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Monumenta Wormatiensia : Annalen und Chroniken
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364
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364 Memorial über dun Kriegswesen.

sarnpt der gemein hulden und schweren einen eidt zu got und den heiigenine allein vor einen herren zu han, alles mit zusehung desz reichs undkheinen auf erdrich mehr, da bey wol er uns beschützen und beschirmen.Den eidt hat ein erbar rathe und gemein also gethan und noch biszher

5 erberclig gehalten etc. Nu sagt man also: sein königlich maiestat hab einmandat her geschickt l , man soll [46] den bischoff widder insetzen in allesein vermeinte gerechtigkheit. So sag ich als für mein arm person eimerbern radt in einer geheim, so er uns solichs by der acht und aberachtgebewt, so khan ich es änderst nit versteen, dan er wol uns also versuchen,

10 als ein meister, der seim gesinde ein wiszpfennig under die banck legt undversucht, ob esz auch from sey; also wil er uns auch versuchen, ob wirauch leichtiglich umbfallen wollen und den eydt verachten, als sein stettc [ h ]im Nidderlande thun. Darumb ist mein rathe, dasz man ansehe den grossenschaden, den die stette im Nydderlandc durch Verachtung der eide gelitten

15 hant und uns für solichen schaden hudent und unser fiesz zusamen stellen,lip und leben by einander lassen und hy solichem cid sterben und genieszen,uns nyemant darvon lassent dringen, so wir doch in diesem handel rechtüber recht haben, sollen wir anschreyen alle unser gute frunde und daszreich uns by recht zu behalten [47] und sollen diesen nachgeschrieben

20 artigkhel zu stewr nemen: so sich ein jeglicher Romischer keyser oderkonigk also schreibt: Wir etc. zu allen Zeiten ein mehrerer desz reichs etc.,haben sie uns nu in unser stat und in unserem regiment etwas gemert,dasz sol gemert pleiben und zu ewigen dagen nymmer mehr gemyndertwerden, der oberist stein muszt ec den understen rüren; wan wir dem also

25 nachkommen, werden [ h ] wir, so lang die stat stet, gelopt werden vonfursten und von herren, von stetten und von lenderen, und wirt unsernkynds kyndern nutzlich und gut sein, wan wyr nyt mehr hie sein. Darumbwissen lieben herren was man tut oder handelt, so sint nit me dan dar für,ob die stat not an ging kriegs halber, dasz man nit me dan nit zweytrechtig

ao werde, so wollen wir allen unsern ligenden starck gnug sein, dann alle diestet, die im Nyddcrlande verderbt und verhegert sein [4X] worden, dasz istalles durch ire zweytrachtigkheit geschehen, als dan in denselben landen dielut in den stetten sere zweytrechtig sein, einer wil hucks sein, der anderkapelgaw 2 , einer wil genen herren han, der ander den, dardurch werden die

35 lande und die stett verdarfft, als dann der iurist in seinem sprach spricht,also were roten wil und raten soll ein gemeinen nutz, er rötet wol daneigener nutz und ungetruwer rat Rom, Troe, Hierusalcm zurstoret hat etc.Mentz und Luttich. Ein erber stat von Worms oder [ h ] ein ander sehevor sich.

*o Item darumb gefeit mir auf erden nichts basz, dann dasz ein erberer

rathe der stat Worms in diesem handel nye nichts gehandelt noch gethanhat, er hat alwegen die gemeyn in allen zunften darumb begruszt und oneein gemein nichts gehandelt oder angefangen, dar in versten ich, dasz ein

1 8. darüber das Tagebuch li. Noltz u. ' Hoek'sche und Kabeljau'sche, die

45 beiden Parteien in Holland, entsprechend Städtern und Junkern in Deutschland, vgl.Wenzelburger, Geschichte der Niedertande I p. 220 (f.