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wurden Macroglossa stellatarum, ferner Honigbienen und Hummeln festgestellt. Bei einer Form vonN. Tabacum ist Parthenogenesis beobachtet worden (Thomas). Nach Kerner wächst die Blumenkronenachträglich um etwa '/ s cm, so dass die anfänglich etwas unterhalb der Narbe stehenden Staubbeutelin deren Höhe rücken. Auf diese Weise kommt dann leicht Autogamie (vgl. Hyoscyamus niger, pag. 2576).zustande (Knuth). Die Verhältnisse bei Bestäubung der N. affinis hat Heineck 1 ) eingehend beschrieben.Ueber Tabakkrankheiten usw. vgl. pag. 2619!
Wie viele Kulturpflanzen neigt auch die Tabakpflanze stark zu Missbildungen. Bekannt sindStengelverbänderung, Doppelblätter, Doppelascidien auf dem Laubblatt, zentrale Prolifikation der Blüte, Poly-merie der Blüten, ausgesprochene Zygomorphie (2.lippige Blüten), Spaltung der Krone, röhrenförmige Aus-bildung der Kronabschnitte mit eingeschlossenen Staubblättern, Abort der Krone mit hypertrophischem undkorollinisdiem Kelch, Anwachsen der Staubblätter an die Kronröhre und Auftreten von Katacorollarlappen ander Aussenseite der letzteren, Petalodie und Pistillodie der Staubblätter, Abort der hinteren Staubblätter, Ueber.gangsbildungen zwischen Antheren und Carpellen, Vergrünung aller Blütenteile (besonders der Carpelle),gegabelte Keimblätter usw.
2446. Nicotiana latissima Mill. (= N. macrophylla Spreng.). Maryland = Tabak.
Einjährig. Stengel bis 3 m hoch werdend. Laubblätter elliptisch ^eiförmig, kurz zugespitzt,mit geöhrtem Grunde sitzend, etwas herablaufend, fast rechtwinkelig vom Stengel abstehend.Blüten rosa bis rot. Kronröhre walzenförmig; Zipfel des Kronsaums kurz zugespitzt. Kapseleikegelförmig, stumpf. Im übrigen wie nr. 2445. — VII bis X.
Die Heimat der Art ist Amerika, wo sie besonders in Maryland (Vereinigte Staaten)gut gedeiht; sie wird auch im Gebiet (z. B. in der Gegend von Nürnberg, im Elsass zwischenStrassburg und Schlettstadt) hin und wieder angebaut.
Wichtige Spielarten sind (nach J.Wolf): 1. Länglichblätteriger M..T. (Maryland.Tabak). Laub,blätter lanzettförmig. Blattsubstanz dünn, blasig. Blattbreite zur Länge etwa wie 1 s 2,5 (3). Blattrippen dünn.2. Breitblätteriger M.«T. Pflanze sehr hoch werdend. Laubblätter entfernt, aufrecht stehend, glatt, dickund etwas fettig. Blattbreite zur Länge etwa wie Ii 2. Grossblätteriger M.-T. (Ohiotabak). Laubblätterrundlich, fast ebenso breit wie lang, wenig blasig, dünn. 4. Ovaler breitblätteriger M..T. Blatt«breite zur Länge etwa wie 3 s 2. Blattsubstanz ziemlich dick, wenig blasig. Nebenrippen rechtwinkelig zurHauptrippe stehend. Wird z. Tl. in Ungarn und Griechenland gebaut. — Formen mit gestielten Blättern(„gestielter M .T.") werden in China und teilweise in der Türkei kultiviert.
2447. Nicotiana rlistica 8 ) L. Bauern* oder Veilchentabak, in Tirol Geiz. Franz.: Tabacrustique; faux, petit tabac; engl.: Common, turkish tobacco; ital.: Tabacco brasile. Taf. 283,
Fig. 4 und 5; Fig. 3432 und 3433.
Einjährig. Stengel gewöhnlidi höchstens 1 m hoch, glatt, gleich über dem Bodenverzweigt. Laubblätter gestielt, eiförmig, stumpf, etwas blasig, der Grund oft herzförmig(var. cordäta), Mittelrippe dick. Blüten in traubenähnlichen Rispen. Kelch glockenförmig, mit5 ungleichen Lappen. Blütenkrone grünlichgelb ; Kronröhre walzenförmig, am Grunde etwasaufgetrieben; Kronsaum mit 5 kurzen, stumpf=eiförmigen Lappen. Staubblätter 5, am Grundeder Kronröhre angewachsen; Staubfäden länglich=pfriemlich ; Staubbeutel länglich=eiförmig, derLänge nach aufspringend. Fruchtknoten rundlich=eiförmig, von der Seite her etwas zu»sammengedrückt; Narbe kopfförmig, abgeplattet, 2=lappig; Griffel fadenförmig, abfallend.Frucht eine rundlich»eiförmige Kapsel (Taf. 233, Fig. 5). Samen klein, eiförmig, bräunlich,mit fein netzgrubiger Oberfläche. — VI bis IX.
Heimisch in Mexiko und in Südamerika; wird im Gebiet häufig angebaut (in Tirolin Gärten bis 1400 m ; in Graubünden im Samnaun bis zirka 1850 m [Käser]).
1 ) Heineck, Beitrag zur Blütenbiologie von Nicotiana affinis Moore (Naturw. Wochenschr. N. F. VII
[1908], pag. 442 bis 444 mit 5 Abb.).
s ) Lat. rüsticus = ländlich, bäuerlich, von lat. rüs = Land (im Gegensatz zu Stadt); deutet darauf
hin, dass diese Art weniger geschätzt ist.