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aus aufsteigendem Grunde i aufrecht, dünn, wie die ganze Pflanze blaugrün bereift, oberwärtsdrüsig behaart (selten drüsenlos). Laubblätter kreuzweise gegenständig oder wechselständig,dick, fleischig, eiförmig oder kurz elliptisch, 3 bis 7 mm lang und bis 5 mm dick, oberseitsfast flach, unterseits stark gewölbt (daher halb»walzlich bis fast halbkugelig), höckerig, kahl.
Blüten in lockeren, rispigen, stark drüsig»behaarten Wickeln auf 3 bis 5 mm langenStielen. Kelchblätter 5, eiförmig, 1,5 bis 2 mmlang, kahl oder spärlich drüsig. Kronblätter 5,ei»lanzettlich, spitzlich, 2 bis 3 mal so lang alsder Kelch, 4,5 bis 5 mm lang und 1,5 bis 2 mmbreit, weiss oder schwach rosa, am Grunde gelb»gefleckt, auf der Unterseite mit purpurnemMittelstreifen. Staubblätter ± 10,5 mm lang; Staub»beutel purpurrot. Balgfrüchte 5, aufrecht, 3,5 bis4 mm lang, in den 0,8 bis 1 mm langen Griffel zu»gespitzt (Taf. 140, Fig. 5 a). Samen 0,6 bis 0,7 mmlang, längs=runzelig, hellbraun. — VI bis VIII.
Verbreitet, doch stellenweise ganzfehlend, in Felsspalten, auf Mauern, Schutt,steinigem Waldboden, alten Dächern; von derEbene, besonders aber von der montanen bisin die subalpine Stufe ansteigend (in Bayern bis1600 m, im Wallis bis 2500 m, im Tessin bis2150 m, im Engadin bis 2200 m). Besondersauf kieselhaltigem Gestein, seltener auf Kalk.
In Deutschland ursprünglich nur im Süden ;in Bayern vereinzelt in den Allgäuer Alpen (Höfats,
Dietersbachtal, Odisenalpe im Bärgündele, Kienberg beiI fronten, im Mittelstock am Kofel bei Ammergau,am Rosstein und Leonhardsstein bei Kreuth sowie früher verwildert an der Schlossmauer bei Tegernsee,ausserdem noch im Fiditelgebirge (Schlossberg Berneck, Ruine Grünstein bei Gefrees und Kösseine; hier viel»leicht ausgesät) und im Fränkischen Jura (Bieberbach upd Streitberg), in Württemberg und Hohenzollern amReussenstein im Donautal zwischen Tiergarten und Gutenstein, am Hohentwiel, in Baden im Feldberggebiet >am Hirschsprung, bei Wollbach, Kandern, Istein, bei Oberadiern, im Elsass in den Hochvogesen, in Lothringen beiMeiz, in der Pfalz bei Herxheim, Kallstadt und Leistadt (auf Tertiärkalk); in Mittel» und Norddeutschland nur verwildertoder angepflanzt, so am Hohenstein am Süntel, an einem Elbdeich bei der Lubemündung. — In Oesterreichzerstreut in Salzburg, in Steiermark (zerstreut in den Zentralalpen), in Kärnten (zerstreut), in Krain und inTirol (verbreitet). — In der Schweiz im Alpengebiet verbreitet, im Mittelland und im Jura ziemlich zerstreut.
Allgemeine Verbreitung: West», Mittel» und Südeuropa; Nordafrika.
Aendert ab* var. vulgäre Moris (= var. genuinum Gren. et Godr.). Pflanze kahl oder nur imBlütenstand drüsig=behaart (Häufigste Form). Hierher gehören, subvar. adenöcladum (Burnat) Briquet.Blütenstandsachse kurz drüsig=behaart (Sehr häufig). — subvar. glabrätum Rouy et Camus. Pflanze voll»ständig, auch der Blütenstand kahl. Angenähert in der Südschweiz (Wallis, Tessin, Graubünden). — subvar.Vallesiacum Beauverd. Pflanze lockerrasig, ± 9 cm hoch. Stengel unterwärts kriechend und kahl, gegen dieSpitze zu ästig und allmählich drüsig werdend. Stengelblätter gegenständig. Stengelglieder 10 bis 20 mm lang.Blütenstand ästig, mit einfachen und verzweigten drüsigen Aesten. Kronblätter rosa, in der Mitte violett gestreift(Im Wallis oberhalb Findelen bei 2500 m). — var. glanduliferum (Gussone) Moris (= f. pubdscens Schlechten»dahl). Ganze Pflanze drüsig=flaumig, verlängert. Kelchblätter spitzer (Streitberg im Fränkischen Jura und mehr»fach im Wallis). — var. Donatiänum Vis. et Sacc. (= S. Donatianum Dalla Torre et Sarnthein, = Semper»vi'vum stellätum Poll.). Pflanze viel höher. Laubblätter doppelt so gross als beim Typus. Blütenstand gedrängt.Südtirol (Canal San Bovo im Fassatal, Monte Baldo, zwischen Artillonzin und Artilone).
Fig. 914. Sedum dasyphyllum L.Phot. Dr. H. Gam s, Zürich.