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troffen hat, durch Vermittlung sekretorischer Fasern des Sympa-thikus auf die Epithelzellen der Speicheldrüsen übertragen worden,mit der Wirkung, daß in den genannten Zellen die Funktion derKochsalzmoleküle gestört ist, so entsteht ein Zahnschmerz mitSpeichelfluß.
Die Epithelzellen der Schleimhaut des Darmrohres vermittelnvermöge ihres Kochsalzes den Eintritt des als Getränk genossenenWassers in das Blut der Psortaderzweige. Eine Störung ihrerFunktion durch einen fremdartigen Reiz hat eine umgekehrte Strö-mung zur Folge. Es tritt Blutwasser in das Darmrohr; dem-zufolge entsteht ein wässeriger Durchfall. Hat der Reiz auch dieSchleimzellen des Darms getroffen, so entsteht ein wässerig-schlei-miger Durchfall.
Das Mucin der Schleimzellen tritt als glasiger, durchsichtigerSchleim an die Oberfläche. Haben die Schleimzellen zu wenigKochsalz und zu wenig Mucin, so ist die naturgemäße Schleim-absondernng unter die Norm herabgestimmt.
Von dem in den Epithelzellen der Labdrüsen enthaltenenKochsalz wird durch die Massenwirkung der im Blute enthaltenenKohlensäure Chlor abgespalten; das freigewordene Natron verbindetsich mit der Kohlensäure uud diese Verbindung gelaugt ins Blut,während das abgespaltene Chlor, mit Wasserstoff verbunden und inWasser gelöst, als Salzsäure in den Magen gelangt. — Wenn beiMaugel an Kochsalz in den Epithelzellen der Labdrüsen keine Salz-säure sich bildet, so vermehrt sich der von dem Oberflächen-Epithelder Magenschleimhaut abgesonderte alkalische Schleim: es entstehtein Magenkatarrh, eventuell mit Schleiinerbrechen.
Infolge einer bedeutenden Störung der Kochsalz-Funktionkann Blutserum iu den Magen transfudiereu; dann entsteht Wasser-brecheu (Wasserkolk).
Hat eine Partie Zellen, die unter der Epidermis sich be-finden, kein Kochsalz, so köuuen sie das für sie bestimmte Wassernicht aufnehmen; dasselbe wölbt die Epidermis bläschenförmig empor.Der Inhalt der Bläschen ist wasserhell.
Aehnliche Bläschen können in Folge einer ähnlichen Ursacheauf der Augenbindehaut entstehen.
Es können gleichzeitig, doch örtlich verschieden, verminderte,resp. vermehrte Absonderungen infolge gestörter Kochsalzfunktionvorkommen; z. B. Magenkatarrh mit Erbrechen von Wasser oderSchleim, dabei gleichzeitig Stuhlverstopfung, wegen verminderterSchleimabsonderung im Dickdarm.