Beilage AI. 205
die fürnemigsten von den bürgern besonders hie zu Wormbs sich der arbeitund fursorge der kirchen unnd gepawe ausz innigkeit unnd liebe, den siedem Cristen glauben betten angenommen und underzogen sich der kirchen-pflege, als noch bey unsern Zeiten der gepawe des stiffts unnser liebenfrawen, auch der pfarrkirchen gemeinlich, die haben sich ausz demutigkeit *genennet ministeriales ecclesie, als noch sind die kirchengesworn etc., gemein-lich die besten und fürnemigsten inn stetten und pfarren; zu denselbenZeiten haben die obersten unnd fürnemigsten der retlie sich desselben ge-flissen unnd inen denselben titel für ein besunder ere unnd wirde zugeschriben,darnach für und für bis auff gehen jar her ungeverlich, als auch hie zu inWormbs gewesen ist, ein hawsz und bcsundere gesellschafft genant diehawsz | genossen, das sein die von der ritterschafft und die von den altengeschlechten der burger, darunder sein auch die montzer gewesen. Die-selben haben sich auch etlich genennet und gemacht ministeriales ecclesie,das sein die dienstleut gewesen der kirchen, als stebler, tormenter, doten- ir>grober, glockner etc., daraus haben die geistlichen nachmals anipt gemachtunnd dieselben ampt oder die nammen der empter verkaufft, unnd haben dieweltlichen die obersten und sunderlich die hawszgenossen solich embter an-genommen unnd vermeinten sunderlich freyheiten des titeis halben darauszu ziehen, als ob sie nit schuldig sein solten mit andern burgern zu wachten 20und zu hütten noch andere ambt oder bürgerlich beswerde zutragen, utnotatur in cronica fol. XI11, ist tribut auch auff sie gelegt. Auch meintensie nit schuldig sein vor rat oder gericht zurecht zu steen, und hetten einbesonder gericht fürgenommen genant das dienstgericht, und wolten niemandsrecht sin dann vor demselben dienstgericht, unnd wolten doch dieselben nministeriales im regiment sein gemeiner stal, unnd haben also als die vorderstendes re- | giments sich in die freyheitten mit der anzal der zwolff ritter stellenlassen, damit sie allweg in dem regiment weren unnd andere regierten, diedoch nit wolten regiert werden, und haben sich freyheiten wollen gepraucheninn gestalt als diener der kirchen, und sein dem bischoff noch der kirchen annit insunder als irem oberen oder lehenshcrn oder dergleychen verbundensonnder frey burger gewesen, und solicher dienstleutc noch in leben; aberdie gesellschafft der hawszgenossen ist abgethan l uund ist derselb titel oderpredicat ministeriales ecclesie nit der kirchen noch den bischoffen zu gutsonnder erst aus andacht und demutigkeit unnd darnach denselben burgern x>z u irem vorteil angenommen unnd aufkommen. Darumb so kan oder mag«n der bischoff kein oberkeit noch gerechtickeit des ratbesetzens halben darauss chopffen. Ist auch noch in mer stetten, das etlich gesellschafft sein, darausein zal burger in die rethe genominen werden. Wir mögen auch weysendas etlich burger dienstleute sein geheissen gewesen unnd haben kein lehen 40°der ambt gehabt von bischoff noch der kirchen unnd vermeinten sichdannoch der obberurten | freyheitten zu gebrauchen noch bey unsernl( igen in X. XX jaren, quere folio LXXXIX et XC. illis verbis: videns
1 s. die Urkunde Friedrichs III. vom 11. Dez. 1488, bei Moritz, Vom Ursprung"W Keichsitädte, Appendix nr. 88 p. 198.
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