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Junge Leute, die das Nothung-Motiv pfeifenund abends die Hintergründe des modernen Schau-spielhauses füllen, wandern, litterarische Zeitschriftenin den Seitentaschen ihrer Jackets, in der Universitätund der Staatsbibliothek aus und ein. Vor derAkademie der bildenden Künste, die ihre weißen Armezwischen der Türkenstraße und dem Siegesthor aus-breitet, hält eine Hofkarosse. Und auf der Höhe derRampe stehen, sitzen und lagern in farbigen Gruppendie Modelle, pittoreske Greise, Kinder und Frauenin der Tracht der Albaner Berge.
Lässigkeit und Hastloses Schlendern in all denlangen Straßenzügen des Nordens... Man ist vonErwerbsgier nicht gerade gehetzt und verzehrt dort-selbst, sondern lebt angenehmen Zwecken. JungeKünstler, runde Hütchen aus den Hinterköpfen, mitlockeren Kravatten und ohne Stock, unbesorgte Ge-sellen, die ihren Mietzins mit Farbenskizzen bezahlen,gehen spazieren, um diesen hellblauen Vormittag aufihre Stimmung wirken zu lassen, und sehen den klei-nen Mädchen nach, diesem hübschen, untersetztenTypus mit den brünetten Haarbandeaux, den etwaszu großen Füßen und den unbedenklichen Sitten...Jedes fünfte Haus läßt Atelierfensterscheiben in derSonne blinken. Manchmal tritt ein Kunstbau ausder Reihe der bürgerlichen hervor, das Werk einesphantasievollen jungen Architekten, breit und flach-bogig, mit bizarrer Ornamentik, voll Witz und Stil.Und plötzlich ist irgendwo die Thür an einer allzulangweiligen Fassade von einer kecken Improvisation