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Die Handschriften des Klosters Zwiefalten
Entstehung
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63 = Cod. theol. fol. 208.

Hieronymus, Commcntarius in Evangelium Matthaei.

157 Blatt kräftigen, manchmal bräunlich-gelben, meist geglättetenPergaments, mit sorgfältiger Minuskel des 9. Jahrhunderts (Karolin-gische Minuskel mit Überbleibseln aus vorkarolingischer) und einigengrößeren Initialen, Flechtwerk auf Tintengrund ausgespart bezw. leichtmit Farbe, grün, hellrot und gelblich, überfahren; ein anderes Mal dickes,fleischiges Blatt mit Augtröpfchen in der Mitte. Am Schluß ein Krypto-gramm an 2 griechischen Kreuzen für den Urheber der Handschrift(fieri iussit), das in wenig einleuchtender Weise Haas auflösen willals: Augustanus episcopus (nachgebildet im Serapeum 1857, S. 28).Schrift, Ornamentik und die großen, farbgefüllten Majuskel-Incipitbezw. Explicit vorn und hinten lassen an Bodensee-Gegend denken(St. Gallen?).

Alter Einband: Holzdeckel mitSchwcinsleder überzogen, worauf durchBlindlinien Rahmen, sowie rautengeteiltes Mittelfeld, und in RahmenBlindpressung des Rollcnstempcls der Wellenranke, in den RautenEinzelstempel der Rosette, in Ring; 2 Schließen verschwunden. AufVorderdeckel Titelstreifen.

64 = Cod. bibl. fol. 74.

Ezechiel cum glossa interlinear! et marginali; am Anfang leoni-nische Verse über den Text in graphischer Spielerei.

117 Blatt ziemlich guten, meist schön weißen Pergaments in Mi-nuskel des 12./13. Jahrhunderts mit 2 nicht sehr großen Initialen amAnfang, die erste in Deckfarbe verbunden mit blauroter Federzeich-nung, die 2. in Deckfarbe mit Goldgrund, beidemal die Farben glanz-los trüb.

Alter Einband: ziemlich wurmstichige Holzdeckel mit Schaflederüberzogen, worauf durch Blindlinien Rand und Rauten, mit Blind-pressungen des Einzelstempels des Rades oder Sternes in Kreis;Schließe nur in Rest vorhanden. Auf Hinterdeckel war ursprünglichTitelstreifen. Als Spiegel Pergamentblatt mit liturgischem Text inSchrift des 11./12. Jahrhunderts.

65 = Cod. theol. fol. 221, mit alter Nummer.

Hieronymus, Contra Jovinianum libri III, Epistolae ad Pamachium,Adversus Helvidium Über.

122 Blatt befriedigenden Pergaments mit Zwiefaltner Minuskel des12. Jahrhunderts.

Alter Einband: Holzdcckcl mit schmutzig gewordenem Schweins-leder überzogen, worauf durch Blindlinien Rahmen sowie Mittelfeld,und darin Blindpressungen der hohen, spitzen Blüte, des Lamms mitKreuzfahne und eines Spruchbandes; 2 Schließen, sowie 5 Eck- bezw.Mittenbeschläge verschwunden. Auf Vorderdeckel war ursprünglichTitelstreifen.

66 = Cod. theol. 4° 244.

Hieronymus, Commentarius in evangelium Matthaei; Pseudo-Hiero-nymus, Commentarius in evangelium Marci.

222 Blatt ziemlich befriedigenden, aber ungleichen Pergaments mitZwiefaltner Minuskel des 12. Jahrhunderts und ziemlich großen Ini-tialen in roter Federzeichnung von Hirsau-Zwiefaltncr Stil, Knollen-ranken mit Tiergestalten in mehr phantastischer Art.

Alter Einband: Holzdeckel mit schmutzig gewordenem Schweins-leder überzogen, worauf durch Blindlinien Rahmen und Rauten, im

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