VII. Bearbeitung der Matrikel. 1187
weniger zahlreiche Resultate liefert. Gleichwohl weisen so-wohl die Anmerkungen zum Matrikeltexte wie die »Bio-graphischen Nachträge und Ergänzungen» eine große Mengevon solchen auf, die als Beamte, Ärzte, Professoren, Schrift-steller, Offiziere oder in andern weltlichen Berufsarten tätigwaren und sogar zu den höchsten Würden gelangten. Wirhaben solche Männer gefunden im Dienste des Staates,der Stadt- und Landgemeinden, im Dienste des Kaisers,der weltlichen und geistlichen Fürsten, der Adeligen, derStifte und Klöster.
Sehr belehrend sind in dieser Beziehung namentlich2 Schriften, die häufig zitiert wurden. Zunächst die »ZweiMortuarien des Hochstii'ts Augsburg«, veröffentlicht vonP. Witt mann 1 ). In diesem von 1503—1802 reichendenVerzeichnis des abgestorbenen »Hofgesiuds« zu Augsburgund Dillingen d. i. der fürstbischöflichen Bediensteten undBeamten bis hinauf zu den obersten Hofstellen finden sichsehr viele Namen aus dem bürgerlichen und dem Adels-stande, die in der Matrikel vorkommen. Nicht minderinteressant ist auch das weiter oben bereits genannte zwei-bändige Werk von Ferchl: Bayerische Behörden und Be-amte 1550—1804. Man staunt über die grosse Zahl vonbayerischen Beamten, die einst in Dillingen studiert hatten,und es sind darunter sowohl solche, die in niederen undmittleren Stellungen tätig waren, wie solche, welche diehöchsten Amter bekleideten.
Schließlich habe ich noch eine Dankespflicht gegenüber allen denjenigen zu erfüllen, die mich namentlich beiden Nachforschungen über das spätere Schicksal ehemaligerDillinger Studenten in liebenswürdigster Weise unterstützten.Es sind folgende Herrn: Otmar Frhr. von Stotzingenin Meischenstorf (Holstein), welcher aus dem reichen Schatzeseiner genealogischen Kollektaneen sowie aus gedruckten,weniger zugänglichen Werken über eine große Zahl vonAdeligen wertvolle Beiträge spendete; Kaspar Frhr. vonFreyberg in Berlin-Lichterfelde, der mir verschiedene,
i) Jahrb. des Hist. Ver. Dillingen, XII (1899) 120 ff.
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