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(besonders in zygomorphen Blüten) von ungleicher Länge (z. B. bei Nicotiäna 4 ungefährgleichlang, 1 kürzer); hie und da infolge von Reduktion nur 2 oder 4 Staubblätter (bei vielen Salpi=glossideae); Antheren intrors, 2=fächerig. Fruchtknoten ober»ständig, meist 2=fächerig (zuweilen 5=fächerig, z. B. bei Nicändraoder jedes Fach nochmal gefächert und dann anscheinend 4=fächerig z. B. bei Datura [Fig. 3382 D]; bei Capsicum»Arten istdie Frucht manchmal nur im unteren Teil 2=fächerig); Scheide»wand des Fruchtknotens meist zur Mittellinie der Blüte schräggestellt, mediane Stellung bei einigen Cestreae. Plazentameist sehr dick, zentral (d. i. sdieidewandständig), fast bis zurFruchtwand reichend. Samenanlagen gewöhnlich zahlreich,seltener nur wenige, mitunter sogar nur eine (bei gewissenLycium», Cestrum=Arten, bei Henoönia myrtifölia Griseb.),anatrop oder (schwach) amphitrop. Griffel mit meist 2=lappigeroder 2=teiliger Narbe. Frucht eine Beere (z. B. Nicändra,
Lycium, Atropa, Physalis, Solanum, Cäpsicum, Mandragora)oder eine Kapsel (z. B. Scopölia, Hyoscyamus, Datüra Stra=mönium, Nicotiäna, Petünia, Salpiglössis, Schizänthus), selteneine Steinfrucht (Graböwskia, einige Lycium*Arten). Keimlinggekrümmt (Nicandreae, Solaneae, Datureae) oder geradebezw. nur schwach gekrümmt (Cestreae, Salpiglossideae).
Samen mit Nährgewebe (fehlt nur bei den Cestreae=Goetzeinae).
Ab und zu ist der oberirdische Stengel sehr stark verkürzt,so dass die Blätter unmittelbar der Wurzel zu entspringen scheinen(Mandragora). Bei niedrigen (meist amerikanischen) Arten der GattungSolanum (z. B. S. tuberosum) finden sich unterirdische, knollige Rhizome.
Auch kriechende (z. B. Nieremb^rgia), niederliegende (z. B. Hyoscyamusaureus), sowie klimmende (Soländra, einzelne Solänum.Arten) Formen
Fig.3380B. Leonurus Marrubiastrum L.
2 ° ° i, ° Phot. F. Hermann, Bernburg (Anhalt).
^ Vgl. Seite 2390.
kommen vor. In der Regel ist jedoch derStengel aufrecht. Besonders bemcrkens»wert ist die eigentümliche Blattstellungmancher Arten. Hier sind nämlich inder Blütenregion die Blätter nicht, wiees in dieser Familie die Regel ist, wechseleständig, sondern (scheinbar) gepaart undzwar so, dass immer ein grösseres undkleineres Blatt in gleicher Höhe ent«springen. Die Blüten stehen dann an.scheinend nicht in einer Blattachsel,sondern zwischen den beiden gepaartenBlättern. Diese merkwürdige Blatt«Stellung wird zufolge Verschiebungender Blätter durch Emporheben derselbenam wachsenden Stamme, durch Concau»lescenz („Verwachsung" des Achsel«Produktes mit der Abstammungsachse)und durch Recaulescenz (Emporheben des Tragblattes durch das Achselprodukt) bedingt. Ziemlich einfach liegendie Verhältnisse bei Datura (Fig. 3383 A und B): jede Sprossgeneration im blütentragenden Teil des Stengels hatnur 2 Laubblätter und wird von einer Blüte abgeschlossen; aus der Achsel eines jeden dieser beiden Laubblätter
Fig. 3381. Diagramme von Solanaceen: A Nicandra physaloides, B Petunianystaginiflora, C Schizänthus retusus, D Datura Stramonium, E Hyoscyamus albus,F Salpiglössis sinuata. Die Pieile geben die Symmetrieebene an, a und ß dieVorblätter (nach Eichler).