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Bastarde zwischen den Arten der Sektion Bugula werden ziemlich leicht gebildet, sind aber oft übersehenoder verkannt worden. 1. A. Genevensis X A. reptans (= A. hybrida Kerner, = A. brevipröles Borbäs,= A. Hampeäna auct. non Braun et Vatke, = A. caespitösa Schleicher?, = A. reptans var. montäna Beckhaus,= A. Genevensis var. grandifölia Beckhaus, = A. vulgaris subsp. Kernen Rouy). In verschiedenen Formenrecht verbreitet. Eine der A. reptans genäherte Form ist f. brevipröles (Borbäs), eine der A. Genevensis genähertef. stolom'fera Semler. Audi A. Genevensis X A. reptans f. Gintlii PodpSra ist bekannt. — 2. A. pyramidalis
X A. rept ans (= A. Hampäana Braun et Vatke,= A. pseudo-pyramidälis Schur, = A. alpinaFries? non L., = A. rup<£slris Schleicher?, = A.pyramidalis f. stolom'fera Gaudin et var. Sem»proni&na Briquet, = A. hümilis et fällax [Celak.]Borbäs, = A. vulgaris subsp. Borbasiäna, ab»nörmis et fällax Rouy). Aus Mitteleuropa bisherbekannt aus dem Harz (Selketal), Schwarzwald(Schweighof), Westpreussen (Brentau=Go!dkrug,im Münsterwalder Forst besonders üppige Exem.plare, mit 20 und mehr blühenden Ausläufern),Baden (Badenweiler), Steiermark (Kalkberg beiSt. Lambrecht), Tirol (mehrfach im Inntal), Grau»bünden, Tessin (vielfach) und Wallis (z. B. imEifischtal und Simplongebiet). — 3. A. G e n e»vensis X A. pyramidalis (= A. adulte«r in a Wallr., = A. vulgaris subsp. Knäfii etsubsp. foliösa var. Walrothiana Rouy). Bekanntaus Brandenburg (Gross.Behnitz), Westpreussen(mehrfach), Steiermark (St. Lambrecht), Tirol undTessin (Onsernone, angeblich auch Airolo).R. Schulz unterscheidet 3 Formen: A. adulterinaWallr., A. intermedia R. Schulz und A. per»bracteäta R. Schulz.
Weiteres über die Bastarde in Termds»zet. Ficzetek. Bd. XII 1889 (Borbäs, Conspectus Ajugarum), in Deutsche Botan. Monatschr. Bd. XIX 1 <901(Becker), Allg. Bot. Zeitschr. 1902, pag. 207, Verh. Bot. Ver. Brandenb. Bd. XLIV 1902 (R. Schulz) u. a.
116. Farn. Solatläceae. ') Nachtschattengewächse. 2 )
Einjährige, zweijährige oder ausdauernde Kräuter oder Holzgewächse (diese vertreten durchnicht in Mitteleuropa einheimische Gattungen bezw. Arten, z. B. Lycium, Cyphomändra, Soländra,Datüra arbörea, D. suaveolens, Oestrum, Duböisia, Brunfelsia). Laubblätter ungeteilt (z. B. Lycium,Atropa, Hyoscyamus, viele Solänum=Arten) oder geteilt (z. B. Solanum tuberosum, S. Lyco*persicum), in der nichtblühenden Region fast ausnahmslos wechselständig, in der blühendenwechselständig oder gepaart (dieses infolge von sympodialer Verzweigung und Verschiebung, vgl.unten 1). Nebenblätter fehlend. Blütenstände zymös, meist Wickel, ohne Hochblätter, manchmalBlüten auch einzeln stehend (z. B. Physalis, Datüra). Perianth und Androeceum aktinomorph,5=zählig (Fig. 3381), seltener ± schräg zygomorph (z. B. Hyoscyamus, Salpiglössis, Sdiizänthus).Kelch gewöhnlidi bleibend, ± verwachsenblätterig. Blütenkrone verwachsen, meist aktinomorph(der Saum manchmal etwas zygomorph, z. B. bei Datüra), in der Knospenlage meist in derRegel gefaltet. Blüten zwittrig. Staubblätter in der Regel 5 (seltener 4 oder nur 2) mit denZipfeln der Blütenkrone abwechselnd, dem Grunde der Krone eingefügt, gleichlang oder
') Vgl. Solanum, pag. 25S1 Anm. 1.
') Bearbeitet von Stud.»Professor Dr. Hrch. Marz eil, Günzenhausen (Bayern); Herrn Prof. Dr. G.Bitter [gest. 30. Juli 1927] (Bremen) und Herrn Prof. Dr. G. Hegi bin ich (Marzeil) für eine Anzahl vonHinweisen und Ergänzungen zu grossem Dank verpflichtet.
Fig. 3380 A. Satureja Acinos L., am Hesselberg (auf Weissem Jura).Phot. Dr. Hrch. Marzeil, Günzenhausen (Bayern). Siehe pag. 2297.