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Stift Lorch : Quellen zur Geschichte einer Pfarrkirche
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Spindler mitgeteilten Angaben, wenn sie nicht aus demselben altenBuch stammen, doch einer älteren jetzt verlorenen Aufzeichnung ent-nommen sind und gute Überlieferung bieten. — Spindlers Nach-richten sind verwertet in der Geschichte der Hohenstaufen, die unterDavid Wollebers Namen geht (Cod. hist. Fol. 71 der K. Landes- 5bibl. zu Stuttgart, Bl. 2). Dort heisst es: Heinrich Freyherr zueHohenstaufen hat gelebt zue den zeiten Kaiser Heinrichs des viertenund hievor was anno 938 herr Friederich von H. Diese herrenhaben. zue Lorch im dorf von iren selbsaignen guet ein kürchenmit zwelf priestern und ein obersten der brobsten (!), die got tag 10und nacht mit irem beten dieneten, zur begrebnus irer und irernachkomen in Cristo verschiedenen gestiftet. Welch begrebnusConradus der drite, indem er die bain hat lassen ausgraben, uf denberg ins closter transferiert, 1140, nach Stiftung des klostcrs im38. jähr. 15

Dieselbe mit urlbeglaubigten Nachrichten vermengte Erzählungbringt 1680 Joh. Ulr. Pregitzer, Professor zu Tübingen, in seiner„Relation" an Herzog Administrator Friedrich Karl „über einigeDocumenta monumenta und Wappen des hochfürstlichen HausesWirttemberg" usw. unter Berufung auf eine handgeschriebene Hi- 20storia der Freyherrn zu Hohen Stauffen und Herzogen zu Schwaben,welche in des Walzii (M. J. G. Walz, Pf. in Rudersberg, einfleissiger Sammler und Verfasser zahlreicher histor. und geneal.Schriften, f c. 1659) Bibliothec gestanden und itzo seinem Tochter-mann Cantstettern Vogt zu Herrenberg zugehörig ist" (Staatsarchiv 25Stuttg. Pregizeriana Nr. 18, S. 35). Diese Vorlage Pregizers istoffenbar das Wollebersche Werk.

Über J. Spindler vgl. Klaus in Württ. Vjheftef. Landesgesch. 1902, S. 263.

2. Aufzeichnung über die Übertragung der Gebeine der in derPfarrkirche begrabenen Hohenstaufen in die Klosterkirche 1140 1 ). 30

— — — nee illud sane sub silentio transeundum esse puta-mus, quod gloriosus supradictus rex Cünradus simul cum Fridericoduce Suevorum aliisque quam plurimis prineipibus ossa patris sui

') Biete Zeitangabe aus Spindler (s. 0. S. 1). J)a Herzog Friedrich II.1147 gestorben ist, kann die Übertragung der Gebeine nicht, wie der Text zusagen scheint, gleichzeitig mit der Beisetzung König Heinrichs erfolgt sein, der1160 gestorben ist.