20R Beilage A 1.
etiim a dominus episcopus instarc lctn[ms in quo scultctus et iudices cligi aconsulibus debebant etc. ibi continuetur cronica ad efl'ectum etc. l .
Als nun wie obsteet die burgerschafft zu Wormbs ir regiment undratbesctzung selbs gehabt haben mit den viertzig personen, XII ritter und
s XXVIII burger b bis auff zeit kcyser Friderichs des zweyten, ist der zeit einbischoff zu Wormbs gewesen genant bischoff Heinrich, und als derselb keynerleyoberkeit mit rate und gericht nicht zu thund gehabt, hat derselb bischoffHeinrich getracht noch dem regiment und oberkeit im unnd seinem stifftzuzuziehen; unnd als deszmals kcyser Friderich der zweyt ein hof ausz-
10 geschriben gein Ravenna in weltsch lande, da er sein wesen hat, schicktesich der selb bischoff an den keyserlichen hof zu reyten unnd bäte den ratezu Wormbs | ime darzu beholffen zu sein unnd ime ein summa gelts zuleyhen, so weit er ir Sachen auch gctrewlich werben bey dem keyser etc.Auff solich bett unnd erbieten ordenten die von Wormbs dem bischoff zu
is etlich pferde auff iren kosten. Als nu der bischoff unnd die von Wormbsan den keyserlichen hof kamen, da waren etwo vil bischoff ausz Teutschcnlanden, die practicierten mit einander und brachten zu wegen einen gemeinenbrieff und vermeint mandat wider die stette gemeinlieh in Teutschcn landen,das die stette ir rethe und zeunfft solten abthun unnd die bischoff insehens
20 haben in die regimente, wie dann solicher briefe oder mandat durch meingnedigen hern von Wormbs in vordem tagen für die versamlung der stenddes reichs diser zeit hie zu Wormbs bracht und verlesen ist 2 ; aber in dem-selben vermeinten mandat die statt Worms noch andere stette in sunder nithenant unnd dasselb mandat den stetten zurück auszbracht auff der bischoffe
Sit angaben unverhort der stette freyhcittcn gerechtiekeitten und notdurfft etc.Unnd als der bischoff Heinrich darnach wider anheimsch käme, geprauchter sich des | mandats unnd in crafft desselben erfordert er die burger-schafft zu Worms mit gebotsbrieven, sie solten iren rate unnd die gesel-schafften der zunlTt abstellen. Des achttetten die burger nit unnd beducht
ao sie ungetrewlich vom bischoff gehandelt sein am keyserlichen hofe wider diestatt über sein zusagen, und die freuntschaft, die sie im gethan hetten, alsdes ein protestacion und versigelter brieff vorhanden ist, ibi scribantureedem littere 3 . Aber der bischoff liesse sich des nit irren und auff die ver-bietsbrieff, die er uberschickt unnd die burger nit geachtet hatten, dat er die
:iü burger gemeinlich in bann und legt interdict, und zogen die pfaffen auszder statt, und wolt man niemant kein sacrament reichen, kein kinder dauffen
a ) A: cum. h ) A: aclitzolicn, darüber XXVIII.
1 Dieselbe Stelle kommt nochmals Hand III der Acta fol. 99 vor: Ex vetustis-sima cronica fol. XII. Videns eniin dominus episcopus instare tempus, in quo scul-
40 tetus et iudices eligi a consulibus debebant, ipsis institit- quanta potuit diligencia,quod in festo saneti Martini eligorent iudices et in hoc factum suum promovendoaffirmavit omnia velle ad bonum torminare; consules vero, quia supra moduni dedicto domino nostro Eberhardo venerabili episcopo confidebant ei US monitis, quibusreaistere nolebant, statim in die saneti Martini consilio presidentes eligerunt scul-
45 tetum et iudices, inter quos uiium assumpserunt nomine Wilhelmum Bonne incomitem etc. ■ Reichstag zu Worms 1495. 3 Damit kann nr. 159 ÜB. I
p. 119 gemeint sein.