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pliosplwrleum) zuführen, so darf dasselbe also nicht in den Magengelangen. Deshalb ist eine minimale Gabe erforderlich: dasMittel muß so verdünnt sein, daß seine freigewordenen Moleküledurch das Epithelium der Mundhöhle, des Schlundes nnd derSpeiseröhre nnd durch die Wandungen der Kapillaren in das Bluttreten können.
Alle in Wasser unlöslichen Stoffe müssen bis auf mindestensdie sechste Stufe der decimalen Verdünnungs-Skala gebrachtwerden; die in Wasser löslichen können auch in niedrigeren Ver-dünnungen durch die erwähnten Epithelzellen treten.
In der 3. Auflage des Bäder-Almanachs pro 1886 findetman auf Seite 121 die folgende Bemerkung:
„Nach den Erfolgen uud der bestehenden Analyse enthält dasRilchiuger Wasser hauptsächlich auch diejenigen Bestandteile, mitwelchen man jetzt nach Or. Schüßlers abgekürzter Therapie ansbiochemischem Wege alle heilbaren Krankheiten heilt."
Im Nilchinger Wasser sind einige Mineralstoffe mittels sokleiner Quantitäten vertreten, daß z. B. die phosphorsaure Mag-nesia der 8., das Chlorkalium ungefähr der S. uud die Kiesel-säure ungefähr der 6. Decimalvcrdüuunng entsprechen.
In den balneologischen Briefen des Professor Bcneke kannman Folgendes lesen:
„Auf ein Verhältnis ist dabei insonderheit Gewicht zulegen:das ist der Grad der Konzentration, in welchem Salzlösungen deinOrganismus dargeboten werden. Ich bin der Ueberzeugnng, daßviele der berühmtesten Heilquellen gerade dadurch so besondersgünstige Resultate liefern, daß die wirksamen Bestandteile in ihnenin starker Verdünnung gereicht werden, und es scheint mir ebendie Erfahrung eine sehr wesentliche, daß wir mit nach unseren ge-wöhnlichen Begriffen sehr geringen Dosen von wirksamen Be-standteilen oft die ausgezeichnetsten Erfolge erreichen*)."
Die Dosis eines zu biochemischem Zwecke verordneten Salzesdarf eher zu klein, als zu groß sein. Ist sie zu klein, so führtdie Wiederholung derselben znm Ziele; ist sie zu groß, so wirdder beabsichtigte Zweck ganz verfehlt.
Der Satz „Viel hilft viel" beruht auf einem traditionellenIrrtum, welcher mittels seiner Konsequenzen verderblich werden
*) Vom biochemischen Standpunkt aus kann aber der Gebrauch vonMineralwässern nicht empfohleu werden. Die biochemischen Mittel sindeinzeln zu verabreichen; Gemische sind nicht statthaft.