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Monumenta Wormatiensia : Annalen und Chroniken
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554
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554 Beilage: Acta Wormatiensia.

Auf der Itiickscite:

Jacobus Widerl.St.-A. W. wr. 4SI. or. mb. c. Big. pend. dcl. Vgl. Arnold II, 448.1455 zu der Newnstatt nach 8. Philipp und Jacobstag (I. Mai) bestätigt Kaiser5 Friedrich III. der Stadt Worms ihre Privilegien und vermehrt sie:

Und wan wir dann durch der vorgenanten von Worms botschaft derselbenstatt merclich gebrechen, dadurch dieselb statt in zukomcnden Zeiten, wo der nitfürgesehen würde, in vergenglicheit ires wesens komen mochte, auch underricMsein, haben wir umb f'iirdrung und zunemons willen der benanten statt, sy bei uns

10 und dem heiligen reiche in gutem stat und wesen gnediclich zu behalten, den vor-genanten burgern und statt zu Worms dise nachgeschriben befunden gnaden getanund freiheit gegeben, tun und geben inen die von Komischer kaiserlicher machtvolkomenheit auch wissenlich mit disem brieve. Und wellen daz nw hinfür nye-mands, wer der oder die sein, geistlich noch werltlich person, keinen hove, wonuiif?

is noch ligund gittere in der statt Worms und irem burkchbanne gelegen, kaufte nochin einig ander weis an sich nemen sulle noch möge, one besundcr gunst und ver-willigung des burgermeister und rates daselbs, der oder dieselben wolten dann deinrate und der statt mit stürn und andern dinsten und sachen zu der selben stattnotdurft't davon tun und mitleidung haben, als dann burger zu Worms von iren

20 hausen oder gütern da selbs gelegen tun, ungeverlich. Bcsehech auch, daz hinfuriemands, der oder dieselben nit burger in der benanten statt Worms were, einienhove, wonung oder ligunde gütere von erbschafft, vervallner zinss oder schuld wegenanfiel oder zugeteilt würde, daz dann der oder dieselben solich angevallne oder zu-geteilte hove wonung und gütere über jares friste in seinen hannden nit behalten,

25 sunder die einem burger daselbs verkauften und zuwennden, der dann der benantenstatt davon tun sol, als derselben statt recht ist, es were dann, daz er selbs davontete oder tun wolte, was dann einem burger von solichem gut nach der statt rechtzu Worms zetun gepüret, so magc er das dieweil selbs wol innhaben und gc-prauchen. Und daz auch die vorgenanten burgermeister und rate gesecz und ord-

30 nungen, wie sy die zu irer statt und gemeinem nuez daselbs gut und notdurfft z ßsein bedünket, aufseezen, ordnen und machen mügen, doch uns, unsern nachkomenund dem heiligen reiche an unserer oberkeit und rechton und sunst monielich Wseinem rechten und gerechtikeiten unvergriffenlich und unschedlich. Und were esauch, daz hinfür dem genanten rate der stat Worms ein recht mit irem eide zetun

35 erkannt würde, umb was sachen das were, und denselben eide villeicht nit der ganc^rate zu Worms mocht getun, daz dann der merorteil desselben gannezen rates, derdann ye zu denselben Zeiten ist, solich recht, ob sy es tun wolten, mit iren eidenan stat und in namen des ganezes rates der stat Worms volfttrn und tun mögen.Und wir gepieten darumb allen und ieglichen.füraten geistlichen und werltlichcn,

40 graven, freien herren, rittern, knechten, lanntvogten, lanntrichtern, vogten, arap*"leuten, schultheisen, burgermeistern, reton und gemeinden aller und ieglicher stett,merekt, dörft'er und gepiete, und sunst allen andern unsern und des reichs under-tanen und gotrewen von Romischer kaiserlicher macht ernstlich und vestielich 8Wdisem brieve, daz sy die vorgcmelton von Worms und ire nachkomen an den voi-

45 gemelten iren gnaden, Freiheiten, brieven, Privilegien, rechten und altenherkonieund gewonheiten, allen und ieglichen in Minderheit und besunder, an diser unseinewen begabung und vorsehunge nit irren noch hindern in dhein weis, sunder «dabei getreulieh beleihen lassen, als lieb inen sey unser und des reichs ungnad undie pene in der obgemelten unserr vorvarn am reiche brieven und Privilegien . » e

so griffen zu vermeiden, und darezu über solich peen fünffezig mark auch lotigs gol" 0, 'die desgeleichen zu beczaln vorvallen ze sein. Und auf das die vorgenanten v°Worms empfinden, sich unserr keiserlichen gnaden noch milticliehcr zu Keni cl ?|? e nund sich desterpas bei uns und dem heiligen reiche und iren vorgcmelton freiheiK>behalten mögen, so haben wir in auch dise besunder gnad getan, tun inen die au

55 in craff't dies briefs, ob yemands wer der were, ire und der vorgenanten stat trheite also frovelich uberfüre und dawider tete und sich dadurch in die peeniren obgemelten freiheiten und privilogien begriffen fellig machte, daz sy dann u .selben übertrettern irer freiheit umb solich peen und feil in den solben iren \ {heiten begriffen, als vil in der zu irem teil zugebüret, vor unserm und des rei'

oo hofgerichte zu Rotwil, in die zu beczalen mit recht fürnemen und darumb ve ^-t,fertigen, und daz auch ein ieglicher unser und des reichs hofrichter und die uiW*Sprecher daselbs, als ott't es zu schulden kumbt und begeben wirdet, an unserr s