1487. 555
sein regalia und freyheit durch unsern herren den Romischen keyser zuPranckfurt gelüien und bestottigt scyen >, darumb unser herr von Wormbsgetruw, das mit sollicher rachtung zu lesen nit still gestanden soll werden,angesehen das er nie kcynen mentschen zu Wormbs erzornet hab 2 , auchangesehen das er unsers g. herren pfaltzgraven cantzler und diener sey 3 und ssc inen namen hab von der stadt Wormbs, so hoff er, es soll nit still ge-standen werden . . . Der Churfürst getruw, das auff eyn new mandat, dasnu und ungehort vor nie mer dergleichen ye gesehen sey, ein rat nit gever-nch stillgestanden hab; es sey auch nit still zu stene über sollich hohePflicht, dann ein iglich iurament, das nit wider got noch wider der seien 10neil oder wider den gemeinen nutz sey, mog nit tollirt werden; so sey discPachtung nit wider got, sunder mit dem gemeynen nutz dran; darumb möge siemt stillgestanden werden. Und solt also leichtlich auff das mandat still ge-standen werden, so must man gedencken, ein rat hett willen darinn [''] unddas es durch ein rat auszbracht, des sich eins rats frunde gegen unserm ltgnedigsten herren pfaltzgraven entschuldiget hetten und gesagt, es were one°yns rats wissen und willen, dem rat nit liep. So were ein bischoff undstillt in erbschirm eins pfaltzgraven und ein pfaltzgraff des stiffts man undgeburt im den stifft nit zuvcrlassen * und wie hoher der schirm ye mer seingnad schuldig were zu schirmen und mocht einem rat und der statt grosser 20unrat darausz fallen. Und wollt sein fürstlich gnade darfur haben, rat undgemeinde wurden ansehen ir eyde und pflicht und den genug thiin undjut still stene, dann aller glaube stee auff eyden und verschreybung zwuschen'runden und fyenden in allerwclt ... Es wurde auch grosz verdrucken beyaj'cn nachpawren: so sey man auch dem reich nit verwandt anders dann ase'n freystatt. Auch anzusehen das der bischoff wole gefrundet sey, der wurdf' 3 J auch darzu gedencken mit hilff seiner frunde, was last beswerde und,lru ';ut darausz fallen mocht eyn yder gedencken. So sey eyn bischoff^unds "fft im schirm eins pfaltzgraven, solt sein gnade des ermanet und angeruffenwerden, mocht sein gnade ein stifft nit verlassen und must einem rat den :iosehirm auffsagen. Darumb hab sein gnade geschickt zu warnen vor unrait
"JMÜbe* «können, und ob des notdurfft würde, auch mit achte und anlaitton alsReihen hofgeriehts recht ist, richten sullen und mügen, doch uns und dem heiligen0H0 ' an unsCTm teile, die uns an der selben peen und fällen gehuret, und unsZ,.unserm proourator fiscal, die vorgenanten von Worms als ottt es auch zu .15^„ Ulun k "m')t, under irer statt insigcl schriftlichen verkünden und zu wissen tun" u len unvergriffenlieh und unschedlich. Und wir gebieten darauf unsern und des>uchs hofriehtern zu Rotwil, so yeezuzeiten sein, und den urteilsprcchern daseil,s,Z1 n " "id als offt sy von den vorgenanten von Worms umb soheh vorgomelt peenund tolle in gegen irem übertrete? also zu richten angelanngt werden, daz sy als- 40' l ' ln n beden teilen rechtteg für sich sec/.en, darumb erkennen und ergeen lassenin y °I ; stet - was recht ist, darezu wir in auch von Romischer kaiserlicher macht' n craft diss briefc ganezo und volle macht geben, iccz als dann und dann als lecz etc.
Ad mandatum domim imperatorisin consilio Ulricus Weltzli Vicecancell. 45
Auf der Rückseite:ötophanus Kolhegk.ft.-A, W. nr. 44'.) or. mb. c. sip. pend. del. Vgl. Arnold II, 449.«„,. ! V !)l- Mornewedi c. p. 104, Note 114. * Eine wissentliche Lüge. ' s. Mor-
newe 9 l c. 63f. i S. ÜB. II, nr. 637, p. 413f. »0