Der „Gesetzentwurf zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten" würde bei Annahme durch den Reichstag möglicherweise ein Verbot unsers Buches zur Folge haben. Der Abschnitt über „Schanker und Tripper» ist daher in der neuen — 49. — Auflage auf einem besonderen Blatt gebracht worden, das nötigenfalls vor Abfendung bestellter Bücher herausgenommen werden kann. Der Verlag. Eine Abgekürzte Therapie. Anleitung zur biochemischen DeHandlung der Krankheiten von vn. mkö. Schüßler. Neunundvierzigste Auflage. t >» i Oldenburg und Leipzig. 1924. Ichulzesche Hof-Buchdruckerei und Verlagsbuchhandlung. lRudolf Schwartz.l NM" In demselben Verlaas erschien als praktischer Handleiter ein Alphabetisches Repertorium zu »r. Schiihler's „Abgekürzte Therapie" von Wilhelm Echarff. Iv. vermehrte und verbesserte Auflage. i I Ü>r8ek-Hpotkelis, Ztuttgsi't & LeSAsr Z^aedtolAsr Ii » « « I» « n» K « « I» v .fts HsrstölluiiA. Rasolisr VsrsaniZ.. HoilläopÄtdiselis I^itsratur, sxssisll Lioolisilliö. cnzrmciciciciciiziziz H^s^potlislisii. Vintin^ ti«»Ii?n It!»>»»tt. nr!M7! Verlag der Schulzeschen Hof-Buchdruckerei und Verlagsbuchhandlung (Nudolf Schwach) in Oldenburg. Allopathie, Biochemie und Homöopathie. Besprochen von 0«°. meä. Schüßler. 3. Auflage. 50 ^z. Irrige Auffassungen bezüglich der Biochemie. Richtigstellung derselben von 0?. meil. Schüßler. 2. Auflage. 30 Die Cholera, vom biochemischen Standpunkte aus betrachtet. Von vr. meit. Schüßler. 30 ^z. Der Einfluß der Umgebung auf die Cntwickelung der Menschen und Tiere. Betrachtungen darüber von vr. mecl. Schüßler. 2. Aufl. 30 ^j. Das Heiiserum und die Diphtheritis-Behandlung. Besprochen von Hr. meil. Schüßler. 2. Auflage. 30 Die Heilung der Diphtheritis auf biochemischem Wege. Em Wort an gebildete Laien. Bon lZr. meä. Schüßler. 2. Aufl. 50 Hensel's „physiologisches Backpulver" vor dem Forum der physiologischen Chemie. Von llr, meil. Schüßler. L. Auflage. 30 Hensel's Kritik der Biochemie. Richtigstellung derselben von Hr. meä. Schüßler. 2. Auflage. 30 Kneipp's Wasserkur. Gedanken darüber von Dr. mecl. Schüßler. з. Auflage. 30 vr. meil. Cluesse's Kritik der Biochemie. Beleuchtet von lZr. meil. Schüßler. 2. Auflage. 30 vr. meil. v. Viller's Beleuchtung der biochemischen Therapie. Besprochen von vr. meil. Schüßler. Zur Zeit vergriffen. Alphabetisches Nepertorium zu vr. Schüßler's abgekürzte Therapie nebst kurzer biochemischer Arzneimittellehre nach Prof. vr. W. Böricke и. a. von Wilhelm Scharff. 10. vermehrte und verbesserte Auflage. Preis ^ 3.60. vusselcjQ ^I 195 01 Eine Abgekürzte Therapie. Anleitung zur biochemischen Mhnndlung der Krankheiten von « vi-, mkil. Schiißler. Ncunundvierzigstc Nnflage. - - '— A Oldenburg und Leipzig, 1924. Schulzesche Hof-Buchdruckerei und Verlagsbuchhandlung. (Rudolf Schwarh.) Sonderblatt zu vr. Schüller „Abgekürzte Therapie". 49. Auflage. Schanker und Tripper. Ter weiche Schanker erfordert Xaliurn ollorg.tnm, der phagedänische: Xsili ^IiciK^^oriLuin, der harte: ^Inoroaleium. — Diese Mittel sind innerlich und äußerlich anzuwenden. Gegen die chronische Syphilis wende man Xalinm ollo- , Xs.1i »ulptiiirivuin, Matrum in.nriatici.ira, Matrum sulxlmriviiin, Kilioss. und ^luorcialoiniQ nach Maßgabe der Symptome an. Tripper. Das Hauptmittel ist ^sg-ti-nm xkosxkoi'iLura. Gegen Blutungen der Harnröhre nützt Xk?1i ^cisvliorioiuii. Gegen den Nachtripper wende man U^t^Aiu, mnrig.ticzri.iii und Oaloarsa pliospliorios, an. Ist das Sed^el grml.'ch^ od^r grün, so gebe man Matrum Liilpliiirioniii, Feio ^arzen erfordern Xaluiro. olloratniii und Matrum suIp^iurioiiiQ. Eine Orchitis erfordert ?sri-nm pliosx^yrioum, dann Xalium eliloratiim, eventuell noch OaloarsZ, pIwLpIiorios,. Hodenverhärtung: ?1uorczs,Iczinm. Scrotalödem: ) ^ati-nin niiii-ig,ticziiiii und Präputialödem: s Matrum sn1xiinri. Wird ein Schleim-Exsudat gelblich (gelbschleimig), so paßt Xsli snlplinrienin. Eine Phlegmonöse Entzündung der Haut oder des uuterhaut- lichen Bindegewebes erfordert Ng,trnin zzliosxliorionln. Bildet sich ein Eiterherd, so ist Kiliosa anzuwenden, welche in einigen Fällen die Resorption des Eiters, in den meisten Fällen aber den Dnrchbruch des Eiterherdes nach außen uud dadurch Heilung bewirkt. Wird der Eiter übelriechend, so ist Xs,Ii pliospliorionm zu geben; bleiben Verhärtungen zurück, so ist ?InoroÄl Pleuritis, / Dem ersten Stadium entspricht ?srrnrli Pericarditis, )> pkosxkorionin. Fiir das Weitere viäs Endocarditis, ( „Cksudate". Peritonitis. / 32 Lungen- und Lnngen-Rippenfell-Entzimdung. Stadium der Hyperämie: ?orruir>, plioszzlioriourli. Für das Weitere viäs „Clsudlltr". Gelenk-Nheumatismus, Podagra, Gicht. Matrum xliospliorivuin niinmt die an den betr. Stellen angesammelte Harnsäure in sich auf und macht sie dadurch unschädlich. Alsdann verläßt es mit der aufgenommenen Harnsäure auf dem Wege des Stoffwechsels den Organismus. Ablagerungen harnsaurer Salze erfordern Kiliczsa. Viäs die Charakteristik der Liliosa, Seite 22. In Betreff des Mnskelrheninatismus verweise ich auf das unter der Ueberfchrift „Nacken-, Ziülktll- und GlirdtrslhuirrM" Angegebene. Nierenkrankheiten. Der Nierenentzündung entsprechen xliosxlio- rivrim, Xaliuin Llloratum nnd xliosplioriczum. Dem Eiweißharnen entsprechen Xali sulplinrionm, Os.1- og-ros. Xs-Ii plioszzlioriouiri nnd Uatrnra, inni'ig.- tionrn. Die begleitenden Symptome nnd die konstitntionellen Verhältnisse der betr. Kranken müssen bei der Wahl der Mittel den Ausschlag geben. Das Eiweißharnen nach Scharlach erfordert Xali sulpliu- riouin. Die gesunden Epithelzellen der Harnkanälchen leisten dem Drncke des Blut-Eiweißes Widerstand; nur die erkrankten Zellen lassen Eiweiß in die Harnkanälchen treten. Das betr. Epithelinm kann erkranken wegen mangelhafter Sauerstoffzufilhr, oder wegen zu frühzeitigen Zerfalles oder wegen verzögerter Teilnng und Neubildung von Zellen. Die Liliosa, verhindert die Bildung von Nierengries. Kindbettfieber. Das spezifische Mittel dieser Krankheit ist Xali pkospZivi'ioulli. 33 Typhus. Das spezifische Mittel des Typhus ist Bei tiefer Betäubung'ist Uatrurn als Nebenmittel angezeigt. Typhöse, adytmmische Symptome. Wenn bei einer aknten, von Fieber begleiteten Krankheit (Diphtherie, Scharlach, Pocken usw.) Sopor, Zungentrockenheit, wässeriges Erbrechen :c. sich einstellen, so nützt Uatrura muriati- ouin. Bei braunem Belag der Zähne, aashaft stinkenden Entleerungen, septischen Blutungen paßt Xali plrosxlioi'iczniN. Diphtherie. Der am häufigsten vorkommenden f. g. katarrhalischen Form mit geringer Geschwulst und einem grau-weißen Exsudat entspricht Xs-Iiuin olloratriin. Bei bedeutender Geschwulst und einem massenhaften weißen Exsndate, welches häufigenfalles auch das Zäpfchen bedeckt, paßt OaliZArsg, Mandelgeschwulst mit gelbem Belage: plros^Iioi'iouiii. Stellt sich Brand ein, so ist Xg,Ii plrospIroriLUin anzuwenden. Dies Mittel heilt auch die uach dem Ablaufe der Diph- theritis auftretenden Lähmungs-Erfcheimmgen: näselnde Sprache, Schielen ?c. Verwerflich ist der Nebengebrauch von Kalkwasser, Eis, Karbol ?e., verwerflich ist nicht minder das Einwickeln in nasse Tücher zwecks Schweiß-Hervorbringnng. Dadurch werden die Kräfte der Krauken erschöpft. Die Kinder können an Schwäche sterben, wie bezügliche Erfahrungen gelehrt haben. Croup. Dem falschen Cronp entspricht olilors-tniri, dem echten: Oaloarss, xliosxlioi'iczg,. Vermöge der spezifischen Beziehung der valoarsa rios. zum Eiweiß verbinden Moleküle dieses Phosphates sich mit Eiweiß-Molekülen der unteren Fläche des der Schleimhaut an- 34 hastenden eroupöseu Exsudates. Infolge dieses Vorganges vollzieht sich eine Ablösung des Exsudates von der Schleimhaut. Man kann diese Trennung des Exsudates von der Schleimhaut dadurch beschleunigen, daß man abwechselnd mit Oalos-rsÄ pliosxlioi'ioa, Kali verabreicht. Letzteres vermittelt den Zutritt von Sauerstoff aus dem Blute (vi6s Seite 2S) und der Sauerstoff fördert die Bildung neuer Epithelzellcn aus dem vom croupösen Exsudate abgetrennten Eiweiß. Die bei diesem Vorgange sich vollziehenden Molekularbeweguugen beschleunigen die Abtrennung des Exsudates. Eine Wechselanwenduug von Os-Ioarsa xlro8x1ioi-ioa nnd XaU snlplinriorrm ist bei Diphtherie mit weißem Exsudate auch statthaft. Nllhr. ?örrnrn und c:lilorg.tuiii genügen in den meisten Fällen. Stellen sich Delirien, Banchanstreibung ein, haben die Abgänge einen aashaften Gestank, so paßt Xali ptwspkoriouin. Dies Mittel paßt auch, weun ohne Zeichen der Fäulnis reines Blnt in Menge abgeht. Krampfhafte Banchschmerzen, welche dnrch Drücken nnd Zusammenkrümmen erleichtert werden, erfordern Ns-AQssis. plioriLg,. Scharlach. In leichten Fällen genügen ?sriurn und Xaliuiu. oliloratuin. Unter Berücksichtigung des unter „Diphtherie" nnd „Typhöse. adlMMlslhc Symptome" Gesagten wird man das den schweren Fällen entsprechende Mittel finden. Der nach Scharlach sich einstellenden Wassersucht cutspricht Lali 8n1xIiuric;uiQ, Blattern, Pocken. Zuerst ist Xitlniin chloratum anzuwenden. Werden die Pusteln eiterhaltig, so paßt Matrum ptrosptrorioriiii. Treten 36 Symptome der Adynainie und der Blutzersetzung ein, so gebe man Kali Matrum irinriaticium paßt bei Konfluenz der Pusteln. Masern. Die begleiteudeu Symptome indizieren das Heilmittel. — ?srrum zzIiosxlioriciuiQ, Ivniimn oliloratum, Xsli ouin und iQuiiatic-ulii kommen vorzugsweise in Betracht. Influenza. Das Heilmittel der Influenza ist Uatrnin sulxliurioum. (Viäs die Charakteristik dieses Salzes, Seite 23.) Die mittels Aatruin sulxlinrionm von mir behandelten Influenza-Fälle blieben ohne Nachkrankheiten. Die Nachkrankheiten der von andern Aerzten mit anderen Mitteln behandelten Fälle waren von der Art, das; sie von dem Wirkungskreise des Uatruin sulxlinriouin gedeckt wurden; mit diesem Mittel daher geheilt werden konnten. Kopf- und Gesichtsschmerzen. Stechen oder Drücken oder Klopfen, verschlimmert durch Schütteln des Kopfes, durch Bücken, überhaupt durch jegliche Bewegung: ?srrurn Schmerzen mit Hitze uud Nöte des Gesichts: Schmerzen mit Erbrechen von Galle: Matrum, snlxlinrionin. Schmerzen mit Erbrechen von durchsichtigem Schleim oder Wasser: Rat-rum murig.dieuiN, Schmerzen mit Erbrechen von Speise n I'si'inin xliospko- rioum. Schmerzen mit Auswürgen vou weißem Schleime: XalluiQ eliloratuiir. Lebhafte, schießende, stechende Schmerzen^ welche Pausen inachen und die Stelle wechseln: NsArnssis. ^Iiosxlrorioa. Schmerzen bei blassen, empfindlichen, reizbaren Personen: Xs,Ii ^lios^Iioriouin. Schmerzaufälle mit nachfolgender großer Schwäche: Xali pliosplioi'iouiii. 3* 36 Schmerzen, welche in warmer Stube und abends sich verschlimmern, in freier, kühler Luft sich besser»: Xali snI^ririLUin. Schmerzen mit gleichzeitigem Auftreten kleiner erbsengroßer Knötchen auf dein Haarkopfe: Liliesa. Schmerzen bei hellschleimig belegter Zunge und trägem Stuhlgange: Rati-rilir muris-tioiilir. Schmerzen mit reichlichem Flnsse scharfer Tranen: Matrum irmriatuc-uiQ, Verlarvtes Wechfelfieber, als Kopf- oder Gefichts-Nenralgie auftretend: Matrum suIxlrnriLUin, event. Uatruin inuriatienm. Schmerzen mit Kribbeln, Külte-oder Taubheits-Gefühl: Lal- Die Kopfschmerzen der Kinder werden in der Regel durch I^srruni xkosxlioriouin rasch geheilt. Haarkopf. Gegen den Schinn und gegen das Haaraussallcn nützt die äußerliche Anwendung von nniri^ticiriili. g-rsg-ts,: Xs.1i Heises tonsurans: Matrum sulxlrnrioum. Gehirnerschütterung. Xaii xlrosxlioriLuin ist das entsprechende Mittel. Bleiben Sehstörungen zurück, so ist NaAnssis, xliospIroricZÄ indiziert. Hydroeephaloid: Oaloarsg, xlivsxlioi'iog,. Chronischer Wasserkopf: Oalos-rsa xlrosplioriea. Cephalaeiuatoin: ^luorLaliziuin. Kraniotabes: Oaloarsa xlios^oi-ioa,. Zu lauges Offenbleiben der Fontanellen: LalLaroa xlios» plroricig,. Ist bei einer dieser Krankheiten ein aashaft stinkender Durchfall vorhaudeu, so muß Xki-Ii zzliosxlioriouin als Zwischenmittel gegeben werden. Schlagfluß: Liliosa. Sänfer-Delirium. Die meisten Fälle werden mittels innriaticiuln rasch geheilt. Wenn letzteres de» Dienst versagt, gebe man Xaii xkosxlioi'iLuin. 37 Schwindel. Durch Blutandrang bedingter wird durch Ferrum xlios- xliorivuirl, nervöser durch Xkli xliosxliorioriiii geheilt. Sind gastrische Beschwerden dabei, so ninß der Zungenbelag berücksichtigt werden. Ohren. Durch Hyperämie bedingte Schmerzen, Ohrgeränsche oder Schwerhörigkeit erfordern ?si-runi xlrosxlioi'iLiiiii. Gegen nervöse Affektivnen wähle man individualisierend UaAliosia pliosxlioi'icza, resp. Oalog-rsa, xlroLxlioriog,, Xali zzlioK^liori^nin. Entzündliches Verschwolleusein des äußeren Gehörganges: Liliosa. Ausfluß dünner, gelber Flüssigkeit: Xsli snlxliurionm. Ausfluß dicken Eiters: Liliosa, Ns-triim xlios^lioriouiii. Schwerhörigkeit, bedingt durch Verschwelluug und Katarrh der Eustachscheu Nöhre und der Paukenhöhle: Xs,1iuin czlrlor^tunr, Matrum imiriatioriin. Ist Grund zu der Annahme vorhanden, daß eine Schwerhörigkeit dnrch verhärtete Exsudate im inneren Ohr bedingt ist, so gebe man Liliosa und ^Irwroaloiiini. Dumps: Valium (Moi-atrim, und bei reichlichem Speichelflusse : Z^trimi mririg-tiomn. Zahnschmerzen. Schmerz mit Speichel- oder Tränenfluß: Matrum muria- tionm. Schmerz mit Geschwulst des Zahnfleisches und der Backe: Xalium oliloratuni; genügt Xaliuiii olilorg^nm nicht: Lilioss,; ist die Geschwulst knochenhart: ^luoi-cialoiiiiii, Schmerz, welcher rasch die Stelle wechselt, Pausen macht und dnrch Wärme gelindert wird: NaZnosig. xliosxliczi-iczg., Schmerz, welcher durch Druck gebessert, durch leise Berührung verschlimmert wird: NsZiissig, ^Iios^orios,. Schmerz, welcher in warmer Stube und abends sich verschlimmert, in freier, kühler Luft sich bessert: Xali sulxlmrioruii. 33 Backenhitze, Verschlimmerung des Schmerzes durch warme, Linderung durch kcilte Getränke: Wenn das Zahnfleisch blntet oder einen heltrötlichen Saum hat: Xali ^Irosxlroriciurli. Wenn der schmerzhafte Zahn lose, und die Oberfläche desselben gegen die leiseste Berührung empfindlich ist: ^Inoroalvinm. Beschwerden beim Zahnen der Kinder. Oalog-rsg. nnd besonders befördern den Durchbruch der Zähne. Ist Fieber vorhanden: xlios^Iiorivrim, Krämpfe mit Fieber: ?sri-uin ^Iios^lioriorrin, Krämpfe ohne Fieber: NaAnssis. xlrosxliolieÄ nnd L?Alos,i'ög, — Angen- entznndnng : ^sri-um plios^Ziorivurli, — sa ^Irosxliorioa.. — Geifern: Uatrnin mui-ig-tivrina. — Kehlkopfkrampf: NaAnssis, plrospIroi'icZÄ. Krampfhusteu: Blasen- krampf: NagiiösiÄ ^lios^iorioa. Durchfall vicls „Dlirchfllll". Augen. Kloplmriti« oilis-ris: Xaliunr oliloratniv, xlros- xliorieum. Gerstenkörner, Knötchen, Vcrhärtnngen der Lider: Lilioss,, ?Iuoros,1oiuiir. Hyperämie der Bindehaut ohne Absonderung: ?sri-urn plios^liorleuin. Absonderung weiß, weißgrau: Xaliura ollors-tuni. „ wässerig-schleimig: ^atrura muriatieuin. „ gelbschleimig: Xsili snl^liuricium. „ dick, gelb, eiterig: ^satrum xlros^twrioriiQ, eventuell Liliosa. „ gelblich-grün: ^atrniir sulzzlrnriciurn. „ rahmähnlich: Natruin plios^doi'ieuiii. Augeueutzündnug der Neugeborenen: Hanptmittel: xlrosxlioi'iouiQ, andere biochemische Mittel nach Maßgabe der Beschaffenheit des Sekretes (innerlich und zum Einspritzen). Augenentzündung der Skrofulösen, Hauptmittel Matrum pkosxliorieura, Ng-AQssis. x1i08x>1i0riog,. Trachom: Ls-Iium olloratum. 39 Hornhautentzündung: Xalium (Morsum, ivenn das Exsudat Weißgran, (üalvÄros. ^vsplioriog., wenn es weiß, XatrniQ pliospliorioum, wenn es gelb ist. Bläschen auf der Hornhaut: innriativuin. Flaches Geschwür: Xalium olloratuill. Tiefes Geschwür: Liliees,. Hornhantflecke: Mit einer Verdünnung von Xairum irinrig,- tiouirr ist der Fleck mehrere Male täglich zu bespritze». Die Moleküle des ^Atrnin iNnris-tionni, welche an der betr. Stelle haften bleiben, bewirken durch ihre fenchtigkeitauziehende Kraft eine allinählicheDurchfenchtuug uud demzufolge eiue Schmelzung des Fleckes. Hypopyon: Lilivsa. Regeubogenhantentzündung: Helium vlloi'Ätnni, muriationiQ. Netzhauteutzüudung: ^srruiir xliasplioi'ioura. Netzhautexsudat: Xiiliiun elloratuin. Lichtscheu uach Ueberreizuug, ohne sonstige Symptome: Xali ^Iios^Iiorivnm. Fuukeusehen: Xatrum , MaZussig. Krainpshaftes Schielen: plios^Irorills., durch Würmer bedingt: Uktrnnr Schielen nach Diphtheritis: Xs,Ii xliosxliorioum. Asthenopie, nervöse: X->1i x1iv8zz1ic>ri«zniii. „ hydrämische: innriationw. Heftige, bohrende Schmerzen im Auge, a^s rein nervöse Affektion: NAANS81Ä ; als rheumatische Affektion: Uatrnm ^»Iiosxlioricznrli; als gichtische: Liliosa. Täglich zu bestimmter Zeit austretende Angenschmerzeu mit Tränenfluß: Xatrum muriÄtionm. Mundhöhle. Fiatarrhalischc Entzlindnng der SchlkilllhiIIlt, welche den beweglichen Gaumen, die Mandeln nnd den Schlund, bedeckt. Wenn Röte und heftiger Schinerz vorhanden: ?srruiri pliosplrol'iouill. Wenn weißes Exsudat: Xaliuin Wenn goldgelb: pliosxlioriourli. Wenn durchsichtiger, blasiger Schleim: Mtrura iniiriatiLum. 40 Der ^.rigirca tonsillaris entspricht Matrum ^,1iosxliori8zzlioriOr>.W. Belag goldgelb nnd fencht: ^atrnrn ^Iros^Iiorioura. Zuuge gelbschleimig belegt: Xs-li sul^liuriczrim. Der wahlbestimmende Einfluß des Zungenbelags erstreckt sich nicht ans die Affektionen aller Gewebsgebiete. Er ist aber in den Fällen zu berücksichtigen, Ivo ich in dieser Schrift daranf hingewiesen habe. -— Wenn jemand, der an einem chronischen Magenkatarrh leidet, dazu noch eine andere (aknte) Krankheit erwirbt, sv wird sein Zungenbelag nicht immer die Beschaffenheit haben, welche dem gegen die aknte Krankheit anzuwendenden Mittel entspricht. Spricht sich eine — vorzugsweise chronische-— Krankheit durch uubestimmte Symptome ans, dann kann in den allermeisten Fällen der Zuugeubelag zur Wahl des richtigen Mittels führen. Aphthen nnd Koir: wenn weiß oder weißgran: Xalium. oliloratnin; wenn gelb: Uati-uni xlros^lioi-iczuin; wenn ein hellroter Rand vorhanden: Xali plioLxlioriouiir. Xali Erbrechen. Erbrechen von Speisen: ?errnni ^IioL^>lioriLi.im. Erbrechen vou Speisen nebst saurer Flüssigkeit: plrosxlroric:run. 41 Erbrechen von Galle allein: Matrum, snIxkuriouiQ. Erbrechen von langziehendein, durchsichtigem Schleime: Matrum raurig-tiorun. Erbrechen von wässeriger Flüssigkeit: Nati-urn inni-iMouin. Erbrechen von Blnt: ^srrunr xlrosxlrorlvriiii, Kali plros- z?1roi'i Erbrechen wahrend der Dentition: OalLÄrsg, pkosxdoi-ioÄ, ^luoroalLium. Seekrankheit: plios^lioi'iourli. Gelbsucht. Gegen jeden Fall von Gelbsucht wende man zunächst Xatrrun, snl^lrui-ienni au. Ju den meisten Fälle» wird man mit diesem Mittel die Heilung bewirken. — In zweiter Reihe stehen Xklinir» i'atuiii, Xali nud Matrum nirii-iationiu, welche nach Maßgabe der Nebeusymptome zn wählen sind. Schmerzen im Magen und Bauch. Akute ZlIagcilk»tsli»d «IIg mit heftigem Schmerz der ansgetrie- benen Magengcgeud, Erbrechen und Fieber: ?srrnnr riouin. Wenn bei einem zu spät in Behandlung gekommenen Falle Symptome des Kräfteversalles, Trockenheit der Zunge :c. vorhanden, so wird Xali zzliosxlioriczum zu geben sein. Ailllte nud chronische MageilslhlIierM, welche nach Speisegenuß nnd bei Druck auf die Magengegend sich verschlimmern, nnd besonders wenn Speiseerbrechen sich einstellt, verlangen ?ori-uin ^Iios^Iioriciuin. Krampfhafte Magenschmerzen bei reiner Znnge: Ns,gnsLis> xlios^lrorios,. Gefühl krampfhaften Znfammenfchnürens: xtios- pliorioa. Magenschmerz mit Wasserzusammenlaufen im Munde: illirriatiorriQ. Magenfchmerz mit Schleimerbrechen bei Trägheit des Stuhlganges: Matrum llini-iMouni. 42 Wenn gegen de» zuletzt genannten Magenschinerz muriaticiuill. nicht vollständig genügt, so ist in der Regel ein Zungenbelag vorhanden, welcher Xaliurri cMoratuiu, resp. verlangt. Druck und Nollljeitsgefühl mit gtlbschlcimigcm Zungenbelag: Xali sulxliurionm. Kneipen im Magen mit Aufstoßen von Luft in kleiuen, keine Erleichterung verschaffenden Portionen: MaAnsÄa lilrospliorioa. Schmerzen, durch Windestauung im Dickdarm dedingt: Xa- drum sulpkuriizuin. Kolik in der Nabelgegend, zum Krümmen nötigend: Ns.A- nssig, ^lios^Iioricza. Blähungskolikeu kleiner Kinder mit Anziehen der Beine, mit oder ohne Durchfall: NaAnssig, plroszzliorios.. Ist Säure- Ueberschuß vorhanden, so gebe man Matrum ^Iros^lroriouin. Bei den von Erbrechen begleiteten Magenschmerzen indiziert die Beschaffenheit des Erbrochenen das Mittel. Gastrische Beschwerden mit vorwaltender Säure (Sodbrennen): plros^oriczum; nach Fettgenuß: Uktrnm i-ionin, welches die Fettsäure verseift. » Magengeschwür: Das runde Magengeschwür, welches durch eine Funktionsstörung trophischer Fasern des Sympathikus bedingt ist, erfordert Xs-Ii xlrospliorionill. Windkolik mit Verstopfung, bei Erwachsenen: Matrum sul- pliuriorlin. Bleikolik: »ulsiliui'iouin (2. Verdünnung). Gallensteinkolik (Einklemmung eines Steins im Ouotus oliols- dovlius): UÄAnssig. xliosxlroi'ioa. xliosxlioriczulli kann die Neubildung von Gallenstein verhüten. Magenerweiterung: LÄi plrospliorivuin. Durchfall. Entleerungen wässerig, schleimig: ^trnin innris.täouin. „ aashaft stinkend: xkosMoi-ioriiQ. wässerig-gallig: Matrum blntig, blutig-schleimig: Xaliniri cilloratuin. „ eiterig, blutig-eiterig: Matrum ^liosxlioriczuiii, eventuell Lilios^. „ unverdaut: Ferrum 43 Durch überschüssige Säure bedingter Durchfall: Ns-truin pliosplroriciuin. Wässeriger Durchfall mit Leibschneiden vor jeder Entleerung: NaAnssia, pliosxlioi'icia. Cholerine und Cholera: Matrum snlxlnirionw. Würmer. Matrum plros^oriouiQ nützt gegen Spulwürmer dadurch, daß es überschüssige Milchsäure tilgt, welche eine Existenzbedingung für die genannten Würmer ist; Madenwürmer: niuriatienin. Hämorrhoiden. Das Heilmittel der Hämorrhoiden ist?1uorva1oinm. Siud die Kuoteu entzündet, so ist ?. Gegen das Speiseerbrechen nützt xliosxlivi'ioiirli. Nach Maßgabe der Beschaffenheit des Schleimes sind Xalium olloratuni, Xatrum. muriatioum und Xali sulxlrui-ioun^ zn wählen. Ein besonderes Nebcnsymptom kann den Zwischen- gebranch eines demselben entsprechenden Mittels (etwa Xali xlros- plrorioum, Lalearss, notwendig machen. 46 Akutes Lungenödem. Atemnot, Bläue des Gesichts, Krampfhusten, wobei eine schaumig-seröse Masse herausbefördert wird, erfordern Xs-Ii. xlios- zzlioriouill uud Xatruin nirii'ig.tiouin. Schleimhantkrankheiten. Bei der Mittel-Wahl sind die Konsistenz und die Farbe des Sekrets maßgebend. Absonderung fibrinös: Xg,1inin olloi-g-tuiru „ albnminös: (üalvÄrkg, „ goldgelb: „ gelbschleimig: Xali suIxliuricZMri. „ grün: s^IxlrnriLUiii. „ hell, durchsichtig: viurig-tioniQ. „ eiterig: Matrum ^»lios^lroriizriiii, Liliosg,. „ sehr stinkend: X^li. xliosxlioriouiri. „ wnud machend: Matrum nirlriationm nnd Xs-Ii ^»Irosplroi'iouirl. Auf Grund dieser Unterschiede wähle man die Mittel gegen Schleimhusten, Weißfluß, Schnupfen, Stirnhöhlenkatarrh usw. Polyp. Wenn die leimgebende Substanz, welche die organische Grundlage der Bindegewebszellen ist, phosphorsauren Kalk verliert, so kann eine Lockerung und Wulstung des betr. Gewebes entstehen. Ist eine Partie des snbmneösen Bindegewebes durch Verlust von phosphorsaurem Kalk erkrankt, so bildet sich ein Polyp, dessen Heilmittel phosphorsaurer Kalk ist. Blasenkatarrh. In erster Linie kommt Uatruw, xliosxlioriouiQ in Betracht. Viäv eventuell „SchlcimlMtl'.ranlchtiteil". Dem chronischen Blasenkatarrh entspricht meistensalls Liliosa. Hypertrophie der Prostata: NaMssia Harnverhaltung, resp. Bettnässen. Ans der Charakteristik der Wirkungen des Natrura 8u1x1iu- rionw (S. 23) geht hervor, daß dies Mittel sowohl eine Harn- 46 VerHaltung, als auch unwillkürliches Harnen (Bettpissen) heilen kann. Ist aber die eine oder die andere der in Rede stehenden Krankheiten durch eine allgemeine oder eine lokale Neurasthenie bedingt, so ist Kali. anwendbar. Gegen eine durch einen Krampf des Blasenschließers bedingte Harnverhaltung nützt NaMssia pIios^IioriLg,. Bei Kindern, die an Würmern leiden, ist Uatruln plios- pkorienm gegen das Bettnässen indiziert. heilt die mit Hitze verbundene Harnverhaltung kleiner Kinder. Hautkrankheiten. Die gegen Schleimhautkrankheiten empfohlenen Mittel entsprechen auch den Hantkrankheiten: Eczem, Flechten usw. Bläschen mit serofibrinösem Inhalte: Xalium oliloratuin. „ albuminösem „ Laloai-sa, pkosxkoi'i«»,. „ wasserhellem „ Xatrura rmiriationm, ,, honiggelbem „ Matrum ,, gelblich-wässerigem,, Matrum sulxliuriouin. „ eiterigem „ U'atruni xliosx^oriczurii, resp. Lilioss.. „ blutigem,jauchigem „ Kali xkosxlroi-icznlii. Eiterpusteln auf infiltriertem Grunde: Kiliesa. Die nach dem Platzen der Bläschen entstandenen Schüppchen, Schuppen oder Borken erfordern folgende Mittel: Mehlartiger Belag: Xs-Iium chloratum, weißgelbliche Krnsten: Laloarsg. pliosxlioric;^ weiße Schuppen: Matrum inuriativuni, honiggelbe Krusten: gelbliche Schnppen: ^ati-nin sul^nrivuin, gelbe Eiterkrusten: gilioss,, stinkende, schinierige Krusten oder Schuppen: Xali p1ic>8- pliorioulii. Reichliche Epidermis-Abschuppnug auf klebrigem Grunde: sulpliuriouin. Harte Borke in den Handflächen mit oder ohne Schruudeu: ^luorealeiuiQ. Anschwellung der Talgdrüsen: pliosxlioi'ioulli. Entzündung uud Eiteruug derselben: Kiliosa. 47 Den nässenden Ausschlägen entsprechen die Natronsalze nach Maßgabe der oben angegebenen Farbenunterschiede der Absonderungen. Gegen Ausschläge, welche nach dem Impfen sich einstellen, wende mauXaliuin oliloratum, resp. Matrum Mosxlioi'ioniii an. Dem Wnudseiu kleiner Kinder entsprechen Hati-nin xlios- xliorillum und AatruiQ inririationra. Ist dabei ein aashaft stinkender Durchfall vorhanden, so gebe man Kali xliosxlroriLUin. Nesselausschlag: Kali ^liosxliorionin. Hautjucken: NaAQssis, x1io8xliorioa. Hantschrnnden: ?1uorczAloiurli. Psoriasis: NaZussia xliosxliorioÄ. Krankheiten der Fingernägel: Brüchigkeit, Risse, Gelbwerden, Flecke, Verdickung: Liliosa. jilisc: Die ödematöse, weiche Hautentzündung erfordert Hatrnin snlxliuric-nva, der infiltrierten Hantentzimdnng entspricht Gegen Gürtelrose wende man Xan. Bei roseartigen Entzündungen können intensive Fieber- und Entznndnugs-Symptome pliosxlioriczuiii indizieren. — Zur Beförderung der Abfchnppnng dient Kali snlxlinrieum. k>empkigU8: Der ?srri^iAN8 vrilZaris (Blasen nnd Bläschen mit wässerigem Inhalt nnd praller Oberfläche) erfordert Matrum sulxkurioruii, wenn die Flüssigkeit gelblich, Ratruin, lunriaticuill, wenn sie wasserhell ist. DeminaliZnus (Blasen und Bläschen mit wässerig-blutigem Inhalt und welker, faltiger Oberfläche) entspricht Xali xkosxliorieniii. Verbrennung und Verbrühung: Hat sich eine Blase gebildet, so gebe man Matrum muris-tiomn. Ist eine mit weißem oder weißgrauem Exsudate bedeckte Wuudfläche vorhanden, so gebe man Xaliuiii olilorAtuw. Ist schon eine Eiterung entstanden, so paßt Liliczss,. (Innere und äußere Anwendung des betr. Mittels.) Frostbeulen, frische uud eiternde: snlpliul-ivura. Panaritium: ) Furunkel: j Karbnnkel: ^luorog-leiuin, später eventuell Xali pliosxluz» rieurli. Wildfleisch: Xaliuin olilorÄtniri event. Liliosa. Folgen von Insektenstichen: Uktrura iiiuiiatic-uiQ (äußerlich). 48 Warzen an den Händen: Xalinm. oliloi'Atnm. Man löse ein erbsengroßes Quantum der Verreibung in einein Eßlöffel voll Wasser und befeuchte einige Male täglich mit dieser Lösung die Warzen und die umgebende Haut. Auch Uatrum sulxliui-iouiii ist anwendbar. Es entzieht der Basis der Warzen Wasser und bewirkt dadurch eiu Schrumpfen und Abfallen derselben. Brnstdrüsenentzündung, IVla8titi8. Zuerst ist xlroLxlroriONin anzuwenden, welches, frühzeitig gegeben, die Resorption bewirken kann. Bildet sich ein Eiterherd, so ist Liliosg. anwendbar. — Verhärtung: og-Ioinm. Lymphdrüsen. Viäo den Abschnitt „Kkrofulast n»d Tuberkulose". — Eventuell berücksichtige man das a. a. O. über „Eiterung" uud .Verhärtung" Gesagte. Kropf. Nagnssig. xlrosplroriczg,. Mechanische Verletzungen. Quetschungen, Schnitt- und andere frische Wunden, Verstauchungen n. s. w. erfordern gleich anfangs ?si'rnin xlros- xliorionm. Bleibt nach dem Gebrauche dieses Mittels eine Geschwulst der betr. Stelle zurück, so gebe man Xklinm, «zlloratuin. Ist in vernachlässigten Fällen eine Eiterung entstanden, so paßt Liliczsa. Verjauchung oder Brand: Xs-Ii xkosxkoriorurr z Wildfleisch: Xaliulir olrlorg-tiuv. Knochenbrüche erfordern uebeu den mechanischen Mitteln zuerst gegen die Verletzung der Weichteile, später Lialoaroa pliosxlioriczg. zur Beförderung der Callns-Bildnng. Die orsxitÄNS (den knisternden Sehnenfchmerz), welche oberhalb des Handgelenks an der Dorsalseite des Unter- 49 arms der Tischler und anderer Handwerker entsteht, wenn sie mit zu großer Kraftanstrengung den Meißel, resp. ein anderes Werkzeug in halbrotierender Bewegung auf den zu bearbeitenden Stoff haben einwirken lassen, habe ich in zwei Fällen mittels rasch geheilt. Einen dritten Fall, der unter allopathischer Behandlung chronisch geworden war, heilte ich rasch mittels Xaliurir chloratum, nachdemplrosxlrorioriiii sich wirkungslos erwiesen hatte. (Ztingliuw. tölläinosuiQ: t'IuvrcÄloiuin. Nnterschenkelgeschwüre. Es kommen hier die gegen Haut- und Schleimhautkrankheiten empfohlenen Mittel in Betracht. In erster Linie stehen Uati-uni muriatieum und Matrum sulpliuriourri. Den varicvfcn Geschwüren entspricht ?Iuc>rcZÄloiuiQ. Knochenkrankheiten. Die Periostitis mit Tendenz znr Eiternng erfordert Liliosa. Harte, höckerige, zackige Erhabenheiten auf der Knochenoberfläche erfordern ?1rwrLg,1rioÄ. Mangelnde Nachwehen: ?1uoreal(?inin, wenn eine Erschlaffung der elastischen Fasern des Uterus, Xali ^os^oriczuiii, wenn eine gestörte Innervation zu Grnnde liegt. Menstrualkolik. Gewöhnlich Nagnssig, ; den blassen, empfindlichen, reizbaren, weinerlichen Personen entspricht Xs.Ii piios- p^oricinra. Bei Pulsbeschleunigung und vermehrter Gesichtsröte ist ?srrnrn ^iios^orioniri zu geben. Vaginismus: ?srruiQ xliosxlioi-iczniii, Ng-gnssia xlios- Maries.. Milchabsonderung. Matrum snlxliurioniv vermindert die Milchabsonderung, Og-Iearsa vermehrt sie. Matrum muriationin ist anwendbar, wenn die Milch Wässerig-bläulich ist. Nacken-, Rücken- und Gliederschmerzen. Schmerzen, die nnr während der Bewegung empsnuden oder durch Bewegung verschlimmert werden, erfordern Z^sri-um xlros- xkorioum (als zweites Mittel paßt Xalium olloratum). Schmerzen, lähmende, die bei mäßiger Bewegung gebessert, dnrch Anstrengung (zu lauge fortgesetztes Gehen) verschlimmert und besonders nach dem Aufstehen vom Sitzen (zu Anfang der Bewegung) am meisten empfunden werden: xkv8x1iori8- pkoriouw beseitigt werden, weil dies Salz die Milchsäure tilgt, indem es dieselbe, wie oben gesagt, in Kohlensäure und Wasser zerlegt. Ist die Milchsäure getilgt, so werden die geronnenen, noch nicht verhärteten Eiweißstoffe wieder flüssig und können demnach wieder in den Lymphstrom eintreten. Da die Lymphe auch Fett enthält, so können die geronnenen Eiweißstoffe verkäsen. Vollzieht sich eine Verkäsung in Drüsen oder an anderen Stellen, so ist NsAiissia pkosxkorloa, in Anwendung zu bringen. Solange eine Verkäsung nicht erfolgt ist, muß, wie aus Obigem ersichtlich, Matrum pliosxliorivuiQ verabreicht werden. 54 Der Verkäsnngsznstand erfordert, wie oben gesagt, xliosxlioi-iOg.. Diese ist dasjenige chemisch-physiologische Funktionsmittel, Welches die selbsttätige Bewegung aller Zellen vermittelt. — Vermöge ihrer selbsttätigen Bewegung sind gesunde Zellen imstande, Stoffe, von denen sie belästigt werden, abzustoßen. Wenn die in der Nähe verkäster Massen befindlichen Zellen zu schwach sind, um die erwähnten Massen abstoßen zu können, so fehlt ihnen Ns-Anssis, Durch therapeutische Zufuhr minimaler Quantitäten dieses Salzes werden die betr. Zellen in intsArrim restituiert und demzufolge befähigt, tuberkulöse Massen allmälig abzustoßen. Die Trümmer des Abgestoßenen werden auf den gewöhnlichen Ausfcheidungswegen ans dem Organismus entfernt*). Gegen die nicht zu weit vorgeschrittene Tuberkulose und gegen den Lupus hat die NaZliösig. sich bewährt. Neben dem Gebrauche von Ns-Anssig, xirosxliwi'iog, ist die Anwendung anderer biochemischer Mittel gegen katarrhalische Beschwerden, Lungenblutungen u. s. w. erforderlich. Wie Verhalten sich die Bazillen zu der Tuberkulose? Wenn Tuberkeln vorhanden sind, können Bazillen sich einfinden, um sie als Nahrung zu benutzen. Was für die Käsemilben ein alter Käse ist, das sind für die Bazillen die Tuberkeln. Bleichsucht und andere anämische Zustände. Die Blutkörperchen enthalten, wie die auf Seite 10 gegebene Analyse zeigt, Eisen, schweselsanres Kali, Chlorkalium, Phosphor- saures Kali, phosphorsauren Kalk, phosphorsaure Magnesia, phos- phorsaures Natron uud Natron. Die Vermehrung der Blutkörperchen vollzieht sich durch Teilung derselben innerhalb des Blntstrvmes; und dies geschieht auf folgeude Weise: Von dem in dem Plasma enthaltenen Chlornatrinm wird durch die Massenwirkung der im Blute enthaltenen Kohlensäure ein Teil des Chlor abgespalten; der abgespaltene^ Teil verbindet sich mit dem in den Körperchen enthaltenen Natron zu Chlornatrium. Dieses zieht Blutwasser an und nimmt es in sich auf; *) Die UkAnssik xliosxliorio^ ist vielleicht auch ein Heilmittel des Krebses. 65 dadurch vergrößern sich die Körperchen und demzufolge vollzieht sich eine Teilung derselben. Die aus der Teilung hervorgegangenen kleinen Zellen nehmen behufs Wachstums Bluteiweiß auf, welches durch phosphorsauren Kalk organisiert wird. In dem Bluteiweiß ist das für die Blutkörperchen erforderliche Eisen in genügender Menge vorhanden: In der normalen (roten) Blntzelle verhält sich das Eisen zu den Zellen dem Gewichte nach wie 1 zu 1000. (Viäs Seite 10.) Wem? in einer Blutzelle Natron im Minimum vorhanden ist, kann sich, wie aus Obigem erhellt, in denselben kein genügendes Quantum Chlornatrium bilden; der Wassergehalt der Blutkörperchen kann sich demnach nicht bis zu dem zu ihrer Teilung erforderlichen Grade vermehren. Ist im Jntereellnlarfluidum phosphorsaurer Kalk im Minimum vorhanden, so kann sich das zum Wachstum der juugeu Zellen erforderliche Quantum Eiweiß nicht organisieren. In den Fällen, wo Chlornatrium sich nicht in den Blutzellen bilden kaun, mnß genanntes Salz in minimalen Gaben den betr. Patienten gereicht werden. Das Chlornatrium des Jutercellularfluidums repräsentiert eine Kochsalzlösung, welche für die Zellen zu konzentriert ist; es ist darum eine höhere Verdünnung erforderlich. Wenn das Kochsalz des Blutes in die — kranken und gesunden — Blutkörperchen treten könnte, so würde die Teilung derselben zu früh sich vollziehen; es würden Teilungen auf Teilungen rasch bis zur schließlichen Vernichtung folgen, denn die aus den Teiluugeu hervorgegangenen kleinen Zellen würden zum Wachsen uud Funktionieren keine Zeit haben. Chlornatrinm und phosphorsaurer Kalk sind die Heilmittel der Bleichsucht. Kann in einem gegebenen Falle nicht genau ermittelt werden, welches von beiden Mitteln indiziert ist, dann ist der abwechselnde Gebranch beider Mittel statthaft. Anämische Zustände, welche durch deprimierende Gemütsaffekte veranlaßt worden sind, erfordern zu ihrer Heilung Lali xliosxlwi'iLnin, weil dies Salz in den Blutkörperchen und im Plasma der betr. Kranken im Minimum vorhanden ist. — Das Allgemeinbefinden der Kranken oder wenigstens einige Symptome haben ihr Spiegelbild in der Charakteristik des Xali pkospAo- rioum. (Viäs Seite 16.) 56 Das Heilinittcl der Leukämie ist Uatrnni sul^nrionm, welches den Zerfall der ausgedienten Leucoeyteu durch Waffer- entziehnng bewirkt. Darum heilt es auch langwierige Eiterungen bei leukämischen Personen. Gedanken ülier die allopathische Behandlung der Bleichsucht. Einige Allopathen wenden jetzt gegen die Bleichsucht Kalk an. Dadurch sind sie, ohne es zu wissen, in das Fahrwasser der Biochemie geraten. Da Bleichsüchtige nicht selten ein Verlangen nach dem Genüsse von Kreide — kohlensaurem Kalk — kundgeben, so darf man sagen: Die kranken Zellen schreien nach Kalk. Dieser Stimme der Natur hätte man schon längst Rechnung tragen müssen. Das Gros der allopathischen Aerzte zieht bekanntlich mit Eisen gegen die Bleichsucht zu Felde. Die Anwendung dieses Mittels gegen besagte Krankheit ist so alt wie die Geschichte der Medizin. Der Umstand, das; alle bekannten Eisenpräparate gegen die in Rede stehende Krankheit in Anwendung gezogen worden sind, und daß man immer noch nach anderen, besseren Präparaten sucht, beweist, daß alle bezüglichen Heilversnche bis jetzt noch niemanden befriedigt haben. Das Verwerfen bekannter und das Aufsuchen nener Eisenpräparate behufs Heiluug der Bleichsucht find Bewegungen in einem falschen Zirkel. Das Eisen uud seine künstlich erzeugten Verbindungen treten nicht ans dem Darm ins Blut. Jedes in den Magen eingeführte Eisensalz wird zerlegt. „Sie werden alle", sagt Bunge in seinem Lehrbuch der physiologischen und pathologischen Chemie, Seite 91, „in Ehlorür und Chlorid umgewandelt. Bei der Berührung mit der Magenwand, welche stets alkalisch ist durch kohlensaures Natron, wird das Chlorid in Oxyd umgewandelt, welches durch die Anwesenheit organischer Stoffe gelöst bleibt; das Chlorür wird in kohlensaures Eisenoxydul umgewandelt, welches in der Kohlensäure und den organischen Stoffen gleichfalls löslich ist. — Die Unreforbierbarkeit ist also jedenfalls nicht aus der Uulöslichkeit zu erklären. Schließlich werden die Eisenverbindungen nnter der Einwirkung der Schweselverbindnngen und der reduzierenden Ageutien — des nasziertnden Wasserstoffes und anderer, leicht oxydabler Spaltungsprodukte — in Schwesel- cisen übergeführt und mit den Fäees ausgeschieden. Die Verbindungen der Eisenoxyde mit organischen Säuren müssen sich ganz ebenso Verhalten. Zu den organischen Säuren sind auch die Eiweißkörper zu rechnen. Die Eisenalbuminate werden durch die Salzsäure des Magensaftes gleichfalls sofort unter Bildung von Eisen- chlorür oder Chlorid zerlegt." „Unsere Nahrung muß also ganz andere Eisenverbindungen enthalten, Verbindungen, die iin Verdauungskcmale nicht zerstört werden, resorbierbar sind und das Material zur Hämoglobiubildung liefern." Aus obigem erhellt, daß das Eisen und die künstlich erzeugten Eisenverbindungen die Bleichsucht nicht direkt heilen können. Diejenigen allopathischen Aerzte, welche jetzt Salzsäure gegen die Bleichsucht anwenden, erzielen damit bessere Erfolge als diejenigen, welche auf das Eisen nicht verzichten wollen. Die Salzsäure wirkt günstig ans die Magenverdauung, das Eisen verdirbt den Magen, wenn man es in allopathischen Gaben verabreicht. Wenn die Labdrüsen der Bleichsüchtigen nicht ein genügendes Quantum Salzsäure liefern, wird die Funktion des Magens herabgestimmt. Bunge sagt Seite 9S seines Lehrbuchs: „Die Hauptbedeutung des Magensafts besteht wahrscheinlich in der antiseptischen Wirkung der freien Salzsäure. Ist die Meuge der Salzsäure ungenügend, so gelangen Pilze und Bakterien in den Darm, insbesondere auch diejenigen, welche die Buttersäuregäruug hervorbringen. Bei der Bnttersäuregärung aber wird Wasserstoff frei und durch die reduzierende Einwirkung des naszierenden Wasserstoffes bilden sich aus den Schweselverbindnngen der Nahrung Schwefelalkalien. Diese zerstören die organischen Eisenverbindungen. In dieser Hinsicht ist die neuere Angabe beachtenswert, daß Salzsäure eiu noch wirksameres Mittel gegen Chlorose sei als das Eisen." Ter Schwefel der Schwefelalkalien entzieht den im Darmrohre befindlichen Speisen Eisen, mit welchem es Schwefeleisen bildet. Dieser Eisenverlnst hat eine Verminderung des zur Bildung von Hämoglobin erforderlichen Materials zur Folge. Wird Eisen in großer Gabe in den Magen, resp. Darm eingeführt, so verbindet dasselbe sich mit dem Schwefel der Schwefelalkalien. Das Eisen der Speisen bleibt von dem Einflüsse des S8 Schwefels frei. Demnach kann Hämoglobin sich in genügender Menge bilden. Eine dnrch Eisen bewirkte Heilung der Bleichsucht ist nicht naturgemäß; sie hat selten einen dauernden Bestand. Wenn man mittels Salzsäure die Funktion des Magens bessert, so daß keine Schwefelalkalien im Darm sich bilden, und demnach das Material zur Hämoglobindildung nicht vermindert wird, so vollzieht sich eine Heilung, die auch keinen Bestand haben wird, wenn nicht während dieses Vorganges die Epithelzellen der Lab- drüseu, welche die Fähigkeit, Salzsäure zu bilden, verloren hatten, diese Fähigkeit wieder erlangt haben. Will man den Magen ans eine naturgemäße Weise mit Salzsäure versorgen, so verabreicht man statt Salzsäure inrcrig,- tivnrli in minimaler Gabe. Dies Mittel bewirkt eine Heiluug, welche Bestand hat. (Viäs die Charakteristik des Kochsalzes, Seite 19.) Daß das Eisen kein Heilmittel der Bleichsucht seiu kann, erhellt ans folgenden Verhältnissen: Das Serum des venösen Blutes enthält Spuren von Eisen, welches, nachdem es ans der rückschreitenden Zellenmetainorphose hervorgegangen ist, durch die Niereu ausgeschieden wird. Das Sernm des arteriellen Blutes enthält kein Eisen. Das ist ein Beweis, daß die Natnr nicht die Absicht hat, Blutkörperchen mittels Eisen zu flicken oder irgendwie zu beeinflussen. Wer es dennoch versucht, handelt nicht im Sinuc der Natur. Den Bleichsiichtigeu und Anämischen müssen nene Blutkörperchen auf die im vorigen Abschnitte angedentete Weise verschafft werden. Eine Antlih-Diagnoltil!. wei spanische Studenten, welche von nach Kala- inaiKZg, wanderten, entdeckten in der Nähe der Landstraße einen Grabstein, auf welchem die Worte standen: ssts, sirtsr- i-g-äg. sl alma c!sl liesuvi^äo?sclro (Hier liegt die Seele des Licentiaten Peter Garcia begraben.) Einer der beiden Studenten lachte, weil er den Sinn und die Bedeutung der Grabschrift nicht verstand. Er ging weiter. Der andere blieb zurück; er hob den Stein und fand darunter einen Beutel, welcher Goldmünzen enthielt, die, wie ein daneben liegender Zettel besagte, für den bestimmt waren, der den Sinn der Grabschrift erraten würde. Der Zweck dieser Wiederauffrischung einer alten Erzählung erhellt aus dem Folgenden, in welchem von einer Antlitz-Diagnostik die Rede ist, die von den Lesern dieser Zeilen verschieden beurteilt werden wird. Wer nur biochemische Mittel anwendet, kann, falls er seine Beobachtungsgabe üben will, im Laufe der Zeit die Fähigkeit erwerben, in vielen Fällen von, namentlich chronischen Krankheiten an der physischen Beschaffenheit des Gesichts »ud au dein psychischen Ausdrucke desselben zu erkennen, welches biochemische Mittel einem gegebenen Krankheitsfalle entspricht. Eine solche Antlitz-Diagnostik darf zwar für sich allein nicht die Wahl des anzuwendenden Mittels bestimmen, sie kann aber die Wahl erleichtern, resp. bestätigen. Wer die Antlitz-Diagnostik erlernen will, muß dieselbe auf autodidaktischem Wege sich erwerben. Ein Versuch, sie mittels einer gedruckten Anleitung zu lehren, würde zu Mißverständnissen führen. — Ein Schäfer kennt jedes Individuum seiner Herde; er ist aber nicht im stände, die bezüglichen unterscheidenden Merkmale anzugeben. 60 Wer die Antlitz-Diagnostik sich zu eigen machen will, schenke seine bezügliche Aufmerksamkeit zunächst einer Antlitz-Gattung. Das Kochsalz-Gesicht — «it venia vsrlxz — ist am leichtesten kennen zu lernen. — Man präge seinem Gedächtnisse Beschaffenheit und Ausdruck der Gesichter derjenigen Personen ein, welche man mittels Uatrum verhältnismäßig rasch geheilt hat. Es wird sich, wie man zu sagen pflegt, ein roter Faden durch die betr. Eindrücke ziehen. Hat man das Kochsalz-Gesicht kapiert, so gehe man zu einem anderen Natron-Gesichte über. Es ist selbstverständlich, daß diejenigen Aerzte, welche die Gewohnheit haben, zwei oder gar noch mehr Mittel im raschen Wechsel zu geben, die Antlitz-Diagnostik niemals erlernen werden. Die Verabreichung zweier Mittel im Wechsel ist nur ausnahmsweise in den Fällen gestattet, wo sie unvermeidlich ist. Wer die in Rede stehende Diagnostik sich wird erworben haben, wird überzeugt sein, daß sie in therapeutischer Beziehung so beachtenswert ist, wie die Seele des Licentiaten Peter Garcia es in pekuniärer Hinsicht war. Denen, welche die Möglichkeit einer Antlitz-Diagnostik bezweifeln, erzähle ich den folgenden Fall: In einer Universitäts-Klinik war ein Mann gestorben, ohne daß es dem klinischen Professor und dessen Afsistenz-Aerzten, trotz Anwendung aller diagnostischen Mittel, gelungen war, die Diagnose des betreffenden Falles zu stellen. — Als dem Professor der pathologischen Anatomie die betr. Leiche überantwortet worden, rief dieser beim Anblick derselben sofort: „Leberkrebs ". Diese D'agnofe bestätigte sich bei der Obduktion. — Es ist selbstverständlich, daß man ein Antlitz-Diagnostiker nicht werden kann, wenn man neben der Biochemie auch Allotria treibt, wenn man z. B. nach Verabreichung eines biochemischen Mittels elektrisiert, massiert oder in nasse Tücher wickelt oder gar mittels des s. g. Lebensweckers die Haut des Patienten prickelt und dann s. g. Mückenfett einreibt. Wird auf solche Weise ein Patient gesund, so kann niemand wissen, welchem Verfahren die Heilung zuzuschreiben ist. Dem Patienten wird es zwar gleichgültig sein, welchem Verfahren er die Wiedererlangung feiner Gesundheit zu verdanken hat; dem Arzt darf es aber nicht gleichgültig fein: er hat aus dem betr. Falle nichts gelernt. 61 Es würde ein Irrtum sein, zu glauben, daß man durch Allotria eine biochemische Kur beschleunigen könne; das Gegenteil ist wahrscheinlich. Bedenkt man. daß die Stoffteilchen eines biochemischen Mittels im Krankheitsherde Moleknlarbeweguugen vollführen, in deren Folge pathogen gestörte Molekularbewegungen geregelt werden sollen, so wird es einem klar, daß die durch Elektrizität, Massage erregten Molekularbewegungen störend auf jene einwirken werden, wie z. B. die durch den Mechanismus einer Uhr bedingten Pendelschwingungen gestört werden, wenn man sie durch Stöße zu beschleunigen sucht. Es ist von verschiedenen Seiten behauptet worden, die Biochemie reiche für alle Fälle nicht aus. Den Betreffenden rufe ich zu: Studiren Sie 'mal gründlich die Antlitz-Diagnostik. Wenn Sie dieselbe kapiert haben werden, kann der Fall eintreten, daß Sie sich veranlaßt sehen, z. B. Nagnösia xkospkoriva gegen einen septischen Zustand in Anwendung zu ziehen. — Sie werden demzufolge eine Heilung konstatieren. Der bezügliche Unterschied zwische» dem genannten Mittel und dem Xali piiosxkoriouill läßt sich einstweilen durch Worte nicht genau ausdrücken. Schlußwort. Diejenigen Leser, welche die EntWickelung meiner Therapie von Auflage zu Auflage verfolgt haben, werden sich erinnern können, daß ich bemüht gewesen bin, Irrtümer, die ich früher begangen hatte, auszumerzen und neue Indikationen meinem Werk- chen einzufügen. Man hat das letztere vor einigen Jahren ins Englische, ins Spanische und ins Französische übersetzt. In den betr. Büchern befinden sich anßer den oben erwähnten Irrtümern viele, von den Uebersetzern herrührende Indikationen und Erklärungen, welche teils nichtssagend, teils falsch find. Wenn ein Uebersetzer wegen Mangels an Sachkenntnis seine falschen Anschauungen in der Übersetzung zum Ausdruck bringt, so schädigt er die Sache und diskreditiert den Verfasser den Lesern gegenüber, welche keine Ahnnng davon haben, daß der Uebersetzer sich die Freiheit genommen hat, Erzeugnisse seiner Weisheit der Übersetzung hinzuzufügen. » »I. AlacksUU»« ckk Iti»ckvZ»KI» Ks Itv^. V» kiockemi8eke Abteilung Vsrsg.nä8töII Ki'öZSies unä de8t emgeriekteteZ Zioolikmisekes l.sborstoi'illm. <-ILcS Lieferung ssmtüoker biovtieni> Littel, in unbedingt Zuverlässiger Ausfübrung, in Verrei- bung unö Isbletten ?u ll,l unil 0,25 Krsmm. Versand in llriginslkartons ?u >0, 15 u, 20 Kr. lnkalt, sowie in sslasoben mit os. >7 Kr. Inbslt. kiockemisoke Salden und Pflaster. Anfertigung unter Aussiebt approbierter Apo- tkeker, daber einwandfreiestettersteilung genau naek den Vorsvbriften Dr. Sobiissler's. 18 Verrvt>»vii»a»vl»ti»vi» Zl«Iirvr« Zltsel». ni»a S»t«btr«mn>vli» Vsrl^uAön 8ig Lxs^ialoKsrtö üdsr klls diooliswisolisii Vüoliör von niissrsr Verlag vi-.Max Schultz -Varbarossa-ttpotheke. homöopathische Vollapotheke, Verlin S2. Kurfürstendamm Zb4. Zernruf Nollendorf SlS. Lieferant der L)5. Schiißler'schen biochemischen Mittel in verreibungen, Tabletten. Lösungen, Pflaster und 5alben. Maschinelle Anfertigung. — Vücherverkauf. Lieferung -u billigsten preisen. — Versand umgehend. LioctiSiniLokes I-adoratoriuln L>O ?s,krikatic>!is- UQ<1 Vsrs»n>1stsIIö äsr vormal. ZToks.potksks. OL> ?srnruk 1791. Usi-ms-nnstr. 16. LorAkMiZs äsr llr. LctiüssIöi'SlZliön bioeliemi8l)kön Vsrrsikung, Isdlsttsr, urici flüssiger f^orm in Xarton- oüsr Hs-solwiixaokuiiA. IZiaekeinisiekv II»»»- uiitl ^tasiol»«i»»patl»vl^«i». kioekemisetie Lslden, kiovliemisoke Konstitutionsmittel, lellenregenerstions- »gl?e: „leregene" etv. ^ussrdejtuni unii Verstellung von Spe^islpräparsten suf ilem Kediete lier öioekemie unil öiologie. ?ririZ!ip: Lor^kälti^s uruZ rasolis üsr ^.uktrkAS. OcAOcHOcHvcHOc^cHOlleO<^<^c»>^XA2> sucisrer Tutoren. Vsrlsg komöopstfiiselisr Werks, Lroseliürer, unci Preislisten. 8 OcHoc»ocHocHoc^cHocHo«oc»x)««o«ocx>c«cHzcH0«oo««o«oo«oo Or. Willmsl' Lcliwsbs Huorstr. 5 Lioeliemiselw ^dt«i1iuiK. ?s1sAraiuirmärsssg: komspotliek. 6rö88t«8 reill IwiltöoMtliiselies Ltitdlisseweut «1er ^Velt. der Asuau nacti liomöopÄtliisczlisn (^rnnäsät^sn Izsrsitstsii lDr'. ZcliüIZIsr's biovIlöWkIi«!! »iier kiiMW»W in anerkannt sorZ5ä1tiZster ^ndereitnnZ In VörrsidullAsn oäsr ?rsiss in OriZiiis.U:»rtoii-?»c;^uiiASll in sin^slnsii xlowdisrtsu ?Ig^oligii sovis ii» ^potks^on vg.o^ iu»»srsr 3xs2i»I-?rsisIists kür Liooliküiiis, mit ^lldaiiA: „Lüsivss bioolisrlliseliss V^äv- rllsouxa", äis vir s>u5 Vorl^Qgsll krsr^o lisksin. Lei regellnäüigeli Le^ugen Koller Zkatzatt. Luetitian61unZ sälutliekei' Lekritten üdsr Lioekemis. I^iöäsrlaASll an allen Arösssrsn ?1ät2sn Osnd8czllanäs. ?ur ttiei'apkutisetisn Anwendung der lilinei'slstvifs. Von san.-kat Dr. Lrasod, ö^ä Kissingen, u. vr. (?0rv«1iu8, OläevIiurA. M!Z«- ?rsis 3,— KolAvasrlc. Illltsr odixzvin ?!tsl ist von Asn zsll»lllltsn ^.ntorvv «ins ^rdsit srssiüsllsll, vslclis voll gssi^iist ist, In vsitsrsll Ärzitlisiisll Xrsissll Illtsresss 2U, sr-rvso^gll. Ois von ^lüllsiillittsill oliöi»i- sodsr IllA^stris, Ais »iok i'sst tsZIieii vdsr äsr> pr»ktisv1»sll sr- xissst ullA iki» rn kortvÄiirsllAsll Vsrsiictwu in Asr LsiiallAlull^ ssillsr I^rall^sn vötixt, run — llsoi» Avlli Ilitsii <1ss ?udli^nills — auk äs? Höllv Asr ^?isssllgoii»5t ru dloidsll, k»t in vislsll dsiikguägQ Xöpfsll sillßll «tstijz v^ctigslläöll V^iAsrv^illsll ßSASll Ais illAnstrisIis VivI- xssvkäktig^sit unA ^ukAriuAiisiilisit xsv7ss^t uoä Asa ^VullSv^ v»ol» sillk»eksrsr UllA rstiollsllorsr I^rsll1cslli)sdallAIllllA vlltstsiisll 1v.!jzsri, lliodt allsin iisi Aöll ^r^tsll, sollAern »uoli ta drsitsn Loiiie^tsll üss ?iid1ikuills. 80 dkdsi» Ais ^»tv^silicruiAs, c^s vsrsotuscisllsrs^ s->^dzt voll I^sisll «ri'ullAsllSll UsilmstkoAsu iilliuer vsitsro Vsrdrsitu^^ ^stllnAvll, lio iiat «isi» »usd ill Srzitlislioll Xrsissll A»s Lsstrsbsll ^sitsllA Asinaciit, dssollAsrs Aursii Ais ^llV7SZ»Allll^ Asr ustüriiotivll ^lillsrsl^uöllsll HrsllkIioitSll zci Iiöiisll. Ois iavAS V'si'UL.ciilüssiZi.i.Qg Asr pZi^siologisolisQ ullA pstliotozisoilsii Illltsrslllllmllssll As» ^kmsrsl- stoövsllkssl» kat bisiisr Ais rioiiti^s tlisrspoutilzoks vsr^vsrtullA Asr I>lillsr»Istot?s rrirUokAsiisItsll, ss srksksll oioii »der ^vt^t illsiLr unA iruziir LtiirullSll, voldio rur ?üsZg Aissss l^sdists» Asr LoilliullAs ws>IillSll. Lrsscll Iiat llllll ill odigsr ^rdsit, ASstUt^t ank IsnN»Iu-igft Drkg>krullAsll s>ll Asn Nillsrsi^nsiloll ill IZsA Lisslll^sll, äis »ÜAgillsiüSll ^Vü-icull^sll, Ais I'orill UllA Oosisrllll» Asr Alillsrslstoü's dolüillAsIt, ^VkiiirsllA (Zornolills Aisss tsils rsoii Asn dis ^jst^t vöröLslltiivktöll ^ri)sitsll, tsils vasii sißSllSll pr^bisolisll DrksiirllllZSll iill sillLsIllSll ds»rdsitst list. Lo ist sill ilolllpgllAiösss "V^srl: svtsts>llAvu, ^vsislies Agill ?r^ti!cor ^sstattst, »ick oluis Arosss» L!sitvsr1rist Uder Aisss illskr nllA illsdr n^ktusll vsrAsnAgll ?ragöll rn inforrllisrsn ullA Asn tiisrapsutissiisll >Vort Asr ^lillsrsIstoLs naok villiisitliolisll Oruc>A- sL,t2sn »w Xrallkölllsstts ssldst ru xrMsn. Zekul2k8L^k liof-LuükärueköpLi unä VörlAgZbue^ANlZj^niz. (kackvlt Lok^rtü.) Z. < >.