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Die Handschriften des Klosters Zwiefalten
Entstehung
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169 = Cod. hist. fol. 416.

Hegesippus, De gestis Judaeorum, Ambrosio interprete.

126 Blatt nicht ganz gleichmäßigen, aber in Anbetracht des großenFormats befriedigenden Pergaments mit gleichmäßiger Minuskel des11./12. Jahrhunderts und großen Initialen in roter Federzeichnung,Knollenranken in Hirsau-Zwifaltner Stil.

Alter Einband: Dicke Holzdeckel mit unverziertem Schweinslederüberzogen; 2 Schließen und 5 größere Eck- bezw. Mittelbeschläge sindverschwunden. Auf Hinterdeckel Titelstreifen.

Siehe K. Löffler, Romanische Zierbuchstaben, S. 32 und Tafel 33.M. Gerbert, Her alemannicum, 1765, p. 202. Ph. W. Gercken, Reisen durchSchwaben, I., 1783, S. 69 f.

170 = Cod. hist. fol. 410.

Paulus 0 r o s i u s, Historiarum libri VII adversus paganos.111 Blatt guten, nicht geglätteten Pergaments mit die Höhe betonen-der, gedrängter Minuskel des 12. Jahrhunderts und schönen Initialenverschiedener Art in Federzeichnung, meist mehrfarbig, seltener rot,ausnahmsweise schwarz und außer Randillustrationen am Anfang einerMiniatur in farbiger Federzeichnung, biblische Urgeschichte von Adambis Noah.

Alter Einband: Holzdeckel mit schmutzig gewordenem, graugelbemSchweinsleder überzogen, worauf durch Blindlinien Rauten mit Ro-setten; 2 Schließen zum größten Teil verschwunden. Auf Vorder-deckel Titelstreifen.Siehe M. Gerbert, Her alemannicum, 1765, S. 202. Ph. W. Gercken,Reise durch Schwaben . ., Thl. 1, 1783, S. 71 f. Die historischen Hand-schriften der Kgl. öffentlichen Bibliothek zu Stuttgart, beschrieben vonHeyd, I., 1899, S. 184. A. Boeckler, Die Regensburg-Prüfeninger Malerei . .(= Miniaturen aus Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek, Bd. 8),1924, S. 65, Anm. 3. K. Löffler, Romanische Zierbuchstaben . ., 1927, S. 31und Tafel 40. K. Löffler, Schwäbische Buchmalerei, 1928, S. 67.

171 = Cod. hist. fol. 415, mit alter Nummer*)-

Chorbuch für die Prim: Chronicon Zwifaltense minus, tracta-tus chronologici, martyrologium Usuardi, regula Benedicti, homiliae.

152 Blatt meist befriedigenden, ungegiätteten, samtartig weichenPergaments mit der großen, runden Zwiefaltner Minuskel der liturgi-schen Texte neben einer kleineren, spitzeren, persönlicheren Schrift, diegleichzeitig ist, aber viel jünger scheint, in verschiedener Ausprägung,mit sehr reichem Initial- und Bilderschmuck in Federzeichnung, letz-terer vorwiegend Illustrationsseiten für das Kalendar.

*) Das von Haas bei der Beschreibung dieser Handschrift erwähnte, aber inseinem Katalog nicht mehr aufgeführte, weil damals nicht mehr in Zwiefaltenbefindliche Chronicon maius ist:

Cod. theol. 4° 141.

Annales resp. Chronicon (die sog. Annnies maiores Zwiefnltenses oder dassog. chronicon maius vel capitulare Zwiefaltense): üsuardus. Martyrologium;regula Benedicti; homiliae super evangelia; Xecrologium Zwiefaltense (dassog. necrologiiim Capitulare).

209 Blatt durch Benützung sehr stark mitgenommenen Pergaments, mitSchrift des 12. Jahrhunderts und Initialen und Federzeichnungen.

Einband des 16. Jahrhunderts: Holzdeckel mit schmutzigem und schadhaft

gewordenen Schweinsleder überzogen, worauf durcdi Blindlinien Rahmen und

Mittelfeld, darin Plattenstempel mit Bankenornament und Bollenstempel mit

Darstellungen der Tugenden. Schließe verschwunden.

Vergl. G. Heß, Monumentorum Guelficorum pars historica, 1784, p. 21i; seqq.

Monumenta Germaniae historica. Scriptores. T. X, 1852, p. 51 se(iq. (Abel) 41 o-

numenta Germaniae historica. Necrologia. I., 1888, p. 2411 seqq. (Baumann). A.

Boeckler, Das Stuttgarter Passionale. 1923, passim (s. Heg.). A. Chroust, Monu-

mentapalaeographica. IIT. Iteihe. IT. Lief., Tat'. 10 (= .100 des Gesamtwerkes),

1927; K. Löffler, Schwäbische Buchmalerei in romanischer Zeit, 1928 S 27 ff