1. Nachricht von der Gründung des Stifts und der Verlegungder Hohenstaufengräber aus der Pfarrkirche in das Kloster.
Primo sciendum quod ante Fridericum qui et anticus dictusest barone (vel ut aliqui volunt comite) de Hohenstauffen primo
5 fundatore"' Laureacensis monasterii quod e Castro suo in coenobiumcommutavit nullius nomen novimus, nisi quod predicti Fridericianteeessores pii ac fideles in allodio suo Lorch pago collegiatam ec-clesiam sex vicaviis sex canonicis et preposito divino cultui subser-vientibus in suorum successorumque defunctorum in Christo piavum
10 piecum coinmendationem sepulturamque fundaverint, quam tarnensepulturam post fundationem monasterii gloriosus rex Romanorumac imperator Conradus fundatoris filius exhumatis in pago ossibustranstulit in Montem. Quod actum reperimus anno domini MCXXXX.,post fundationem monasterii XXXVIII.
15 Jacobi Spindien Genealogiä baronum de Hohenstauffen, ver-
fasst 1550. 2 Abschr. 16. Jahrh. im StA. Stuttgart. Das kleine
Werk, das wohl einmal verdiente gedruckt zu werden, beruht in
diesen Angaben offenbar auf alten Quellen. Vertrauenerweckend ist,
dass der Verfasser ausdrücklich zugesteht, man kenne keine dieser
20 älteren Hohenstaufen mit Namen. Das beweist, dass er nicht nurdarauf verzichtet hat, selbst solche Namen einzusetzen, sondern dasser auch auf apokryphe Quellen keinen Wert gelegt hat. Am Schlussder Schrift gibt er bei dem Bericht über die Öffnung der staufischenGräber 1475 an, dass er aus einem alten Buch schöpfe, das ihn
25 1519 der frühere Prior des Klosters, Augustin, geliehen hatte. DiesesBuch ist offenbar mit den anderen Akten des Klosters im Bauern-krieg verloren gegangen. Einen lateinischen Bericht von 1475 ent-hält übrigens, von Augustins Hand geschrieben, das Bote Buch desKlosters Lorch. Wir dürfen wohl annehmen, dass die oben aus
u) So beide Abschriften.Württ. Geschiclitsquollen XII.