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2 (1912) Biographische Nachträge und Ergänzungen. Zusammenfassende Darst. Matrikeltext 1646 - 1695
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1170 VI. Zahl der Immatrikulierten. Frequenz.

jene gezählt wurden, die in der gedruckten Matrikel amSchlüsse der einzelnen Jahrgänge aus dem Cat. prom. undden Act. Univers, beigefügt wurden, und zwar deshalb,weil die allermeisten sicher in Dillingen studierten und nuraus Vorsehen oder irgend einem andern Grunde nicht in-skribiert wurden. Die mehrfach Inskribierten wurden auchmehrfach gezählt, weil eine genaue Ausscheidung nichtmöglich ist und das Plus auf der einen Seite durch dasMinus auf der anderen Seite d. h. durch den Mangel dernicht inskribierten Studierenden ausgeglichen wird.

Die Gesamtzahl der Immatrikulierten von 1551 bis1695, also in 145 Jahren, beläuft sich auf 19378, so daßsich als jährlicher Durchschnitt in dieser Periode 134 ergibt.Der jährliche Durchschnitt im 16. Jahrhundert, nämlichvon 15511600 beträgt 145, im 17. Jahrhundert, nämlichvon 16011695, 127 Immatrikulierte. Der jährliche Durch-schnitt von 1551 bis zum Schwedenkrieg d. h. genauer biszur Ankunft der Schweden in Dillingen oder bis 1632 (aus-schließlich) beträgt 153, von 16321695 109 Immatrikulierte.

Ein Blick auf die Zahlen der einzelnen Jahre ist lehr-reich. Die große Zahl von 245 Studierenden im Jahre 1551erklärt sich daraus, daß bei der Eröffnung der Anstalt allein der Matrikel inskribiert wurden, was später nur mehrbezüglich der Neuankommenden geschah. Von 1552 bis1555 sind die Jahre nicht ausgeschieden, gestatten darumkeine sicheren Schlüsse. Von 15561563 bleibt sich dieZahl ziemlich gleich, nur 1559 ragt mit 111 Inskribiertenetwas hervor. Beim Eintritt der Jesuiten, d. h. von 1564an, hebt sich die Zahl bedeutend, sie steigt von 89 imJahre 1563 auf 167 im Jahre 1564, fällt dann 1565 wiederetwas, hält sich aber in der Folgezeit immer in einer Höhe,welche die Zahl der Studierenden in der vorjesuitischenPeriode bedeutend übertrifft, nähert sich bisweilen 200 undübersteigt 200 häufig von 1599 bis zum Einfall der Schwe-den. Zur Erhöhung der Frequenz trugen verschiedeneUrsachen bei, insbesondere die Errichtung des päpstlichenAlumnats im Jahre 1585, in welches Studierende ans den