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Monumenta Wormatiensia : Annalen und Chroniken
Entstehung
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546
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546 Beilage: Acta Wormatiensia.

Ilem darnach ist der keyser ausz Österreich im reich umbgezogen voneiner stat zu der andern im oberlandt und also herab gein Wurtzpiirg undfuraber gein Franckfurt und furter den Rein ab zu seinem son hertzogMaximilian, der käme zu ime zu Gftlln und zugen den Rein heraufT wider

5 gein Franckfurt; dahin waren beschriben alle churfürsten und vil anderi'ursten und stende des reichs 1 . Da warde des keysers sone Maximilian zuRomischem kunig erwelet anno etc. im funffundachtzigisten" jar in dervassten 2 , und zogen keyser und kunig mit den churfürsten gein Ach undwardt der kunig gekrönet 3 . Darnach zöge der keyser mit dem kunig seinem

10 son in sein landt gein Flandern Holandt Brabant etc.

Item die zeit als der keyser und kunig mit den fursten zu Franckfurtwaren, wardt aber ein anslag furgenommen zu hilff dem keyser seiner erb-landt und die stat Wormbs angeslagen für achtzehenhundert und zweinlzigguldin* und deszhalb keyserlich mandat der stat zugeschickt soliclien anslag

t8 zu [''] antworten bey mereklichen penen. Also wardt man rats und schicktdes rats botschafft hin ab gein Brabandt gein Antwerp zum keyser, nemlichher Jörg Hemspbach, Hamman Liesperg und Adam statschreyber obgenant,der stat armut und notdurfft aber zuerclagen, das man des nit in vermögenwere. Also was der keyser im ziehen herauff; da warden des rats bot-

*o schafften bescheiden des keysers zu Wormbs zu warten und dann an dieding zu manen. Darnach käme ein ladung umb ungehorsam. Also ge-schach, das der keyser her gein Wormbs käme 5 und warde gar erlich ent-pfangen als davon sonder zeichnusz ist in dem bergamenen buch von ent-pfahung keyser und kunig sagende °. Und kamen des ratsfrunde für sein

sr> keyserlich gnad und crzellten da der stat anligen und notdurfft; das höretder keyser gar gnediglich und sagt der stat zu, er wollt ir gern gnad undhilff beweisen und das man nachvolgt gein Speyer, da wolt er ein zeitpleiben 7 . Darnach sebickt der keyser aber ein citatz dem rat und auff dietermyn schickt der rat sein botschafft gein Speyer nemlich her .Tost Wycker,

30 Hamman Liesperg und Adam statschreyber, die warden aber gnediglich ver-hört. Aber des anslags halben mochten sie nit ledig sagen erlangen. Nichts-desterminder beclagt man sich des Unvermögens und wurden des rats bot-schafften durch des keysers rete vleislich erfraget, wie es umb die stat Wormbsgelegen und wie sie also zu abgang und verderben khomen were. Also

sr, zeugt man an mereklich grosse dinst [3], die die stat Römischen keysern

a ) acht stellt auf einer Rasur.

1 Am 15. Okt. 1485 war K. Friedrich in Nürnberg, von liier ging er nach Augs-burg, Speier und Köln, wo er sich am 14. Dez. aufhielt; am 29. Dez. traf er in Aachenmit Maximilian zusammen; vom 5. — 20. Januar 1480 weilten beide in Köln und anl

40 31. Januar traf Friedrich in Frankfurt ein, wo der wichtige Reichstag gelullten, a 1i iwelchem Max 10. Fein: zum Römischen König gekrönt wurde. ' 2 Vielmehr W

10. Felrr. 1480, s. Ulmann, die Wahl Maximilians I. in Forschungen z. D. GeschichteXXII, p. 188ff. 3 Am 9. April, s. I Jimann, Kaiser Maximilian', I, p. 8. 4 N ac ' 1

Müller Reichstagstlieatrum III, p. IT wurde Worms auf 2000 Gulden angeschlagen-

4r» ' 5. Dez. 1480, s. Chmel, lieg. wr. 7881. " Ist verloren gegangen. ' ''Städte-

tag zu Speier am Ende des Jahres 1480 bis Febr. 1487. Hier war Worms durch Ma$Morszheimer vertreten, vgl. Lehmann, Speir. Chronik p. 911.