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Tristan : 6 Novellen
Entstehung
Seite
264
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Was ich gethan habe, ist nichts, nicht viel, so gntwie nichts. Ich werde Besseres machen, Lisaweta, —dies ist ein Versprechen. Während ich schreibe,rauscht das Meer zu mir heraus, und ich schließe dieAugen. Ich schaue in eine ungeborene und schemen-hafte Welt hinein, die geordnet und gebildet sein will,ich sehe in ein Gewimmel von Schatten menschlicherGestalten, die mir Winken, daß ich sie banne und er-löse: tragische und lächerliche und solche, die beideszugleich sind, — und diesen bin ich sehr zugethan.Aber meine tiefste und verstohlenste Liebe gehört denBlonden und Blauäugigen, dm Hellen Lebendigen,den Glücklichen, Liebenswürdigen und Gewöhnlichen.

Schelten Sie diese Liebe nicht, Lisaweta; sie istgut und fruchtbar. Sehnsucht ist darin und schwer-mütiger Neid und ein klein wenig Verachtung undeine ganze keusche Seligkeit.