nee, Deubel noch mal, auf so was lassen wir uns nichtein, was, Gabriele? hö, hö!"
„Zweifelsohne," sagte Doktor Leander und fun-kelte sie mit seinen Brillengläsern an.
Hierauf verlangte Herr Klöterjahn Kaffee —Kaffee und Buttersemmeln, und er hatte eine anschau-liche Art, den K-Laut ganz hinten im Schlunde zubilden und „Bottersemmeln" zu sagen, daß jeder-mann Appetit bekommen mußte.
Er bekam, was er wünschte, bekam auch Zimmerfür sich und seine Gattin, und man richtete sich ein.
Uebrigens übernahm Doktor Leander selbst dieBehandlung, ohne Doktor Müller für den Fall inAnspruch zu nehmen.
3 .
Die Persönlichkeit der neuen Patientin erregteungewöhnliches Aufsehen in „Einfried", und HerrKlöterjahn, gewöhnt an solche Erfolge, nahm jedeHuldigung, die man ihr darbrachte, mit Genug-thuung entgegen. Der diabetische General hörte einenAugenblick zu murren auf, als er ihrer zum erstenMale ansichtig wurde, die Herren mit den entfleisch-ten Gesichtern lächelten und versuchten angestrengt,ihre Beine zu beherrschen, wenn sie in ihre Nähekamen, und die Magistratsrätin Spatz schloß sich ihrsofort als ältere Freundin an. Ja, sie machte Ein-druck, die Frau, die Herrn Klöterjahns Namen trug!Ein Schriftsteller, der seit ein paar Wochen in „Ein-fried" seine Zeit verbrachte, ein befremdender Kauz,