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Nüssdien vieler Salvia» und Ocimum=Arten), Calciumoxalat usw. Die Kristalle der letzteren findet man beiLabiaten relativ selten, z. B. bei Pogostemon, Mentha, Lycopus (Tafeln und Oktaeder, namentlich im Stengelmark),Lamium und Galeopsis (besonders zahlreiche Drusen im Diskus der wegen ihres Oxalatgehalts offizineilenGaleopsis.Arten). Milchsaft und stärker wirksame Gifte (vgl. jedoch Rosmarinus!) scheinen bei keiner Labialevorzukommen.
Während die Achsen der vegetativen Sprosse unbegrenzt sind, werden die der Blütenstände stetsdurch Blüten abgeschlossen. Die sämtlichen Blütenstände der Labiaten lassen sich auf blattachselständigeCymen zurückführen. DieTragblätter derselben sind
entweder gewöhnlicheLaubblätter oder in man«nigfaltiger Weise zu Hoch»blättern (Bracteen) umge-wandelt. Bei vielen Artenvon Ajuga, Lavandula, Ori»ganum, Majorana, Thymus,
Salvia u. a. bilden dieseeinen extrafloralen Schau«apparat, wogegen sie beianderen sehr klein undunscheinbar sind oder auchfrühzeitig abfallen. Diescheinbar einfachen, end«ständigen Aehren undTrauben von Lavandula,
Physostegia, Scutellaria u.a. beruhen auf weitgehen-der Reduktion der Cymenund ihrer Hochblätter.
Meist sind die in derRegel zu je 2 einenSdieinwirtel oder Schein,quirl (verticillästrum) aus«machenden Cymen oderDichasien in verechiedenerWeise umgestaltet. Nurausnahmsweise sind alleAchsen mit den entspre«chenden 3 oder 7 Blütenund je 2 Vorblättern(Bracteolen) ausgebildet(z. B. bei Lavandula lati«
folia, Dracocephalum Moldavica, Salvia pratensis). Die Vorblätter fehlen öfters ganz (z. B. bei Teucrium, Prunella,Scutellaria u. a.). An den Verzweigungsstellen der in Wickel auslaufenden Dichasien treten sie regelmässigeinzeln auf. Widcelige Endverzweigungen sind bei den reichblütigen, lockeren, ± deutlich gestielten Dichasien(Ballota, Nepeta, Satureja), wie auch bei reichblütigen, dichten Cymen (Mentha, Lycopus, Monarda u. a.) dieRegel. Im ersteren Fall sind alle Achsen verlängert, im letzteren ebenso wie auch bei Marrubium, Lamium,Galeopsis usw. alle verkürzt. Bei Arten von Mentha, Ocimum u. a. können sehr dichte Cymen dennoch einengemeinsamen Stiel aufweisen. Die einzelnen Scheinquirle stehen entweder in den Achseln gewöhnlicher Laub»blätter voneinander entfernt (axillär) oder trelen zu meist ähren« oder traubenähnlichen Gesamtblütenständen(Scheinähren, Scheintrauben, Spicastrum, Anthura), seltener zu mehr kopfigen, rispigen oder doldenrispigenBlütenständen zusammen. Bei vielen Arten von Elsholtzia, Satureja, Horminum, Scutellaria, Teucrium u. a.sind die Blütenstände stark einseitwendig, was nach denVersuchen Rosenvinges an Scutellaria auf erhöhtergeotropischer Reizbarkeit beruhen dürfte. — Der allgemeine Bauplan der Blüten (Fig. 3176 b, c) lässt sich stetstrotz allen Abweichungen leicht erkennen. In allen Kreisen kann ausnahmsweise eine Vermehrung oderVerminderung der Gliederzahl eintreten. Die Blüten sind durchwegs dorsiventral, am schwächsten beiMentha; doch scheinen in den meisten Gattungen Pelorien vorzukommen (Fig. 3180). Vgl. hierüber Peyritsch, O.
Fig. 3179. Labiatendrüsen: 1 Ocimum Basilicum L. 2—4 Lavandula latifolia (L.) Vill,5 Perilla oeimoides L. var. Nankinensis (Lour.) Voss. 6—9 Mentha aquatica L. 10—12Thymus vulgaris L. 13-15 Satureja hortensis L. 16—17 Hyssopus oificinalis L.18—19 Melissa oificinalis L. 20—22 Salvia glutinosa L. 23—25 Rosmarinus oifici-nalis. 26—27 Monarda didyma L. 28—29 Nepeta Cataria L. 30-34 Scutellaria alpinaL. und S altissima L. 35—36 Marrubium vulgare L. 37-38 Stachys lanatus Jacq. 39—41Galeopsis Ladanum L. 42 -43 Lamium hybridum Vill. 44—45 Ballota nigra L. 46-48Teucrium Chamaedrys L. 49 Ajuga pyramidalis L. (alle Figuren nach H. Pfeiffer).