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Tristan : 6 Novellen
Entstehung
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wenig zu regeln. Er war nun sehr in Zorn geraten,stach beständig mit dem rechten Zeigefinger in die Luftund richtete das Manuskript in seiner Linken aufsübelste zu. Sein Gesicht, zwischen dem blonden eng-lischen Backenbart, war furchtbar rot, und seine um-wölkte Stirn war von geschwollenen Adern zerrissenwie von Zornesblitzen.

„Sie hassen mich," fuhr er fort, „und Sie wür-den mich verachten, wenn ich nicht der Stärkere wäre... Ja, das bin ich, zum Teufel, ich habe das Herzauf dem rechten Fleck, während Sie das Ihre wohlmeistens in den Hosen haben, und ich würde Sie indie Pfanne hauen mitsamt Ihrem ,Geist und WorthSie hinterlistiger Idiot, wenn das nicht verbotenwäre. Aber damit ist nicht gesagt, mein Lieber, daßich mir Ihre Jnvektiven so ohne weiteres gefallenlasse, und wenn ich das mit dem ,ordinären Namen'zu Haus meinem Anwalt zeige, so wollen wir sehen,ob Sie nicht Ihr blaues Wunder erleben. MeinName ist gut, mein Herr, und zwar durch mein Ver-dienst. Ob Ihnen jemand auf den Ihren auch nureinen Silbergroschen borgt, diese Frage mögen Siemit sich selbst erörtern, Sie hergelaufener Bummler!Gegen Sie muß man gesetzlich Vorgehen! Sie sindgemeingefährlich! Sie machen die Leute verrückt!

... Obgleich Sie sich nicht einzubilden brauchen, daßes Ihnen diesmal gelungen ist, Sie heimtückischerPatron! Von Individuen, wie Sie eins sind, lasseich mich denn doch nicht aus dem Felde schlagen Ichhabe das Herz auf dem rechten Fleck..."

Mann. Tristan.

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