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Die Handschriften des Klosters Zwiefalten
Entstehung
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Initialen mit kleinen Bildchen, Deckfarbenmalerei auf Goldgrund, undmanchen Zierfeldern zum Füllen von Schlußseiten eine große Anzahlvon Bilderreihen in schönen Malereien, z. B. Heimkehr des verlorenenSohnes, Maria mit einem vor ihr knienden Ordensmann, den sie anChristus in den Wolken weist, Evangelist Johannes, auf Christi Schoßsich werfend, Erschaffung der Eva, Dreieinigkeit, Guter Hirte, Chri-stus mit den Wundmalen vor einem knienden Ordensmann usw., wo-bei im Schlußteil die Darstellungen statt als Bilderseiten mehr alsBildinitialen erscheinen.

Alter Einband: Holzdeckel mit braunem Leder überzogen, woraufdurch Blindlinien Rand und Diagonalen: 2 Schließen zum größeren Teilnoch vorhanden, 5 Buckeln verschwunden.

131 = Brev. 110.

L i b e 11 u s precatorius.

159 Blatt befriedigenden und auch gut erhaltenen Pergaments mitSchrift des 15. Jahrhunderts und Bilderschmuck, wenn auch wenigerreich als Nr. 130: Initialen in Gold und Deckfarben, deren vorderstemit Randleisten, die um die ganze Seite gehen, verbunden sind, da-neben viele kleinere mit blauen oder roten Schnörkeln in Federzeich-nung, und 6 Bilderseiten, Abendmahl, Ecce Homo, Veronica mitSchweißtuch usw., bis zur Passio Herasmi. Bilder und Initialen, letz-tere durch die geschlossenen, farbigen Randleisten an niederländischeArt erinnernd, tragen ganz andern Charakter, als die Malerei der letz-ten Nummer. Nach dem Kalendar vorn und ebenso am Schluß vonanderer Hand noch weitere Gebete angefügt, an deren Ende, aufder letzten Seite, aber von anderer Hand: F. Wilhelmus HerremanConuentualis Zwifaltensis.

Alter Einband: Holzdeckel mit braunem Glanzlcder überzogen, wor-auf durch Blindlinien Rahmen und Mittelfeld, im Rahmen eine Zier-leiste, im Mittelfeld ein devotionales Emblem eingepreßt: 2 Schließenversehwunden. Im Vorderdeckel: Sum Joannis öttingeri Ebingensisad Danubium Sueul, In pago Kürchen prope Munderkingen Plebanj. 1634.

132, schon im Haas'schen Katalog mit Blei die Bemerkung:deest.

L i b e 11 u s precatorius.

133 = Brev. 108.

L i b e 11 u s precatorius.

222 Blatt ziemlich feinen, wieder die Spuren starker Benützung tra-genden Pergaments mit Schrift aus dem 16. Jahrhundert: wieder rei-cher Buchschmuck, Initialen in Deckfarben, die größten auf Gold-grund wieder mit Blumenranken um die ganze Seite herum, und6 Bildern, bezw. Bildinitialen, von denen die drei vordersten, Bene-dictus, ein Mönch und Scolastica, wohl aus späterer Zeit stammen. Überdem Mönchbild: F. Wilhelmus Rapp, von anderer Hand ergänzt:obiit anno [15]93. Auf ihn bezieht sich auch der Schlußeintrag hinterden später auf dem 1. Blatt eingetragenen versus Urbani ad Impera-torem Graeeorum: Fr. W. R. Anno 1589, und der Deckelstempel.

Alter Einband: Holzdcckel mit Schweinsleder überzogen, woraufdurch Blindlinien Rahmen und Mittelfeld; im Rahmen der Rollen-stempel mit den Kardinaltugenden, im Mittelfeld über dem Ornament-stück der Mitte oben F. W. R. und unten 1581.