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Monumenta Wormatiensia : Annalen und Chroniken
Entstehung
Seite
377
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1494. 377

nachdem wol 4 und mer gewaffneter us allen Zünften verordnet waren vonder Rhinpforten an bisz hinuf am marek , mustcn dieselben laufen und sichstellen von" sanct Martins pfort an bisz die Kämmerer gasz ufhin am marek.an der könig hat den rat lassen wissen, woll man sine gemahl höflichempfangen, Hesz er geschehen; aber sine kön. mayestat wolt spate und mit 5er n acht kommen und mit imc kein fest oder hofieren gehabt haben.

[22] Also ward die königin empfangen von den reutern, ratsfrundenar n nuwen tor mit den und dcrglichen Worten ongeferlich: „Allerdurch-euchtigste groszrnächtigstc königin, allergncdigste frawl E. kön. mayestat undde s h. richs getruwe gehorsame und gantz willige untertane burgermeister 10r at und ganlz gemeinde der statt Worms seint E. kön. mayestat zukunft hochund hertzlich erfreut und haben uns befolen E. kön. mayestat in aller Unter-tänigkeit dienstlich zu empfahen. Dieselbe E. kön. mayestat in Gott tun will-ommen sein und wünschen [23] E. kön. mayestat ein glücklichen stand lang-'crig seligen zu leben und regieren und erpieten damit E. kön. mayestat ir u

ertenige S an ^ z willige gehorsame dienst und was sie eren liebs und guts

ermögen zu allen ziten untertäniglieh entpietend E. kön. mayestat wolle

urgermeister rat und gemeind samt der statt in gnedigen befehl haben,

, c ' n gnedige vorbittern bi unserm allergnedigsten herrn dem Romischen

on 'g und auch daselbst ir allergncdigste königin sein", mit neigen und so

ndern erzeigungen, wie sich gepürt. Daruf [24] der königin hofmeister herr

icJas von Virnion* redet von wegen der königin, denn sie kante kein

eutsch, mit gar gnädigem erpieten der königinne, das nit not ist alles zu

schnben. Und als die königin ir gebet zu unser lieben frauen gesprochen

la t, sasz sie uf ir pferdt mit etwan vielen iren jungfrawen, die auch ritten, 25

un d quamen also herin bis an das backhus zum Suecl 0 , am selben ort

unde der gantze rat und viel andere lut, fremde und heimbszc, da ward

s 'c aber desglichen mit Worten wie obstet empfangen und daselbst [25] nam

der rat unter das bücklin ' 2 , das trugen vier mann vom rat, darunter ritte

e königin und folgt ir der gantz rat uf dem fusz bis uf den Domhof mitten 30

uem platz, da stiege sie ab mit allen iren jungfrawen und frawen, da

unde der bischof und probst mit etzlichen andern prelaten in korkappen

n d hatten silbern und gülden kleinod von hciltum in iren händen und

°nderlich der bischof bestrich sie und neigt sich der bischof tief zur erden

. ' Ur t sie also in den chor und sungen den antiphon: „Ista [IS] est spe- 35

"•osa" etc. Mit dem quame dem rat botschaft, wie der könig auch über Rhin

erüber kommen wäre; da lieffen des rats frunde ernstlich an die Rhinpfortc

°n könig zu empfangen, nachdem die ritenden ratsfrunde auch am far

■eiten uf die kön. mayestat wartende, und ward der könig am Rhin von

°n Menden und an der brücken der Rhinpforten von den übrigen, so zu to

s da waren, ratsfrunden gar hertzlich empfangen auch mit dcrglichen Worten

acn s iner gepur wie obsteht der königin geschehen sei, [27] und es was

gantz dienster nacht; also hatten unser herren viel der fackel kertzen lassen

) U». am. •>) Jh. imo. °) Der Name ist komwipirt.

Niklus von Firmian «. Ulmann 1. c. 221 [. 2 Baldacliin. 4»