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dunkelpurpurn, in der Milte orange und mit dunkleren Adern durchzogen. Die ganze Pflanze ist klebrig»drüsenhaarig.Staubblätter 4. Adventiv beobachtet auf Schutt bei Ilvesheim in Baden (1910), im Hafen von Ludwigshafen 1910,1912).— Schizänthus 1 ) pinnätus Ruiz et Pavon (Chile). Fig. 3388a bis d. Pflanze klebrig«drüsenhaarig. Laubblättereinfach« oder doppelt gefiedert; Fiederblättchen einfach, gezähnt oder eingeschnitten=fiederspaltig. Krone weisslich.Kronröhre höchstens so lang als der Kelch; Unterlippe blasser, der mittlere Zipfel i gelblich, purpurrot gefleckt,die zwei mittleren Zipfel der Unterlippe kleiner als die seitlichen; Oberlippe häufig violett oder lila. Staubblätter 2-,
. Staubfäden lang aus der Kronröhre hervorragend.
wr/ß a Wird in vielen Farbvarietäten gezogen. Adventiv
Mar /1 beobachtet in Kleefeldern bei Nienstedt in Han.
R-01 ^ My* /\ nover (1877), auf Schutt beim Friedhof Mannheim
(1909). — Sch. retüsus Hook. (Chile). Fig. 3381 C.Krone rot; Mittellappen der Unterlippe bis auf diekarminrote Spitze goldgelb, dunkelpurpurn geädert,die zwei mittleren Zipfel der Unterlippe grösser alsdie seitlichen. Staubfäden kurz hervorragend. —Sch. Grahdmii Gill. Krone deutlich länger als derKelch, lila oder rosenrot. Staubfäden kurz hervor«ragend. — Sch. Hook^ri Gill. (Chile). Kronröhrelänger als der Kelch. Krone violett, lila oder rosen«rot. Staubblätter lang hervorrragend. — Sch. cän•didus Lindl. Krone länger als der Kelch, rein weiss;Mittellappen der Oberlippe 2«lappig, die Seiten«läppen borstenförmig oder spitz-lineal; Mittellappender Unterlippe breit-eiförmig, ausgerandet 2»spaltig.— Nierembdrgia®) frut^scens Durieu (Chile).Fig. 3389. Pflanze halbstrauchig, weichhaarig, auf«recht. Laubblätter linealisch. Krone bläulich weissoder reinweiss. Adventiv im Hafen von Ludwigs«hafen (1909). — Aehnlich ist die meist einjähriggezogene N. gräcilis Hook. — Eiförmige Blätterbesitzen die ebenfalls aus Südamerika stammen«den N. rivuläris Miers. — Browällia 8 )demissaL.(Trop. Amerika). Pflanze 1.jährig, kraut«artig. Stengel und Laubblätter flaumhaarig, untenkahl. Krone violett oder bläulich, im Schlündeweisslich. Auch andere Arten wie B. grandi«f 1 ör a Grah. (= B. Rcezli hört.), B. viscösa H. B.et Kth. (= B. pulchölla hört.) werden kultiviert. —Brunf61sia 4 ) Americäna Sw. (Südamerika).Strauch mit trichterförmigen, wohlriechenden, gelb«lichweissen Blüten und verkehrt.eiförmigen Laub«Fig. 3389. N i e r e m b e r g i a i r u t e s c e n s Durieu. blättern. - Die in Brasilien heimische B. H o p e ä n a
Benth. (= Franciscea uniflöra Pohl) liefert dieManacawurzel (Radix Manäca, rädix Francisceae uniflörae, Mercürius vegetäbilis). Sie enthält neben Manacei'ndas in seiner Konstitution nicht genauer bekannte krampferregende Alkaloid Manacin (CasHsaNaOie). In Brasilienwird die Droge seit langem gegen Schlangenbiss, als Purgans und Antisyphiliticum gebraucht. Auch die verwandteB. ramosfssima Benth. (Brasilien) enthält Alkaloide. — Soländra 5 ) grandiflöra Swartz, „Papaturra". Kletter.
l ) Gr. oxßeir [schizein]=spalten und «V'/of [dnthos] = Blüte; nach der zweilippig gespaltenen Blumenkrone.
*) Nach dem span. Jesuiten u. Prof. d. Naturgesch. in Madrid Joh. Eus. Nieremberg (gest. 1663); in seiner„Historie Naturae maxime peregrinae libris XVI" (Antwerp. 1635) bringt er wichtige Beiträge zur Flora Südamerikas.
*) Nach dem botanischen Schriftsteller und späteren Bischof von Abo (Finnland) Joh. Browal [Bro«wallius] (geb. 1707, gest. 1755), der sich als Verteidiger des Linn^'schen Sexualsystems einen Namen machte.
*) Nach dem Arzt, Botaniker und Theologen Otto Brunfels (geb. um 1489 zu Mainz, gest. zu Bern1534); mit seinem „Contrafayt Kreuterbuch" (Strassburg 1532) gehört er zu „deutschen Vätern der Pflanzenkunde".
*) Nach dem Schweden Daniel C. Solander (geb. 1736, gest. 1786), der den Weltumsegler Coockauf dessen erster Reise (1768 bis 1771) begleitete.
H e g i , Flora. V, 4. 364