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liehe Erscheinung seinen Gedanken eine völlig andere Rich-tung gab.
Ob er nun aus dem Innern der Halle durch das bron-zene Tor hervorgetreten oder von außen unversehens heranund hinauf gelangt war, blieb ungewiß. Aschenbach, ohnesich sonderlich in die Frage zu vertiefen, neigte zur erste-ren Annahme. Mäßig hochgewachsen, mager, bartlos undauffallend stumpfnäsig, gehörte der Mann zum rothaarigenTyp und besaß dessen milchige und sommersprossige Haut.Offenbar war er durchaus nicht bajuwarischen Schlages: wiedenn wenigstens der breit und gerade gerandete Basthut, derihm den Kopf bedeckte, seinem Aussehen ein Gepräge desFremdländischen und Weitherkommenden verlieh. Freilichtrug er dazu den landesüblichen Rucksack um die Schulterngeschnallt, einen gelblichen Gurtanzug aus Lodenstoff, wie esschien, einen grauen Wetterkragen über dem linken Unter-arm, den er in die Weiche gestützt hielt, und in der Rechteneinen mit eiserner Spitze versehenen Stock, welchen er schräggegen den Boden stemmte, und auf dessen Krücke er, bei ge-kreuzten Füßen, die Hüfte lehnte. Erhobenen Hauptes, so daßan seinem hager dem losen Sporthemd entwachsenden Halseder Adamsapfel stark und nackt hervortrat, blickte er mit farb-losen, rotbewimperten Augen, zwischen denen, sonderbar ge-nug zu seiner kurz aufgeworfenen Nase passend, zwei senk-rechte, energische Furchen standen, scharf spähend insW eite.So — und vielleicht trug sein erhöhter und erhöhender Stand-ort zu diesem Eindruck bei — hatte seine Haltung etwas her-risch Überschauendes, Kühnes oder selbst Wildes; denn sei es,daß er, geblendet, gegen die untergehende Sonne grimassierte