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Monumenta Wormatiensia : Annalen und Chroniken
Entstehung
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376
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376 Tagebuch des Reinhart Noltz.

ein rat zu machen uf sinem sa], er hctte etwas mit dem rat [16] zu reden.Also geschähe und als der bischof erstlich der rat gesessen in dieselbe stubequame, gab er irer vielen die band mit günstigem grusz, darunter ich Rein-hard am ofen auch stunde, wiewol ine übersehen, und waren das die ersten5 wort, die er redet: „meister Reinhard und auch der statschriber haben uchberümt, wie ich mich so" klein gegen uch zu Wien gemacht habe und ge-bettelt die handcl, so zwischen mir und gemeiner statt Worms schweben,zum günstigsten b ; ich wolt, wann ir von mir [17] sagen wolten, dasz ir diewarheit sagten, so möchte ich es desto basz° gleiden;" mit vielen andern

io ernstlichen Worten. Daruf ich antwortet: „Gnedigster herrl es hat dermals,als E. gnaden davon redet, nit erlüdt, E. gnaden ist nit warlich berichtetworden; so haben dann statschriber und ich unsers herrn in unsre Zukunftrclation getan, E. gnaden haben sich gnediglich gegen uns zu Wien erzeigt,und mit solchen gnaden, dasz es zu gunst und gutem willen billich vermerekt

is und ofgenommen worden, auch in keiner Verachtung, dan wir das nit geneigtauch zu tun zu [18] klein sein, würdigten zu verachten, dan sie nit zu gegen,aber von minetwegen will ich ucli verantwort haben, des Vertrauens E. gnadenwerden mich nit verungnaden, deszhalb dasz ich minen eiden und pflichtennach einem erbaren rat gen Wien zu dem tag gedient hab. Ich hab auch

20 einen rat gebeten mich gegen dem bischof zu verantworten"; als auch ufdem sesz vor dicszmal geschehen ist und der bischof gesagt: „Wolan ichlasz mich auch so kleine sach nit irren*; mit viel andern Worten.

[19] 1494.

Der junius was ziemlich nach sincr art warm, und als die königl.

25 mayestat zu Kempten lag l in meinung und willen sich in Brabant zu tun,als auch förderlich geschehen, santen unser herren vom rat ein botschafl ankön. hof gen Kempten und gen Fuszen 2 um confirmation aller friheit derstatt Worms, dan der keyser ein jar davor totig verfallen was, welche con-firmation sie auch also mitbrachten, dazu confirmation in Sonderheit des13. Juni. 30 kaufs und Vertrags der husgenossen 3 , und uf fritag vor d Viti und Modcsti,war der 13. tag des [20] monats, quame die kön. mayestat zu Worms ingerilten,und auch sine gemal genant Maria Bianca 4 , eine geborne hertzogin vonMeyland, dermals nachdem sie beide mit dem pfaltzgrafen der zit von Speyergen Heidelberg uf kurtzwil kommen waren, also quam die königinne umb sechs

35 uren des abends zu schiff herab gefaren, und als des rats frund wol vierund zwantzig zu pferdt under den ballen 5 hielten, sie daselbst zu empfangen,und so der Rhin grosz was, trieb sie der Rhin herab bis an den nuwenthurn, also 0 dasz sie daselbst [21] vorhin zu unser lieben frawen rit, dadurch des rats frunde auch musten daselbst hinriten sie zu empfangen, und

40 a ) II>- zo. b ) Vielleicht zu günstigen. c) Ha. büsz. (1 ) Ha. nach;

a. Zorn 199. 6 ) Ha. alsz.

1 17. April bis 25. Mai s. Stalin l. c. * In Funsen tvar Maximilian vom

29., März bis 17. April. * s. die Urkunden im Stadtarchiv W. nr. 601. 602.

* Über Maria Bianca Sforza s. Ulmann, Maximilian I, 221 ff. Ihr Portrait in45 A. Schultz, Deutsches Leben fia. 456. 5 Baldachin.