor mitag nit sin und han gedacht, das es nachmittag

ao geschee umb ein ure, dann die koche noch ruter können sich nit rüstenund ich musz es von stundt myn herrn pfaltzgraven zuwissen thun. I cnbitte uch, lasset mir ein botten usz"; das dete der rate. Also sagt derbischoff: „Lieben frunde! Legt uch slaffe [12] bisz zu sechs uren wollenwir wyter reden von dein anlasz und was noit ist besliessen." Also wart

36 morgens von dem anlasz geret den inschrifYten zuversiegeln, als es auch g e 'schach. In dem was der rate überkommen mit dem bischoff zureden:„Lieber gnediger herrel Uns kompt für, das vil fremder lute herin kommenwerden und das unser gnediger herre der pfaltzgrave deszglich uwer gnadeauch vil ruter haben; so sint auch algereidt vil fremder lute in der stau;

40 darumb bitten wir uwer gnade uns die statt helffen versehen. Es ist b vunserm alten herkommen, so vil fremds volcks in die statt kommen ist vonfursten oder herren oder sust, das dann die fursten ir hoffmeister odeiheubtlute haben spruchnus gethan, der statt kein schade zusin; darinn bittenwir uwer gnaden auch zu raten"; und stunde by dem bischoff herr Götz

« von Alletzhcirn, herr Hans von Gronberg und doctor Bernhart. Do antwurder bischoff: „Lieben frunde! Myn und myner frunde halb ist es nit noit,