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Arthur Lutze's Lehrbuch der Homöopathie
Entstehung
Seite
50
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abgehende Stühle. 3) Bei der sogenanntentrockenen Cholera, ohne Durchfall und Er-brechen, allgemeine Krämpfe, bald in denBeinen und Waden, bald in den Armen und Händenoder in den Kaumuskeln, so dass der Mund nichtgeöffnet werden kann; dabei zuweilen unwillkürlichlautes Aufschreien mit nachfolgender Schwächeoder Ohnmacht. 4) Nach Aufhören aller sicht-baren Lebenstätigkeit, bei unfühlbarem Pulse (nebenCarb. veg.), im letzten Stadium (der Lähmung),Starrkrampf.

*Hyoscyamus niger.

Bilsenkraut, eine bei uns wild wachsende Solanee.

Zahnschmerzen mit Heissüberlaufen oderfliegender Hitze nach dem Kopfe.

Epileptische Anfälle, die mit tiefem, schnarchendemSchlafe endigen. Veitstanz.

Gehirnentzündung, bei welcher Bell, nicht mehrhilft. Flockenlesen beim Nervenfieber. Folgen vonunglücklicher Liebe mit Eifersucht, "Wahnsinn mitSchamlosigkeit: der Kranke entblösst sich und gehtnackt umher. Krampfhafte Verschliessung derAugenlider, Schielen, Doppeltsehen und Nachtblindheit(neben Beil.). Nächtlicher, trockener Husten mit Kitzel-reiz.

Hypericum perforatum.Johanniskraut, Hartheu, eine bei uns einheimischeHypericinee.

Gleichzeitig äusserlich und innerlich angewendet,keilt dies Mittel Wunden durch Stich, Schnitt, Quet-schung und Zerreissung, wenn dabei die Schmerzenungemein heftig sind und lange fortwähren, einemheftigen Zahnweh ähnlich, von der Wunde aus, demLaufe des Gliedes nach, aufwärts, d. h. wenn dieNerven zerrissen und gequetscht worden sind. (DaherNerven-Arnica genannt) Ausserdem wenn Kinder nachjeder unbedeutenden Verletzung Krämpfe bekommen.