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5,4 (1927) Dicotyledones : (V. Teil), Sympetalae
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Tafel 231.

Fig 3. Atropa Belladonna (pag. 2566). Blühen-der Spross.

3 a. Blüte geöffnet.

3 b. Frucht mit Kelch.

3 c. Querschnitt durch die Frucht.

3d. Längsschnitt durch diese.

3e. Samen.

3 f. Samen durchschnitten.

3g. Spross mit gelben Blüten.

3 Ii. Frucht desgl.

3 i. Staubblatt desgl. Fig. 3 k. Samen desgl.

und Mittelfinnland, Kowno und Grodno, südeuropäische Gebirge von Portugal und Spaniendurch die ganzen Alpen (südlich bis zum ligurisdien Apennin) und nördlichen Balkan»länder bis zum Kaukasus.

Wenig veränderlich: f. genuina Ducommun. Rosettenblätter deutlich grösser als die Stengelblätter,wie diese rauhhaarig. Hochblätter meist grün. So besonders in tiefen Lagen und an schattigen Standorten.Hierzu subf. pallöscens Casp. mitbleich graugrünen Tragblättern undhelleren Blüten. f. glabräta Hartm.

Wie vorige, aber Stengel und Laub«blätter ± kahl. f. bracteäta (He«getschw.) Ducommun. Rosettenblätternicht grösser als die Stengelblätter,sonst wie f. genuina. f. alp^strisGaudin (= var. montäna Murith, =var. Schürii Rouy.). Pflanze kleiner.

Obere Hochblätter lebhaft rotviolett,sonst wie f. genuina. In höheren Lagenan sonnigen Standorten die weitausvorherrschende Form. Verbän»derungen sind bei dieser Art wieder»holt gefunden worden.

Ajuga pyramidalis gehörtzum nordisch»alpinen Element. Sie be»vorzugt deutlich kalkarme Unterlagen,kommt jedoch auch im Kalkgebiet (be»sonders freilich auf Nadelhumus) vor.

Von den Wiesen scheinen ihr die»jenigen der Agrostis tenuis, der Festucarubra und der Nardus stricta ammeisten zuzusagen, von den Zwerg»

Strauchheiden diejenigen aus VacciniumMyrtillus, Rhododendron ferrugineum und Juniperus nana. Mit diesen Arten, mit Athyrium alpestre, Myosotissilvatica u. a. (Fig. 3379) wächst sie auch häufig in subalpinen Hochstaudenfluren und im Unterwuchs vonFichten», Lärchen«, Bergföhren« und Arvenwäldern, auf Schlagflächen, Brandstellen usw. In den Wäldernder Eifel trifft sie u. a. mit Vinca minor zusammen. Auf Jütland ist sie für das niedrige Eichengebüsch derKratts" charakteristisch. Im übrigen beruht das oft sehr ungleichmässige Auftreten der Art in ganz ver»schiedenen Gesellschalten auf ihrer Myrmekochorie. Den Stengelbau hat Sernander beschrieben. Dasmechanische Gewebe ist sehr schwach ausgebildet.

Die Blüteneinrichtung ist ähnlich wie bei A. reptans. Neben Homogamie kommt auch Proterandrieund Gynomonoezie vor, neben Fremdbestäubung durch langrüsslige Hummeln auch spontane Selbstbestäubung.Nach der Bestäubung vergrössert sich der Kelch. Der untere Teil der im übrigen schrumpfenden und ver»bleichenden Krone hält seine Turgescens lange bei, ebenso der Griffel. Bei der Reife sind sowohl die Laub»und Tragblätter wie die Kelche meist schon verwelkt.

Fig. 1.

Lycopus Europaeus (pag. 2385). Spross.

1 a.

Blüte geöffnet.

1 b.

Stempel im Längsschnitt.

1 c.

Blütenknospe.

1 d.

Nüsschen.

»

2.

Lycium halimifolium (pag. 2563). Zweigmit Blüten und Früchten.

2a.

Staubblatt.

2b.

Frucht im Querschnitt.

JJ

2 c.

Samen.

Fig. 3379. Ajuga pyramidalis L., mit Dryopteris Lonchitis, Saxifraga rotundifolia,Geranium silvaticum, Myosotis silvatica usw. in der Karflur ob dem Königssee (Bayern).Phot. Dr. Fr. Seitz-Ghisler, Augsburg.