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gestielt. Blüten rispig angeordnet. Kelch glockig, mit spitzen, fast linealen Zipfeln. Blüten»kröne rot, trichterförmig, bis 5,5 cm lang. Kronröhre lang, walzenförmig; Saum 5=spaltig,ausgebreitet, mit 3=edcigen, zugespitzten Abschnitten. Staubblätter 5, davon 4 länger, 1 kürzer;Staubfäden pfriemlich, unten flaumig; Staubbeutel der Länge nach aufspringend. Narbe köpf»förmig abgeplattet, schwach 2=lappig; Griffel fadenförmig, lang; Fruchtknoten 2=fächerig, mitzahlreichen Samenanlagen. Frucht eine länglich=eiförmige, spitzliche Kapsel (Taf. 233, Fig. 3 b).Samen zahlreich, klein, ei* und nierenförmig, Oberflädie fein netzgrubig (Taf. 233, Fig. 3 c).Keimling gekrümmt. — VI bis IX.
Die Heimat der Pflanze ist Amerika (Virginien); sie wird in der heissen undgemässigten Zone vielfach angebaut (vgl. pag. 2620).
Die systematische Gruppierung der Tabakssorten ist sehr schwierig, da die meisten aus Bastardierungenhervorgegangen sind. Nach rein praktischen Gesichtspunkten lassen sich (nach J.Wolf) etwa folgende Formenunterscheiden! 1. Gewöhnlicher v. T. (virginischer Tabak). Blattbreite zur Länge etwa wie 1 : 4(5). Blatt«Substanz etwas blasig. Blätter von der Mitte an nach abwärts hängend, so dass ihre Spitzen nicht selten denBoden berühren. 2. Schmalblätteriger v. T. m T
Laubblätter sehr schmal (Blattbreite zur Länge etwa . jlfc"wie 1 :6). Blattsubstanz dick, ohne Blasen. Nurnoch wenig angebaut, da die Blattrippen (weniger , p
brauchbar) im Verhältnis zu den übrigen Teilen \
des Blattes zu viel an Masse haben („ungünstiges
Rippenverhältnis"). 3. Lanzettblätteriger v. T. j 0& JltJiLJ < J
Laubblätter gerade, Rippen weiss („weissrippiger"v. T.). Wenig angebaut (Ostpreussen, Schlesien,
Thüringen). 4. Steifb 1 ä11eriger v. T. („Vinzer»
Tabak"). Laubblätter in spitzem Winkel vom Stengelabstehend, steif. Blattbreite zur Länge etwa wie1 : 3. Blattsubstanz dick, nicht blasig. Selten mehr
angebaut. 5. Breitblätteriger v. T. Laub« Sjfft > gjrA
blätter ziemlich entfernt am Stengel stehend, dünn, T? - RKf \ J
wenig blasig; Blattbreite zur Länge wie 1 ,2,25. ABB ,^ p WB
Mittelrippe ziemlich didc, Seitenrippen dünn. Hie« W «Sffc Jty V
her gehört audi der „Gundi'.Tabak, der in Baden r ' -X jjP®/
sehr viel angebaut wird. 6. D i ck r i p p i g e r v. T. V
(„Friedrichstaler"). Laubblätter ziemlich gedrängt am ' jSJ
Stengel, in der Mitte am breitesten. Blattsubstanz ^0"^
dünn, blasig. Mittelrippe sehr didc („ungünstiges S',1 UV
Rippenverhältnis*). Früher sehr viel in der Pfalz r J■ F* j
angebaut. 7. Dickrippiger blasiger v. T. k M \
(„ Amersforter", nach dem holländischen Ort Amers» (ßi
fort in der Provinz Utrecht). Blätter dünner, faltiger i
als bei voriger, sehr blasig. Hieher der „Geudert. I ,
heimer" (nach dem niederelsässisdien Dorf) Tabak. Jt.
Laubblätter etwa doppelt so lang wie breit. Viel
in Baden und im Elsass gebaut. — Alle die ge»
o . , , , ,. , „ Fig. 3433. N i c o t i a na T a b a c u m L. (links) und Nicotiana
nannten Spielarten besitzen ungestielte Blatter. Der rustica L. (rechts). Phot. R. E. Pf en n i ng er, München.
virginische Tabak mit gestielten Blättern wird, da
er zu viel Rippen liefert, kaum angebaut. Lediglich nach dem Umriss des Blattes stellt Anastasia (1906)die Formen auf: var. Havan^nsis mit elliptischem Blatt, var. Brasili^nsis mit mehr zungenförmigem,3=eckigem Blatt, var. Virgünica mit lanzettlichem Blatt und var. purpürea (= macrophylla Comes) mitbreitem Blatt (nach K r a f f t. F r u wir th , 1919).
Biologie. N. Tabacum ist in ihrer Heimat angeblich auch ornithophil (Bestäubung durch Vögel[Kolibris, Honigvögel]). Die Kronröhre enthält in ihrem unteren Teile reichlich Nektar. Die Blüten sindschwach proterogyn, bei manchen Spielarten aber auch homogam. Da Narbe und (ein Teil der) Antherenannähernd in gleicher Höhe stehen, so ist spontane Selbstbestäubung leicht möglich, meist sogar unver«meidlich. Sie führt zu Samenansatz. Auch künstliche Selbstbestäubung ist von Erfolg. Als Blütenbesudier