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Dispensatorium pro Pharmacopoeis Viennensibus in Austria : ex Mandato Sac. Caes. Mtatis a Collegio Medicorum Viennensium collectum et revisum
Entstehung
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XXXVII
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Einleitung.

XXXVII

Es erübrigen nun noch einige Worte über das in unseremDispensatorium vorkommende Arzneigewicht, welches auf demalten, auch von den Arabern angenommenen griechisch-römischenDuodezimalsystem beruht und in Österreich seit 1. Jänner 1876durch das metrische Gewicht ersetzt wurde.

Als Einheit diente das Gran (granum), ein Weizen- oderGerstenkorn, nach dem Augsburger Dispensatorium ein weißesPfefferkorn.

Die Einteilung war folgende:

1 Pfund (libra) =12 Unzen (uncia) unc.

1 Unze . . . = 8 Drachmen (drachma) dr.

1 Drachme. . = 3 Skrupel (scriptulum) scr.

1 Aureus . . = l*/s Drachmen.

1 Skrupel . . = 20 Gran (granum) gr.

Zur Bezeichnung des halben Gewichtes =■ semis. s.

Eine Handvoll = Manipulus M.

Eine Prise = pugillus p.

Zu bemerken ist, daß das bürgerliche Pfund 16 Unzenhatte, das Apothekerpfund demnach drei Viertel des ersteren wog. 1 )

') Eine genaue Bestimmung über die Schwere des Wiener Pfundeskann ich leider derzeit nicht bieten, da meine Studien hierüber nochnicht abgeschlossen sind. Nach Willi. Rottleuthner: Die alten Lokal-masse und Gewichte. Innsbruck 1883, p. 134 wog das Wr. Apotheker-pfund vom Jahre 1761 = 420.049 grm., das auf mein Ersuchen eich-ämtlich bestimmte Pfund im historischen Museum der Stadt Wien vomJahre 1773 = 420.0524 grm., endlich das Pfund zur Zeit der Abschaffung1876 = 420.045 grm. — Das alte Nürnberger (bayerische) Apotheker-]>tund war dagegen leichter, so daß ein Gran mit rund 0'06, gegen dasWiener mit 0 07 grm. angenommen wurde.