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4,2 (1923) Dicotyledones : (II. Teil)
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Tafel 145.

Erklärung der Figuren.

Fig. 1. Aruncus sitvester (pag. 671). Blütensprosseiner männlichen Pflanze.

1 a. Männliche Blüte (mit Resten der Frucht-knoten).

1 b. Längsschnitt durch den Fruchtknoten.

1 c. Querschnitt durch den Samen.

2. Cotoneaster integerrima{pag.(y?>b). Blüten-zweig.

2 a. Blüte längsgeschnitten.

Fig. 2 b. Fruchtknoten (nach der Reife) längsge-schnitten.

2 c. Fruchtstand.

2d. Frucht längsgeschnitten. 3. Cotoneaster tomentosa (pag. 685). Blüte

längsgeschnitten.

4. Cydonia oblonga (pag. 689). Blütenzweig. 4 a. Blüte längsgeschnitten. 4 b. Längsschnitt durch die Frucht der var.piriformis.

Die Rosaceen sind reich an verschiedenen chemischen Stoffen (Alkaloide fehlen zwar), so vor alleman cyanogenen Glykosiden (Amygdalin, Laurocerasin, Fragarm, Gein usw.), an ätherischen Oelen (Nelkenwurz»,Bittermandel», Kirsdilorbeer», Rosenöl), an fetten Oelen (besonders in den Samen), an organischen Säuren (inden Früchten), Enzymen, Kohlehydraten, ausserdem an Heliotropin, Vanillin (bei Spiraea und Rosa), Trime»thylamin (Crataegus), Asparagin und Cholesterin (Mandel), an Bitterstoffen, Quercetxn, Lecithin, Hydrochinon,Kosin, Cumarin (Weichsel), Borsäure, T1O2 (im Holz vom Birn» und Apfelbaum), Phytosterin usw. (NähereAngaben bei den einzelnen Arten). Blausäure abspaltende Glykoside sind bei sehr vielen Rosaceen nachge.wiesen worden.

Fossile Reste der Gattung Crataegus sind aus der Kreide von Nordamerika und Grönland bekanntgeworden, ebenso zahlreiche Formen der Gattungen Spiraea, Cotoneaster, Cydonia, Pirus, Amelanchier, Fragaria,Rhaphiolepis, Prunus, Chrysobalanus usw. aus dem Tertiär von Europa, Nordamerika und Columbien. Vonnoch lebenden Arten ist Prunus Amygdalus aus dem böhmischen Miozaen hervorzuheben. In den diluvialenAblagerungen spielt als Leitfossil Dryas octopetala eine wichtige Rolle (siehe dort!).

Die Rosaceen sind mit anderen Familien der Rosales nahe verwandt, so besonders mit den Saxifraga*ceen durch die Spiraeoideae (vgl. pag. 563) und mit den Leguminosen durch die Chrysobalanoideae (vgl. pag. 667),welch letztere häufig auch als selbständige Familie aufgefasst werden ; diese besitzen zygomorphe Blüten und ±verwachsene Staubfäden, ausserdem im Holz Kieselsäureablagerungen., Ueber die Verwandtschaftsverhältnisseinnerhalb der Familie vgl. Jacobsson.Stiasny, Emma. Versuch einer embryologisch»phylogenetischen Be»arbeitung der Rosaceae. Sitzungsberichte der Akademie der Wissenschaften Wien, 1914.

1. Balgfrüchtchen nach innen aufspringend (Fig. 1004b), mehrsamig. Blüten klein, in meist sehr reich,blütigen, dichten, doldentraubigen oder rispigen Blütenständen. Unbewehrte Sträucher und Stauden mit unge»teilten, gelappten oder (Aruncus) doppelt gefiederten Laubblättern. (Vgl. auch Physocarpus, pag. 680.) . . 2.

1* Schein», Schliess» oder Steinfrüchte. Blüten ^ gross oder klein. Laubblätter ungeteilt, gefingertoder einfach gefiedert 3.

2. Sträucher mit ungeteilten oder gelappten Laubblättern. Blüten zwitterig. Spiraea CCCLXXXI.

2°. Mehrjährige Stauden mit doppelt 3»zählig gefiederten Laubblättern. Blüten zweihäusig.

Aruncus CCCLXXX.

3. Dornig bewehrte oder unbewehrte Bäume und ± aufrechte Sträucher 4.

3*. Stachelige Sträucher, stachelige oder unbewehrte Halbsträucher, Stauden und Kräuter, niederliegende,

unbewehrte Zwergsträucher (vgl. auch Cotoneaster) 12.

4. Fruchtknoten 1, oberständig, frei. Steinfrucht. Laubblätter ungeteilt . . . .Prunus CCCCV.

4'. Fruchtknoten 2 bis 5; mit dem Blütenboden und meist auch untereinander verwachsen (Fig. 1023 d, e).

Apfelfrüchte v 5.

5. Niedrige (bis 2 m hohe), unbewehrte Sträucher mit einfachen, ganzrandigen, kurzgestielten, eirund»liehen Laubblättern. Blüten klein und unscheinbar in arm» (bis 12»)blütigen Trugdolden.

Cotoneaster CCCLXXXII.

5*. Bäume und meist höhere Sträucher mit ganzrandigen oder meist gezähnten Laubblättern. Blütengross, einzeln oder in Trugdolden oder klein und dann zu reidiblütigen Trugdolden oder Trauben vereinigt. 6.

6. Bäume oder hohe Sträucher mit sehr kurzgestielten, ungeteilten, ganzrandigen, breit eiförmigen,oberseits verkahlenden Laubblättern und mit einzeln endständigen, grossen Blüten. Kelchblätter ganzrandig,kürzer als die Kronblätter (Fig. 997 e) Cy d o n i a CCCLXXXII1.

Hegi, Flora. IV, 2. i35