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Geschichte sowohl wie ihrer gegenwärtigen Reize wegen!“ Dieglatte Raschheit seiner Bewegungen und das leere Gerede, wo-mit er sie begleitete, hatten etwas Betäubendes und Ablen-kendes, etwa als besorgte er, der Reisende möchte in seinemEntschluß, nach Venedig zu fahren, noch wankend werden. Erkassierte eilig und ließ mit Croupiergewandtheit den Diffe-renzbetrag auf den fleckigen Tuchbezug des Tisches fallen.„Gute Unterhaltung, mein Herr!“ sagte er mit schauspiele-rischer V erbeugung. „Es ist mir eine Ehre, Sie zu befördern...Meine Herren!“ rief er sogleich mit erhobenem Arm und tat,als sei das Geschäft im flottesten Gange, obgleich niemandmehr da war, der nach Abfertigung verlangt hätte. Aschen-bach kehrte auf das Verdeck zurück.
Einen Arm auf die Brüstung gelehnt, betrachtete er dasmüßige Volk, das, der Abfahrt des Schiffes beizuwohnen, amQuai lungerte, und die Passagiere am Bord. Diejenigen derzweiten Klasse kauerten, Männer und Weiber, auf dem Vor-derdeck, indem sie Kisten und Bündel als Sitze benutzten. EineGruppe junger Leute bildete die Reisegesellschaft des erstenVerdecks, Polesaner Handelsgehilfen, wie es schien, die sichin angeregter Laune zu einem Ausfluge nach Italien vereinigthatten. Sie machten nicht wenig Aufhebens von sich und ihremUnternehmen, schwatzten, lachten, genossen selbstgefällig daseigene Gebärdenspiel und riefen den Kameraden, die, Porte-feuilles unterm Arm, in Geschäften die Hafenstraße entlanggingen und den Feiernden mit dem Stückchen drohten, überdas Geländer gebeugt, zungengeläufige Spottreden nach.Einer, in hellgelbem, übermodisch geschnittenem Sommer-anzug, roter Krawatte und kühn aufgebogenem Panama, tat