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Eine abgekürzte Therapie : Anleitung zur biochemischen Behandlung der Krankheiten
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In meiner Praxis wende ich durchschnittlich die 6. Decimal-Verreibnng an*). In akuten Fallen nehme man stündlich oder,zweistündlich, in chronischen drei bis viermal täglich ein erbsen-großes Quantum von der Verreibnng, entweder trocken oder ineinem Teelöffel voll Wasser gelöst.

Ein Milligramin Stoff soll dnrchschnitlich 16 TrillionenMoleküle enthalten, demnach enthält die 6. Decimal-Verrcibuugderen uugesähr sechszehn Billionen. Diese Summe ist mehr alshinreichend, um Molekularbewegungsstörnngen in den Gewebenanszngleichen.

Es könnte der Einwurf gemacht werden: die Moleküle derals Arzuei verabreichten Salze vereinigen sich mit den im Blnteenthaltenen homogenen Salzen, nnd dadurch werde der beabsichtigteHeilzweck ein illusorischer. Dagegen ist aber hervorzuheben, daßdie befürchtete Verewigung sich nicht vollzieht, weil die im Blutevorhandene Kohlensäure deu Molekülen der Salze als isolierendesMedium dient.

Die anorganischen Stoffe, welche den Pflanzen als Nntritions-resp. Fnnktionsmittel dienen, werden von denselben auch nnr inminimalen Quantitäten aufgenommen. Liebig sagt:Die stärksteDüngung mit phosphorsaureu Erden in grobem Pulver kaun inihrer Wirkung kaum verglichen werden mit einer weit kleinerenMenge in einem unendlichen Zustande der Verteilung, welche be-wirkt, daß ein Teilchen derselben sich in allen Teilen der Acker-krume befindet. Eine einzelne Wurzelfaser bedarf von dem Orteans, wo sie den Boden berührt, nnendlich wenig an Nahrung,aber zu ihrer Funktion nnd zu ihrem Bestehen gehört, daß diesesMinimum gerade an dieser Stelle vorhanden ist." (S. Liebigschemische Briefe, Band II, Seite 295.)

Die in dem Nährboden der Pflanzen enthaltenen, in Wasserunlöslichen Mineralstoffe müssen von dem sauren Safte der Wurzel-fafern gelöst werden, bevor sie in den pflanzlichen Organismus ge-langen können.

Ein Mineralstoff, der in den Magen eines Menschen gelangt,wird der Einwirkung der im Magensafte enthaltenen Salzsäureausgesetzt. Ist der betr. Mineralstoff z. B. ein Eifeusalz, so ent-steht im Magen ein Eisenchlorid, resp. ein Eisenchlorür. Willman pathogen veränderten Zellen ein Eisenphosphat

*) ?srrunr xliosxkwrivuiQ, Wioss, und I°luoros,loinm verabreicheich in der 12. Verreibung.