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Monumenta Wormatiensia : Annalen und Chroniken
Entstehung
Seite
556
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55B Beilage: Acta Wormatiensia.

und beswerde, so ine zufallen mocht, in getruwen, sie wurden sieh nochmalsbedencken und ihiin als sich gebart die raehlung zu lesen, und so das ^e-sclieen, weren dann irrung oder gebrech und sein gnaden derselben bericht,wollten sein gnade sich gar gnediglieh darunder beweisen. Es were auch5 nit unsers gnedigsten herren meynung dem reich yelit abzubrechen, aber desdem stillt zustünde im zu schirmen.

Und als sich sollich redde geendet, stünden sie uff und gingen ab.Also ordent der rat zwen nüner, zwen XVI. und gingen der gemeyn burger-meister und ein schreyber mit von zunfften zu zunllten, wie obstect, und

10 retten sie die obgeschriben meynung, doch mit etwas scherplTern zugelegtenworten, sunderlich das der rait sollich mandat aus/bracht möge haben onewissen und willen einer erbern gemeynde, darausz der gemeynde grosz be-swerde und unrait lallen moebt. Und am letsten das unser herr der pfaltz-grave den bischoff nit verlassen weil und must der stadt schirm [''] auffsagen

15 und das billich nach dem er des stiffts mann sey.

Darnach auff den abent wurden alt und new rete besatnell auff demßurgerhoff und alda die zunfftmeister auch geheischen, die dann von dergemeind geordent waren den pfaltzgrevischen reten antwort zu geben; diewurden ingefurdert und gefragt, ob und was sie zu antwort geben wollen.

w Also sagten, sie betten gebort unsers gnedigsten herren pfaltzgraven reteWerbung und were ine swere, das sie solten ir eyde und cre geschuldigtwerden. Doch wollten sie dem rat anhangen, leybe und gute zürn ratesetzen, nach dem sie einem rate golopt und gesworen seyen und stellen diesach zum rat; doch das ein rate sie versehe ir cren und das sie wege und

It siege geprauchen mögen und ir narung suchen. Und den reten wolten siediso antwort geben: sie haben gebort ir Werbung und was ein rat darinnlliet, das were ir guter will und getruwen der rate werd sie wol versehen,dann sie betten die iren da sitzen, die sie jerlichs darzu koren, was diedeten, dabcy wollten sie bleiben. Inn der antwort dem rat gegeben hett der rat

so nit vast wolgefallcn, nachdem die weitleufftig und vcrdinglieh was; doch licsz man

es dabei und sagt ine, das sie ordenen enmorgens den reten antwort zu geben.

Am sambstag morgens fru hett man aber all und [14] new rete ver-

leil, auch die zunfftmeister, und Hessen die zunfftmeister ir antwort aber

melden obgemeltcr meynung. Der antwort halber was der rat vast betragen,

:i. r i dann man besorgt, die gemeinde wurde dem rate absteen und wist sich derrat nit ausz der antwort zurichten, wes sie sich zu der gemeinde versehensolten. Doch bedeucht den rate die antwort, die die zunfftmeister den pfaltz-grevischen reten geben wolten, füglich genüg und licsz der rat dieselbe ant-wort auffzeichen und gab demselben, der es reden solt von der zunfftmeister

to wegen, nemlich Bartholmes Diel, des einen zettel, darinn er sehen und nitirren mocht, und als in demselben die pfaltzgrcvischen rete auch auff denBurgerhoff in der vierer ' stuben waren, licsz der rat gesehen, das die zunfft-meister ir antwort geben. Des geschec bescheidenlich.

1 Das Viereramt war eine Unterabtheilung des Itaths mit gerichtliclicn und ver-

45 ivaltungsrechllichen Funktionen, namentlich hatten die Vierer Bürgerrechts- und F tf fW H tWw*

scliaftssachcn zu besorgen. Vgl. St.-A. W. Band nr. 1948, ferner die Viereramts-Akten.