war, so sagte er sich, alles wieder gut, dann war ein Unglückverhütet, ein schwerer Irrtum richtiggestellt, und alles, waser im Rücken zu lassen geglaubt hatte, eröffnete sich ihmwieder, war auf beliebige Zeit wieder sein ... Täuschte ihnübrigens die rasche Fahrt oder kam wirklich zum Überflußder Wind nun dennoch vom Meere her?
Die Wellen schlugen gegen die betonierten Wände desschmalen Kanals, der durch die Insel zum Hotel Excelsior ge-legt ist. Ein automobiler Omnibus erwartete dort den Wieder-kehrenden und führte ihn oberhalb des gekräuselten Meeresauf geradem Wege zum Bäder-Hotel. Der kleine, schnurr-bärtige Manager in geschweiftem Gehrock kam zur Begrü-ßung die Freitreppe herab.
Leise schmeichelnd bedauerte er den Zwischenfall, nannteihn äußerst peinlich für ihn und das Institut, billigte abermit Überzeugung Aschenbachs Entschluß, das Gepäckstückhier zu erwarten. Freilich sei sein Zimmer vergeben, ein an-deres jedoch, nicht schlechter, sogleich zur Verfügung. „Pasde chance, monsieur“, sagte der schweizerische Liftführerlächelnd, als man hinaufglitt. Und so wurde der Flüchtlingwieder einquartiert, in einem Zimmer, das dem vorigen nachLage und Einrichtung fast vollkommen glich.
Ermüdet, betäubt von dem Wirbel dieses seltsamen Vor-mittags, ließ er sich, nachdem er den Inhalt seiner Handtascheim Zimmer verteilt, in einem Lehnstuhl am offenen Fensternieder. Das Meer hatte eine blaßgrüne Färbung angenommen,die Luft schien dünner und reiner, der Strand mit seinen Hüt-ten und Booten farbiger, obgleich der Himmel noch grau war.Aschenbach blickte hinaus, die Hände im Schoß gefaltet, zu-