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in der Nähe der rechten Schläfe fiel eine krause, loseLocke in die Stirn, unfern der Stelle, wo über dermarkant gezeichneten Braue ein kleines, seltsamesÄderchen sich blaßblau und kränklich in der Klarheitund Makellosigkeit dieser wie durchsichtigen Stirnverzweigte. Dies blaue Aederchen über dem Augebeherrschte auf eine beunruhigende Art das ganzeseine Oval des Gesichts. Es trat sichtbarer hervor,sobald die Frau zu sprechen begann, ja, sobald sieauch nur lächelte, und es gab alsdann den: Gesichts-ausdruck etwas Angestrengtes, ja selbst Bedrängtes,was unbestimmte Befürchtungen erweckte. Dennochsprach sie und lächelte. Sie sprach freimütig undfreundlich mit ihrer leicht verschleierten Stimme, undsie lächelte mit ihren Augen, die ein wenig mühsamblickten, ja hie und da eine kleine Neigung zum Ver-schießen zeigten, und deren Winkel, zu beiden Seitender schmalen Nasenwurzel, in tiefen: Schatten lagen,sowie mit ihrem schönen, breiten Munde, der blaßwar und dennoch zu leuchten schien, vielleicht, weilseine Lippen so überaus scharf und deutlich Umrissenwaren. Manchmal hüstelte sie. Hierbei führte sie ihrTaschentuch zum Munde und betrachtete es alsdann.
„Hüstle nicht, Gabriele," sagte Herr Klöterjahn.„Du weißt, daß Doktor Hinzpeter zu Hause es dirextra verboten hat, äai-linA, und es ist bloß, daß mansich zusammennimmt, mein Engel. Es ist, wie gesagt,die Luftröhre," wiederholte er. „Ich glaubte wahr-haftig, es wäre die Lunge, als es losging, und kriegte,weiß Gott, einen Schreck. Aber es ist nicht die Lunge,