550 Beilage: Acta Wormatiensia.
schrillt anbotten und baten damit sein f. gnade, ob sein gnade ycht l'ur-kommen oder anlangen wurde, das sein gnade dem rate so gnedig wereund den rat durch [s] nyemant verunglimpften oder sein gnade verunwilligenHesse, sonder eynen rat auch gnediglich zuverhören. Auch so het man ver-9 standen, wie etwas rede auszgeschollen, das die von Wormbs unwillig werenan seiner fürstlichen gnaden schirm und sich weither bearbeiten solten umbschirm besonder gegen cynem bischoff zu Mentz und wegs ziisüchen sichausz seiner gnaden schirm zuthun etc. Solichs were onzweivel gantz niteins rats will oder meynung, hat auch des nit gedacht ziisüchen, sonder
iü man were seiner gnaden schirm gantz willig hochgetrost und wolten, dasdie von Wormbs vor langen jaren dar inn gewesen weren, man wolt sichauch solichs schirmsz halten und vertrösten zu seinen f. gnaden, hoffen, erliesz eynem rat nit versagen und solt ine ein gnediger here sein.
Darauf! liesz sein gnade des rats botschafft sagen durch den hoffmeister
ig hern Götzen von Adeltzheym, der alleyn bei seinen gnaden was, sein gnadehett gehört cyns rats botschafft und Werbung und in guten gnaden ver-merekt und wolt sie nit versagen lassen, sunder ob sein gnade etwas an-langen, wurde sie zeyt genug wissen und verkommen lassen zu verhorungund züverantwortten und ine ein gnediger her sein und ob dem rat gc-
20 meynt were, so wolt sein gnade auch mit dem bischoff lassen reden undwes sein gnade weither thfln solt der sachen zu gut, wollt sein gnad sichgnediglich beweysen. [''] Des danckten des ratsfrunde seinen gnaden undsagten, sie mochten wole lcyden, das sein gnade mit unserm herrn dembischoff von den dingen redt und wes zu gut mocht furgenommen werden,
25 wolt sich ein rat auch gutwillig und geburlich halten; und schieden damit ab.
Dessclbigen tags gingen desselben rats botschafl't zu unserm gnodigen
hern von Wormbs, der auch in der cantzley was, in eyn besonder stübe und
nam sein gnade darzu Hans von Morszhcym faiit zu Germcrszheym, Hansen
von Rodensteyn und ander der Pfaltz rethe, da redten des ratsfrunde, wie
30 ine eyn mandat von unserm allergnedigisten hern dem Romischen keyser zu-kommen were under anderm inhaltende, wie der rat gegen seinen gnadenund der pfaff'heit stillstene solt mit pflichten. Nu het sich villicht geburt amnechstvergangen sontag die rachlung zu lesen, da hett ein rat zu der pi'aff-heit geschickt ein convocatz begert und ine das mandat angezeugt und sie
äs gebetten auff diszmal in rüge zu steen, der rat wollt sich erfaren, wes in'zu thflnde were nochmals zügescheen wes billich; das eugt man seinengnaden im besten und bede sein gnade solichs gelegenheit des rats auch HBbesten zuverstene und nit in Ungnaden, der rat wollt rats leben und wesgut erfunden wurde nit abzustellen sonder nachmals gescheen lassen, wes
40 sich geburt.
[9] Auff solich vcrhandclung und verhalten warde unser her der bischollhoch bewegt mit ernstlichen wollten sagende: Er wollt seinem stifft nit ab-brechen lassen und solt er daran wagen hawte und hare, leib sele ere undgut und uncristlich zu reden, er wollt im ee ein messer in sein eigen hertz
45 stechen, dann das under seinem namen dem stifft solt solicher eintrag " ntlabbrüch gescheen etc. Sagten des ratsfrunde, des rats meynung were nit